dpa: neues Recherche-Tool nutzt KI

Hauptstadtbüro der Deutschen Presseagentur in der Berliner Markgrafenstraße Foto: Christian von Polentz

Die dpa hat einen News-Hub mit einem Rechercheassistent basierend auf Künstlicher Intelligenz (KI) gestartet. „Die Antwortmaschine“ liefert zukünftig Redaktionen Antworten in Form von Zusammenfassungen. Diese basieren demnach auf aktueller dpa-Berichterstattung sowie Archivmaterial und verweisen zusätzlich auf Originalbeiträge. Das Tool, das die dpa zusammen mit dem US-Unternehmen You.com entwickelt hat, greife „zu 100 Prozent auf verlässliche Quellen“ zu, sagt Vize-Chefredakteurin Astrid Maier.

Die Zusammenfassungen erleichtern Redaktionen die Arbeit und „sparen wertvolle Zeit und Ressourcen“, erklärt dpa-CEO Peter Kropsch – Schluss mit Stichwortsuche und ewig durch Trefferlisten scrollen. Daneben bietet der News-Hub unter anderem eine persönliche News-Auswahl, kuratierte Themensammlungen sowie direkten Kontakt per Messenger zur dpa-Redaktion.

Die gesamte Anwendung ist browserbasiert und kann auch mobil genutzt werden. Der Umfang der Inhalte ist abhängig vom Vertrag des jeweiligen Medienhauses Das neue KI-Tool sei ein „entscheidender Meilenstein in der digitalen Transformation“ so Kropsch.

Weiterlesen zum Schwerpunkt KI in der Ausgabe 3/2023 der M.

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Krasse Kürzungen bei ARD und ZDF

  Für 58 Cent bekommt man heutzutage beim Bäcker allenfalls ein Brötchen von gestern. Dennoch haben einige Bundesländer ARD und ZDF eine entsprechende Erhöhung der Rundfunkabgabe auf monatlich 18,94 Euro verweigert. Trotz einer Verfassungsbeschwerde der Sender wird der Beitrag erst 2027 steigen, und dann wohl nur um 28 Cent. Vor allem innerhalb der ARD muss daher noch mehr gespart werden. Das schließt auch einen weiteren Stellenabbau mit ein.
mehr »

Medien-NGOs im Visier der Rechten

In Deutschland nehmen die Angriffe auf zivilgesellschaftliche Organisationen zu – angefeuert von extrem rechten Akteur*innen aus Politik, Medien und PR. Ihre Diffamierungs- und Desinformationskampagnen zielen darauf, vor allem Nichtregierungsorganisationen, finanziell auszutrocknen. Damit gefährden sie auch die Arbeit demokratischer Medienprojekte.
mehr »

Filmtipp: Was haben wir gelacht

Der Dokumentarfilm „Was haben wir gelacht“ mit Maren Kroymann, Hella von Sinnen, Bettina Böttinger, Gaby Köster und Esther Schweins blickt facettenreich, differenziert und  kurzweilig aus weiblicher Perspektive auf die Rolle der Frau in der Fernsehunterhaltung der Neunziger- und Nullerjahre. Eva Müller und Isabel Schneider dokumentieren mit Hilfe vieler Show-Ausschnitte, wie misogyn und homophob diese Zeit war.
mehr »

KI-Resilienz im Journalismus

In der aktuellen KI-Debatte schenkt sich keiner was. Kaum taucht der Verdacht auf, ein Kollege habe ChatGPT oder Claude zum Schreiben mitgenutzt, beginnt vielerorts bereits die öffentlichkeitswirksame KI-Spurensuche.Die aktuelle KI-Debatte zeigt, warum Redaktionen endlich praxistaugliche Leitlinien für einen souveränen Umgang mit der KI brauchen.
mehr »