DOK Leipzig: ver.di-Preis für „Wildes Herz“

DOK Leipzig 2017 Foto: Susann Jehnichen

Die begehrten Goldenen und Silbernen Tauben sowie viele weitere Preise beim Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm DOK sind vergeben. Der ver.di-Preis ging im deutschen Wettbewerb an den Film „Wildes Herz“ von Charly Hübner und Sebastian Schultz.Im Erstlingswerk „Wildes Herz“ des unter anderem als kantiger Rostocker Polizeiruf-Ermittler bekannten Schauspielers Hübner geht es um die erfolgreiche norddeutsche Punkband „Feine Sahne Fischfilet“ und deren Engagement gegen Rechts. Im Mittelpunkt steht der charismatische, schwergewichtige Jan „Monchi“ Gorkow.

Er ist der Frontmann der jungen Punk-Combo, die vom Verfassungsschutz beobachtet und als „gefährlichste Band Mecklenburg-Vorpommerns“ gehandelt wird. Doch darum geht es Neu-Filmemacher Hübner und seinem Partner Schultz nicht in erster Linie. Der Film zeigt, wie Monchi und seine Musikerkollegen ihre Wut in Musik kanalisieren und sich politisch positionieren: Nazis sollen sich nicht auf ihren Konzerten wohl fühlen – diese Botschaft schreien sie auf ihren Konzerten immer wieder in die tobende Menge. Der Film heimste auch noch den DEFA-Förderpreis, den Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts und den „Gedanken-Aufschluss-Preis“ der Strafgefangenen-Jury der JSA Regis-Breitingen ein. „Wildes Herz“ kommt im April 2018 in die Kinos.

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„Starker Einsatz“ für starke Frauen

Regisseurin Barbara Rohm und Kamerafrau Birgit Gudjonsdottir sind am Freitagabend bei der feierlichen Gala des Deutschen Schauspielpreises mit dem ver.di-Preis „Starker Einsatz“ ausgezeichnet worden. Die ZDF/Arte-Serie „Bad Banks“ räumte in den Kategorien „Schauspielerin in einer Hauptrolle“ und „Schauspieler in einer Hauptrolle“ gleich zwei Mal ab. Gut lief es auch für die ARD-Produktionen „Gladbeck“ und „Babylon Berlin“. Am meisten Beachtung fanden die klaren Worte eines jungen Ausnahmetalents zur Spaltung und zum Rechtsruck innerhalb der Gesellschaft.
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Vom kleinen Klüngel auf die große Bühne

Egal, ob Talkshows oder Titelstorys: Die Neue Rechte setzt die Themen, bestimmt die Begriffe. „Vom kleinen Klüngel wurde sie auf die ganz große politische Bühne gespült“, sagt der Journalist Hanning Voigts von der „Frankfurter Rundschau“. Den Mainstream-Medien wird vorgeworfen, dabei mitgeholfen zu haben. Mit ihrer Berichterstattung rückten sie rechte Themen stark in den Fokus. Die Frage: Warum machen sie das und was lässt sich dagegen tun? stand beim „Runden Tisch für Interkulturellen Mediendialog“ zur Medienarbeit der Neuen Rechten in Frankfurt am Main im Mittelpunkt.
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Postfach im Darknet

Auf Basis der Software SecureDrop haben Medien wie die New York Times, die Washington Post und der britische Guardian abhörsichere Postfächer im Darknet installiert. Das schützt auch Whistleblower ohne größere IT-Kenntnisse vor Enttarnung. Er wusste, was er tat: Als Edward Snow­den im Jahr 2013 mit dem Journalisten Gleen Greenwald Kontakt aufnahm, befand er sich noch in dem Land, dessen Behörden ihn bald als Staatsfeind jagen würden. Anonymisierungstechnologien, die er virtuos beherrschte, ermöglichten ihm, selbst zu bestimmen, ob und wann er seine Identität offenbart.
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Mitbestimmung bei neuer Software

Die Umstellung war gewaltig: Als sich vor rund vier Jahren der Vorstand der Axel Springer SE entschloss, die Microsoft Office 365-Plattform „moveoffice“ einzuführen, stellte das die im Konzern übliche Arbeitsweise auf den Kopf. Neben bekannten Anwenderprogrammen wie Word, Excel oder Powerpoint umfasst die Software viele zusätzliche Komponenten zum Teilen und gemeinsamen Arbeiten sowie eine Datencloud. Der Konzernbetriebsrat sah sich mit ganz neuen Problemen konfrontiert. „Die Einführung von moveoffice ist die größte Umwälzung, die ich hier erlebt habe. Sie berührt alle Arbeitsbereiche, verändert die Unternehmenskultur, die Arbeitsorganisation und die Zusammenarbeit. Wir…
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