Privater Rundfunk: Tarifrunde ergebnislos vertagt

Die dritte Runde der Tarifverhandlungen für die mehr als 500 Beschäftigten der im Tarifverband Privater Rundfunk (TPR) zusammengeschlossenen Rundfunksender ist am
13. Mai in Berlin ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Eine weitere Verhandlungsrunde wurde für den 14. Juni in Berlin vereinbart. Der TPR bietet eine Tariferhöhung von zwei Prozent für eine Gesamtlaufzeit von 24 Monaten und einmalige Zahlungen von 200 Euro bzw. für niedrigere Tarifgruppen 300 Euro und 400 Euro an. Die wirtschaftliche Lage der Radios biete jedoch ausreichend Potenzial für Tariferhöhungen. „Die Angebote der
Arbeitgeber bleiben dagegen weit hinter unserer Erwartung zurück”, sagte ver.di-VerhandlungsführerMatthias von Fintel. ver.di und DJV fordern eine Erhöhung der Gehälter um 4,5 Prozent ab April 2016 bei einer Laufzeit von einem Jahr.

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Das Netz hat ein SLOP-Problem

Künstliche Intelligenz verändert das Internet wie wir es kannten. KI dient als Beschleuniger von immer neuen Inhalten. Nicht immer entstehen auf diese Weise sinnvolle Inhalte. AI Slop, also digitaler Müll, flutet das Netz. Und KI geht nicht mehr weg. Denn KI-Modelle, finden sich inzwischen an allen möglichen und unmöglichen Stellen des privaten und beruflichen Lebens.
mehr »

Big Tech verändert TV und Streaming

Bei den Video-Streaming-Plattformen verteidigte YouTube im Jahr 2025 erfolgreich seine Führungsposition und erreicht 72 Prozent der deutschen Bevölkerung ab 14 Jahren. Die öffentlich-rechtlichen Streaming-Netzwerke von ARD, ZDF, Arte und 3sat kommen auf über 60 Prozent, dicht gefolgt von Netflix und Amazon Prime Video. Doch auch die Sender des ÖRR nutzen YouTube als Ausspielweg ihrer Inhalte. 
mehr »

Europas Machtprobe mit den Plattformen

Wegen mangelnder Transparenz bei Werbung und Nutzerkonten hat die EU-Kommission eine Strafe in Höhe von 120 Millionen Euro gegen den Onlinedienst X verhängt. Mit dem Digital Services Act (DSA) will die EU das Netz demokratisch kontrollieren. Doch Verfahren gegen X, TikTok und Meta zeigen, wie schnell die angestrebte Regulierung zur politischen Auseinandersetzung wird.
mehr »

Gespräche aufnehmen: Was ist erlaubt?

"Ich lasse nun die Aufnahme mitlaufen.“ In Interviewsituationen am Telefon sind Tonaufnahmen unproblematisch, wenn die Beteiligten sich darauf verständigen. Unsicherheiten bestehen aber, wenn Gespräche heimlich aufgenommen wurden, beispielsweise von Informant*innen. Darf die Aufnahme veröffentlicht werden? Können die Informationen aus dem Gespräch verwendet werden?
mehr »