Leserbrief: Offene Einflussnahme

„Zu weite Grenzen, Interview zur Übernahme von ProSiebenSat.1 durch Springer“,

«M» 09 – 10 / 05

 Die Macht des Axel-Springer-Verlages braucht nicht in Zahlen gemessen zu werden. Fakt ist, dass Europas größtes Verlagshaus seine publizistische Einflussnahme ganz offen zur Schau stellt.

So wurde am Tag vor der Bundestagswahl die erste Seite der Bild-Zeitung mit Prominentenfotos dekoriert, in denen jene erklärten, welche Partei sie wählten. Das Ergebnis war dabei so eindeutig wie eine Abstimmung zur DDR-Volkskammer. Nahezu alle Personen sprachen sich für einen „Neuanfang“ unter Angela Merkel aus. Ein Journalismus, der die Worte überparteilich nicht kennt, und der die Seriösität eines ganzen Berufszweiges in Frage stellt. Die Redakteure von ProSiebenSat.1 erwartet ein hartes Los!

 

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