Gut zu wissen

Initiative Qualität | Gegen eine zunehmende Kommerzialisierung von Sprache hat sich die Initiative Qualität im Journalismus (IQ) auf ihrer Sitzung am 8. Juni in Bonn gewandt. Immer mehr Einrichtungen (z. B. Stadien) und Ereignisse (z. B. Bundesliga) von öffentlicher Bedeutung würden zu Werbezwecken mit neuen Namen versehen, heißt es in einer Pressemitteilung. IQ würde sich gegen jeden Versuch wehren, Journalisten zur Verwendung solcher Bezeichnungen in der Berichterstattung zu zwingen, da dies einer Zensur gleichkäme. www.initiative-qualitaet.de

Delegiertenkonferenz | Die dju Hessen hält ihre Landesdelegiertenkonferenz am 7. Oktober 2006, in Frankfurt am Main ab. Zuvor finden regionale Versammlungen statt, zu denen die Mitglieder der dju eingeladen werden. Stattgefunden hat bereits die Regionalversammlung in Südhessen. Offenbach / Hanau tagt am 30. Juni. Auf der Landedelegiertenkonferenz werden ein neuer Landesvorstand gewählt, vier Mitglieder für die Bundestarifkommission sowie die Delegierten für die dju-Bundeskonferenz 2007.

Forum | Seit dem 1. Juni gibt es ein neues Format innerhalb des ver.di Auftritts. Mit www. perspektiven.verdi.de wurde ein Forum für die gesellschaftspolitische Debatte geschaffen, das sich an Interessierte innerhalb und außerhalb von ver.di richtet. Hier kann man sich über die Programmdebatte in ver.di ebenso informieren wie über andere gesellschaftspolitische Themen. Mit fünf Themenbereichen wird ein Anfang gemacht. Dabei sollen auch solche Beiträge veröffentlicht werden, die konträr zu ver.di-Positionen stehen. Alle sind eingeladen, sich mit Beiträgen und Leserbriefen zu beteiligen. http://medien-kunst-industrie. hessen.verdi.de/

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Mental stark in Krisenzeiten

Wie können Journalist*innen den Zustand der Welt noch abbilden, fragte im November die Friedrich-Ebert-Stiftung. Wie kommen sie selbst mit der Dauerkrisensendung klar? Eine Antwort darauf versuchte der Kommunikationswissenschaftler Stephan Weichert zu geben: einen resilienten Journalismus. Ziemlich nüchtern berichtete Andrea Beer über ihre Arbeit als ARD-Hörfunkkorrespondentin in der Ukraine. Angehenden und jungen Journalist*innen zeigte sie per Videostream Fotos von ihren Einsätzen – etwa bei den Toten in der Nähe der zurückeroberten Stadt Isjum im Nordosten.
mehr »

Feminismus im Comic: Ganz ohne Superman

Comics waren lange eine Sache von Männern und Jungs. In ihren Abenteuern retteten maskuline Helden wie Superman die Welt, Zeichner dominierten die Branche. Doch das ändert sich: Viele der aufsehenerregenden Comics der vergangenen Jahre stammen von Frauen. Die Zeichnerinnen erzählen aus ihrem Leben, hinterfragen stereotype Geschlechterrollen und machen feministische Begriffe und Theorien populär. Doch ganz neu ist das nicht: Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass feministische Ideen schon sehr früh Teil der Comickultur waren.
mehr »

Journalismus: Wenn Arbeit krank macht

Die Journalistin Mar Cabra ist Mitbegründerin von „Self Investigation“. Die Stiftung mit Sitz in den Niederlanden gibt es seit November 2021. Ihr Ziel ist, die Situation der mentalen Gesundheit von Journalist*innen zu verbessern. Dabei schöpft die gebürtige Spanierin aus ihren Erfahrungen mit einem Burnout. Die Pulitzer-Preisträgerin arbeitete 15 Jahre lang als Journalistin in spanischen und internationalen Medien, unter anderem bei der BBC oder der spanischen Zeitung "El Mundo".
mehr »

Im Schatten des Ukraine-Krieges

Über den konkreten Verlauf des russischen Angriffskriegs in der Ukraine wird das deutsche Publikum seit Beginn der Invasion in allen Medien umfassend informiert. Das diesjährige Treffen des Korrespondenten-Netzwerks „Weltreporter“ am 11. November in Hamburg kreiste dagegen um das Thema „Nebenkriegsschauplätze: Wie Russlands Krieg die Welt verändert“. Erstmals erprobt wurde dabei das Format eines „Reporterslams“. Fazit: Viele Weltregionen sind in der Berichterstattung nach wie vor unterbelichtet.
mehr »