RSF: Pressefreiheit weltweit unter Druck

Foto: RSF

Weltweit hat sich die Situation für Journalist*innen erneut verschlechtert: Zum ersten Mal in der 25-jährigen Geschichte der Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen (RSF) fällt mehr als die Hälfte aller Länder in die beiden schlechtesten Kategorien „schwierig“ und „sehr ernst“.

Besonders die rechtlichen Rahmenbedingungen haben sich für Medienschaffende verschlechtert, Journalismus wird weltweit immer häufiger kriminalisiert. Auch in demokratischen Ländern wird das Recht der Bürger*innen auf Information zunehmend beschnitten. Das geht aus der am Donnerstag veröffentlichten Rangliste der Pressefreiheit von „Reportern ohne Grenzen“ hervor.

Deutschland rutscht in der Rangliste ab

Deutschland belegt auf der Rangliste der Pressefreiheit 2026 Platz 14, ein Rückgang um drei Plätze. Grund dafür ist vor allem, dass Journalist*innen auf der Straße und im Netz wachsenden Bedrohungslagen ausgesetzt sind. Auch aus Redaktionen wurde RSF immer wieder geschildert, dass polarisierte Themen wie die Nahostberichterstattung zu erschwerten Arbeitsbedingungen führten.

„Nur noch einer von 100 Menschen weltweit kann sich durch eine vielfältige, gesunde Medienlandschaft informieren. Auch wenn wir den Niedergang der Pressefreiheit seit einem Vierteljahrhundert dokumentieren, bleibt dieser Befund dramatisch“, sagt Christian Mihr, Geschäftsführer für Politik und Strategie bei Reporter ohne Grenzen. „Dass Deutschland erneut Plätze verliert, ist auch Ausdruck eines aufgeheizten Klimas. Gerade bei der Berichterstattung über rechtsextreme Milieus oder den Krieg in Gaza berichten viele Journalist*innen von starkem Druck, hitzigen Debatten und der Sorge, öffentlich an den Pranger gestellt zu werden.“

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