Studie zeigt Kontinuität rechter Gewalt

Rechte Demo

Gewalt gegen Journalist*innen. Grafik: ver.di

Im Jahr 2025 wurden vom Europäischen Zentrum für Presse- und Medienfreiheit (ECPMF) insgesamt mindestens 34 Fälle physischer Angriffe auf Journalist*innen verifiziert. Nach einem Höchststand von 98 Fällen im Jahr 2024 liegt die Zahl für 2025 erstmals wieder unter dem Niveau von vor der im Jahr 2020 begonnenen Corona-Pandemie.

Die Zahl der Angriffe wird in der aktuellen Ausgabe von Feindbild Journalist:in als doppelt so hoch wie in den vier Jahren vor der Pandemie beziffert. In dieser Zeit gab es im Schnitt rund 17 Angriffe pro Jahr. Lediglich das erste Jahr der Betrachtung, in dem es besonders rund um das Mobilisierungsgeschehen von PEGIDA zu vielen Angriffen auf Medienschaffende kam, wies laut ECPMF mit 44 Angriffen eine ähnlich hohe Zahl auf. Insgesamt wurden auf MapMF 127 Fälle verschiedener Arten von Verletzungen der Pressefreiheit veröffentlicht. Rund 110 weitere Fälle konnten nicht abschließend verifiziert werden.

Demos besonders gefährlich für Medienschaffende

Physische Angriffe auf Journalist*innen treten laut ECPMF bundesweit auf, konzentrieren sich jedoch in bestimmten Regionen und urbanen Räumen. Demonstrationen bilden mit Abstand den zentralen Gewaltkontext. „Innerhalb dieses Kontexts sehen wir eine klare Kontinuität rechter Gewalt. Sie speist sich aus einem ideologisch antagonistischen und zugleich strategisch-instrumentellen Verhältnis zur freien Presse. Sie zeigt sich über Jahre hinweg in stabilen Akteurskonstellationen und wiederkehrenden Mobilisierungszusammenhängen“, sagt Patrick Peltz, Leiter der Studie.

Zugleich zeige sich, dass die Folgen dieser Gewalt ungleich verteilt sind. „Freie Journalist*innen sind strukturell schlechter abgesichert. Sie verfügen über weniger Schutz- und Unterstützungsmechanismen und tragen die Folgen von Angriffen häufig allein – entsprechend können diese für sie deutlich existenzbedrohender werden“, so Peltz.


HIER zur kompletten Studie

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