Fairere Reglungen für Freie erstritten

Der Berliner Verlag von DuMont Schauberg (Berliner Zeitung, Berliner Kurier) wird seine Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gegenüber den freien Fotografen und Journalisten nicht mehr in der bisherigen Form verwenden.

Dazu wurde am 6. November 2009 eine Unterlassungserklärung gegenüber ver.di unterzeichnet, mit der sich der Verlag dazu verpflichtet. Die AGB wurden intern bereits komplett zurückgezogen und sollen überarbeitet werden.
Bisher waren mit dem Text- oder Fotohonorar auch Vermiet- und Verleihrechte, Datenbankrechte und sogar Werberechte abgegolten. Ein zusätzliches Honorar hätte den Fotografen und Journalisten für eine weitere Nutzung nicht zugestanden. Unwirksam sind jetzt auch die Passagen: „Die aus der jeweiligen Vermarktung und Verwertung der Rechte erzielten Erlöse stehen allein demjenigen zu, der sie erzielt.“ Bisher hatten die Urheber nicht einmal ein Auskunftsrecht gegenüber dem Verlag, wie ihre Texte und Fotos weiterverwendet wurden. „Wir sind sehr zufrieden“, stellt Andreas Köhn, stellvertretender ver.di-Landesbezirksleiter Berlin-Brandenburg fest. „Für die Fotografen und Journalisten konnten durch ver.di wesentlich fairere Regelungen erstritten werden.“

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Filmtipp: „Silence Radio“

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Onlinezuschläge können laut tarifvertraglichen Regelungen beim Bayerischen Rundfunk nicht in Tagessätze für die Honorierung von TV-und Hörfunkbeiträge eingepreist werden, sondern sind zusätzlich zu zahlen. Das besagt ein Urteil des Arbeitsgerichts München, mit dem ein arbeitnehmerähnlicher Freier vom Sender jetzt mit ver.di-Rechtsschutz eine Nachzahlung für zwei Jahre erstritt.
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