Tarifergebnis für Zeitschriftenredakteure

In der vierten Verhandlungsrunde für die 9.000 an Zeitschriften angestellten Redakteurinnen und Redakteure am 13. November haben sich die Gewerkschaften dju in ver.di und DJV mit dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) auf lineare Erhöhungen in Höhe von 2,4 Prozent ab 1. November 2008 und 1,6 Prozent ab 1.Oktober 2009 geeinigt.

Für die Leermonate seit Auslaufen des Tarifvertrags am 1. August wurde eine Einmalzahlung in Höhe von 300 Euro für Dezember 2008 vereinbart. Die Gesamtlaufzeit beträgt 24 Monate. Der Altersversorgungstarifvertrag ist bis 31. Dezember 2010 abgesichert.
Es werden Gespräche zur Veränderung des Manteltarifvertrages aufgenommen, wobei etwaige Veränderungen frühestens ab Januar 2010 wirksam werden können. „Dieser Abschluss ist wegen der erneuten Weigerung der Verleger, die Onlineredakteure aufzunehmen, und wegen der materiellen Höhe enttäuschend“, so ver.di-Verhandlungsführer Matthias von Fintel. „Nur im Zusammenhang mit der Absicherung der Altersvorsorge bis Ende 2010 und der Abwehr von Eingriffen in den Manteltarifvertrag bis Ende 2009 haben wir uns zum Abschluss entschieden.“
Eine dju- Arbeitsgruppe wird für das kommende Jahr Gespräche über die Einbeziehung der Onliner in den Geltungsbereich des Tarifvertrages vorbereiten. Dabei regen die Gewerkschaften an, für Onliner in Zeitungen und Zeitschriften verbandsübergreifend gemeinsam zu verhandeln.

Ausführliche Tarifinformationen:
http://dju.verdi.de/tarif/dju-tarifinformationen/

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Filmschaffende kriegen künftig mehr

In der achten Tarifverhandlungsrunde für die rund 25.000 Filmschaffenden haben sich die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), die Schauspielgewerkschaft BFFS und die Produktionsallianz auf Eckpunkte einer vorläufigen Tarifeinigung verständigt. Doch nicht alle Verhandlungsthemen konnten geklärt werden. Die Frage nach der Regelung von Künstlicher Intelligenz (KI) im Film wurde verschoben.
mehr »

Schutz vor zu viel Stress im Job

Immer weiter, immer schneller, immer innovativer – um im digitalen Wandel mithalten zu können, müssen einzelne Journalist*innen wie auch ganze Medienhäuser sich scheinbar ständig neu erfinden, die Belastungsgrenzen höher setzen, die Effizienz steigern. Der zunehmende Anteil und auch Erfolg von KI-basierten Produkten und Angeboten ist dabei nur das letzte Glied in der Kette einer noch nicht abgeschlossenen Transformation, deren Ausgang vollkommen unklar ist.
mehr »

Für eine Handvoll Dollar

Jahrzehntelang konnten sich Produktionsfirmen auf die Bereitschaft der Filmschaffenden zur Selbstausbeutung verlassen. Doch der Glanz ist verblasst. Die Arbeitsbedingungen am Set sind mit dem Wunsch vieler Menschen nach einer gesunden Work-Life-Balance nicht vereinbar. Nachwuchsmangel ist die Folge. Unternehmen wollen dieses Problem nun mit Hilfe verschiedener Initiativen lösen.
mehr »

Tarifverhandlungen für Zeitungsjournalist*innen

Bereits Ende Mai haben die Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di und dem Zeitungsverlegerverband BDZV begonnen. Darin kommen neben Gehalts- und Honorarforderungen erstmals auch Regelungen zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) zur Sprache.
mehr »