Freischreiber gegründet

Neue Interessenvertretung für unabhängigen Journalismus

Freischreiber nennt sich ein neuer Berufsverband freier Journalistinnen und Journalisten, der am 15. November in Berlin gegründet wurde. Die 140 freien Journalisten verständigten sich auf dem Gründungskongress auf gemeinsame Standards und Forderungen. Zum Vorsitzenden wurde Kai Schächtele, freier Journalist in Berlin gewählt. Stellvertreter sind Eva-Maria Schnurr, Wissenschaftsjournalistin in Hamburg, und Felix Zimmermann, freier Journalist in Oldenburg. Benno Stieber ist Schatzmeister, Beisitzer sind Uta Heyder, Julia Schoon, Wolfgang Michal, Tobias Romberg, Thilo Schmidt.
Freischreiber versteht sich als ein Verband hauptberuflich freier Journalisten, die in den Bereichen Print, Hörfunk, Fernsehen und Online arbeiten. Der Verband setze sich für eine weitere Professionalisierung der Zusammenarbeit zwischen Redaktionen und Autoren sowie bessere Arbeitsbedingungen und angemessene Honorare ein, heißt es in einer Pressemitteilung. Der Kongress verabschiedete einhellig eine Selbstverpflichtung, die die Vermischung von Journalismus und PR ausschließt. Danach verpflichtet sich jedes Mitglied „zur Wahrung der journalistischen Unabhängigkeit“. Abhängigkeiten und Interessenverflechtungen müssen offengelegt werden.

 
nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

ZDF textet nur noch in Ausnahmefällen

Seit Dezember 2025 gilt der Reformstaatsvertrag zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Damit haben die Bundesländer die Vorgaben für die Sender verschärft, ihre Online-Angebote nicht presseähnlich zu gestalten. Eine Textberichterstattung erfordert seitdem, mit wenigen Ausnahmen, einen aktuellen Sendungsbezug. Das ZDF reagierte auf den erhöhten Bewegtbild-Bedarf mit strukturellen Änderungen.
mehr »

Drei Fragen: Altersversorgung von Filmschaffenden

Für alle Beschäftigten vor und hinter der Kamera soll ab Beginn des Jahres 2027 einheitlich die tarifvertragliche betriebliche Altersversorgung gelten. Dafür hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) zusammen mit der Produktionsallianz und der Schauspielgewerkschaft BFFS die Allgemeinverbindlichkeit beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) beantragt.
mehr »

Weniger Frauen in Führungspositionen

Der Frauenmachtanteil in den deutschen Leitmedien ist laut Pro Quote Medien erneut gesunken. Das zeigt eine neue Leitmedienzählung. Der gewichtete Frauenmachtquotient liegt aktuell bei  37,3 Prozent – ein weiterer Rückgang um 0,2 Prozentpunkte gegenüber Januar 2026.
mehr »

Nachschlagewerk gegen Einschüchterungsklagen

Die No SLAPP Anlaufstelle hat ihr aktuelles Handbuch veröffentlicht: Hier lesen Sie jede Woche ein neues Kapitel daraus. Das Handbuch bündelt das Wissen aus zwei Jahren Beratungspraxis sowie die Expertise des rechtlichen Beirats und weiterer Kooperationspartner*innen. Es ist ein zentrales Referenzwerk für alle, die sich gegen strategische Klagen informieren, zur Wehr setzen und darüber berichten möchten.
mehr »