dpa: neues Recherche-Tool nutzt KI

Hauptstadtbüro der Deutschen Presseagentur in der Berliner Markgrafenstraße Foto: Christian von Polentz

Die dpa hat einen News-Hub mit einem Rechercheassistent basierend auf Künstlicher Intelligenz (KI) gestartet. „Die Antwortmaschine“ liefert zukünftig Redaktionen Antworten in Form von Zusammenfassungen. Diese basieren demnach auf aktueller dpa-Berichterstattung sowie Archivmaterial und verweisen zusätzlich auf Originalbeiträge. Das Tool, das die dpa zusammen mit dem US-Unternehmen You.com entwickelt hat, greife „zu 100 Prozent auf verlässliche Quellen“ zu, sagt Vize-Chefredakteurin Astrid Maier.

Die Zusammenfassungen erleichtern Redaktionen die Arbeit und „sparen wertvolle Zeit und Ressourcen“, erklärt dpa-CEO Peter Kropsch – Schluss mit Stichwortsuche und ewig durch Trefferlisten scrollen. Daneben bietet der News-Hub unter anderem eine persönliche News-Auswahl, kuratierte Themensammlungen sowie direkten Kontakt per Messenger zur dpa-Redaktion.

Die gesamte Anwendung ist browserbasiert und kann auch mobil genutzt werden. Der Umfang der Inhalte ist abhängig vom Vertrag des jeweiligen Medienhauses Das neue KI-Tool sei ein „entscheidender Meilenstein in der digitalen Transformation“ so Kropsch.

Weiterlesen zum Schwerpunkt KI in der Ausgabe 3/2023 der M.

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

ZDF textet nur noch in Ausnahmefällen

Seit Dezember 2025 gilt der Reformstaatsvertrag zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Damit haben die Bundesländer die Vorgaben für die Sender verschärft, ihre Online-Angebote nicht presseähnlich zu gestalten. Eine Textberichterstattung erfordert seitdem, mit wenigen Ausnahmen, einen aktuellen Sendungsbezug. Das ZDF reagierte auf den erhöhten Bewegtbild-Bedarf mit strukturellen Änderungen.
mehr »

Spanien: Strafe für Berichterstattung?

Die spanische Datenschutzbehörde will Zeitungen bestrafen, weil sie illegal in soziale Bewegungen eingeschleuste Polizisten enttarnt oder darüber berichtet hatten. Bislang sind Gerichte nicht tätig. Die Vorgänge drohen zu einem Präzedenzfall zu werden, warnen die betroffenen Medien und Menschenrechtsorganisationen.
mehr »

Kahlschlag bei DuMont in Köln

Die dju in ver.di kritisiert den Kahlschlag der Regionalredaktionen von Kölner Stadt-Anzeiger und Kölnischer Rundschau. Zum 30. September endet die Tätigkeit der Rheinischen Redaktionsgemeinschaft (RRG). 57 tarifgebundene Vollzeitstellen entfallen. Die betroffenen Beschäftigten müssen sich jedoch auf neu zugeschnittene Stellen bewerben. Eine Übernahmegarantie gibt es nicht.
mehr »

AI Act legt KI-Kennzeichnung fest

Petra Schwegler fasst für die Webseite der Medientage München die seit dem 2. August 2026 geltenden Bestimmungen zur KI-Kennzeichnung zusammen. Der AI Act gilt: Wer KI-generierte oder -manipulierte Inhalte veröffentlicht, muss das kennzeichnen. Die Regel gilt für Chatbots, für Deepfakes, für Werbespots, für alles künstlich Generierte.
mehr »