Fotojournalisten fordern faire Bedingungen

Faire Bedingungen für die festen freien Fotojournalistinnen und -journalisten der Deutschen Presse-Agentur fordern der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) und die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju in ver.di) in der laufenden Tarifrunde.

Das sind unter anderem eine Anhebung der seit mehreren Jahren unveränderten Vergütungssätze für Fotoaufträge, klare Regelungen zum Urlaubsentgelt sowie zur Übernahme von Auslagen wie Fahrtkosten und Datenkommunikation.
„Es kann nicht sein, dass engagierte Kolleginnen und Kollegen seit Jahren vertröstet werden, die dpa werde sich ihrer Anliegen annehmen. Das Einfrieren von Vergütungen können wir nicht akzeptieren“, kritisierten DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken und dju-Bundesgeschäftsführerin Cornelia Haß. Der von der dpa-Geschäftsführung ins Spiel gebrachte „Bonustopf“ für Sondernutzungen ihrer Bilder durch die Agentur sei kein angemessener Ausgleich dafür. Die Kriterien für Ausschüttungen seien intransparent und führten zu ungerechten Ergebnissen. Konken und Haß riefen die angestellten Redakteure sowie auch andere Freie dazu auf, Solidarität mit den Fotojournalisten zu zeigen. Die Fotografen machten mit einer Streik-Aktion am 1. Juni in Berlin auf ihre Lage aufmerksam.

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

BPK: Umstrittene Mitgliedschaft

Sachlich, an Tatsachen orientiert und fair – diesen Anspruch erhebt die Bundespressekonferenz (BPK), der Verein der Hauptstadtpresse, für die Berichterstattung ihrer Mitglieder. Parallelmedien haben dort dennoch einen Fuß in der Tür. Und werden damit normalisiert.
mehr »

Kämpferischer Auftakt im ÖRR

In politisch umkämpften Zeiten beginnen auch im ÖRR die Tarifverhandlungen. Ver.di ruft die Hamburger Beschäftigten beim NDR daher heute zum Warnstreik auf. Er beginnt am Dienstag und endet am Mittwoch um 1.30 Uhr. Seit Februar läuft der Tarifkonflikt um die Gehälter, Honorare und Ausbildungsvergütungen der rund 5.000 festen und freien NDR-Beschäftigten.
mehr »

Medizinische Hilfe wird verweigert

Willkürlich inhaftiert zu sein ist das eine, in der Haft krank zu sein und die dringend erforderliche medizinische Versorgung nicht zu erhalten ist das andere. Genau das müssen gerade mehrere Journalist*innen in Aserbaidschan erleiden.
mehr »

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit

"Volle Portion für alle“ – mit großem Engagement wollen die Mitarbeitenden der tariflosen Tochtergesellschaften von Ostsee-Zeitung (Rostock) und Lübecker Nachrichten der Zweiklassen-Gesellschaft ein Ende bereiten. Die Redakteur*innen der Lübecker Nachrichten Media GmbH sind daher nun für zwei Tage in einen Warnstreik getreten.
mehr »