dpa: neues Recherche-Tool nutzt KI

Hauptstadtbüro der Deutschen Presseagentur in der Berliner Markgrafenstraße Foto: Christian von Polentz

Die dpa hat einen News-Hub mit einem Rechercheassistent basierend auf Künstlicher Intelligenz (KI) gestartet. „Die Antwortmaschine“ liefert zukünftig Redaktionen Antworten in Form von Zusammenfassungen. Diese basieren demnach auf aktueller dpa-Berichterstattung sowie Archivmaterial und verweisen zusätzlich auf Originalbeiträge. Das Tool, das die dpa zusammen mit dem US-Unternehmen You.com entwickelt hat, greife „zu 100 Prozent auf verlässliche Quellen“ zu, sagt Vize-Chefredakteurin Astrid Maier.

Die Zusammenfassungen erleichtern Redaktionen die Arbeit und „sparen wertvolle Zeit und Ressourcen“, erklärt dpa-CEO Peter Kropsch – Schluss mit Stichwortsuche und ewig durch Trefferlisten scrollen. Daneben bietet der News-Hub unter anderem eine persönliche News-Auswahl, kuratierte Themensammlungen sowie direkten Kontakt per Messenger zur dpa-Redaktion.

Die gesamte Anwendung ist browserbasiert und kann auch mobil genutzt werden. Der Umfang der Inhalte ist abhängig vom Vertrag des jeweiligen Medienhauses Das neue KI-Tool sei ein „entscheidender Meilenstein in der digitalen Transformation“ so Kropsch.

Weiterlesen zum Schwerpunkt KI in der Ausgabe 3/2023 der M.

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Filmtipp: Sie glauben an Engel, Herr Drowak? 

Schwarzweißbilder, höchst originell gestaltet und herausragend gut gespielt mit Luna Wedler und Karl Markovics - "Sie glauben an Engel, Herr Drowak?" erzählt die Tragödie eines verpfuschten Lebens. Im Debütfilm von Nicolas Steiner offenbart ein nihilistischer Trinker im Rahmen eines Sozialprogramms dank der Beharrlichkeit einer Germanistik-Studentin ein enormes literarisches Talent. Doch dann wird der Mann von den Dämonen seiner Vergangenheit eingeholt.
mehr »

ÖRR als Public Open Space?

Der Reformstaatsvertrag eröffnet neue Wege für die Infrastruktur öffentlicher Kommunikation, befindet Jan Christopher Kalbhenn in einer Kurzstudie, die er für die Friedrich-Ebert-Stiftung verfasst hat. Denn die demokratische Öffentlichkeit, so Kalbhenn, steht angesichts der Machtkonzentration bei digitalen Plattformen vor einer grundlegenden ordnungspolitischen Herausforderung.
mehr »

Mehr Regionalität bei WDR und NDR

WDR und NDR gehen neue Wege bei der der regionalen Berichterstattung. Beim WDR sollen demnach zum 1. Januar 2027 die bisherigen Programmbereiche Aktuelles und Landesprogramme zu einem neuen Programmbereich mit dem Arbeitstitel "NRW" zusammengelegt werden - sofern die WDR-Gremien dem Vorhaben zustimmen. Der NDR startet ein neues Format für Jüngere bei YouTube.
mehr »

Für faire digitale Teilhabe

„Digitale und gesellschaftliche Teilhabe gehören zusammen!“ erklärt die Journalistin und Menschenrechtsaktivistin Gilda-Nancy Horvath auf der Jahrestagung des Netzwerks Medienethik in München. Teilnehmende aus Wissenschaft, Politik und Praxis diskutierten über die wachsende Bedeutung digitaler Medien und Künstlicher Intelligenz (KI) für die soziale Teilhabe in der demokratischen Gesellschaft.
mehr »