EURO-Transporte

ver.di protestiert gegen Behinderung von Pressefotografen durch Polizeibeamte

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft protestiert gegen die Behinderung der Arbeit von Bildjournalisten durch die Polizei. Anlass ist ein Vorfall vom 14. Dezember 2001 in Neu-Isenburg bei Frankfurt am Main. Ein freier Pressefotograf, der auf einer Bundesstraße einen mit Begleitfahrzeugen der Polizei gesicherten EURO-Transport aufnehmen wollte, wurde von Beamten der hessischen Bereitschaftspolizei zur Löschung der digitalen Aufnahmen aufgefordert. Begründet wurde die Aufforderung mit einem angeblichen Fotografierverbot von Geld-Transporten im Zusammenhang mit der EURO-Einführung. Dazu gebe es eine „Abmachung“. Unter dem Druck der „Argumente“ löschte der Journalist einige Aufnahmen.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft stellt klar, dass es ein solches Fotografierverbot nicht gibt. Es gibt auch keine Abmachungen etwa der Journalistenorganisationen dazu. „Bei allem Verständnis für die Sicherheitsprobleme bei den Geldtransporten kann es nicht angehen, dass Polizeibeamte mit falschen Behauptungen ein Fotografierverbot und die Löschung von Aufnahmen durchsetzen“, kritisiert Manfred Moos vom Fachbereich Medien des hessischen ver.di-Landesbezirks. Von der hessischen Bereitschaftspolizei wurde den Bildberichterstattern über ver.di inzwischen das Angebot gemacht, Geldtransporte nach vorheriger Absprache aufzunehmen.

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Drei Fragen: Altersversorgung von Filmschaffenden

Für alle Beschäftigten vor und hinter der Kamera soll ab Beginn des Jahres 2027 einheitlich die tarifvertragliche betriebliche Altersversorgung gelten. Dafür hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) zusammen mit der Produktionsallianz und der Schauspielgewerkschaft BFFS die Allgemeinverbindlichkeit beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) beantragt.
mehr »

Weniger Frauen in Führungspositionen

Der Frauenmachtanteil in den deutschen Leitmedien ist laut Pro Quote Medien erneut gesunken. Das zeigt eine neue Leitmedienzählung. Der gewichtete Frauenmachtquotient liegt aktuell bei  37,3 Prozent – ein weiterer Rückgang um 0,2 Prozentpunkte gegenüber Januar 2026.
mehr »

Altersvorsorge für Filmschaffende

Für jede fiktionale Filmproduktion, die als Kinofilm, Film und Serie im Fernsehen oder in Streamingdiensten erscheint, soll für alle Beschäftigte vor und hinter der Kamera ab Beginn des Jahres 2027 einheitlich die tarifvertragliche betriebliche Altersversorgung für Filmschaffende gelten. Der dazu für die Branche vereinbarte Tarifvertrag besteht bereits seit gut einem Jahr.
mehr »

Journalist weiter in syrischer Haft

Zivilgesellschaftliche Gruppen rufen dazu auf, sich weiter für die Freilassung des kurdischen Journalisten Ahmet Polad einzusetzen. Er war im Januar gemeinsam mit seiner deutschen Kollegin Eva Maria Michelmann  in der nordsyrischen Stadt Raqqa verschwunden. Seit dem 19. Juni 2026 ist Michelmann wieder in Köln. Polad ist weiter in Haft.
mehr »