[ju:ni:k] – einzigartig

Ein Jugendmagazin engagiert sich für Entwicklungsprojekte

Seit Mitte Januar wird an Deutschlands Schulen das neue Jugendmagazin [ju:ni:k] verkauft. In ihm geht es nicht um die neues­ten Trends, Sexualberatung oder die güns­tigs­ten Handytarife, sondern um Entwick­lungshilfepolitik aus der Sicht Jugendlicher. [ju:ni:k] ist die englische Lautschrift für das Wort einzigartig und hinter dem Projekt steht auch eine einzigartige Idee.

Schülerinnen und Schüler wollen oft helfen, wissen aber nicht wie. Mit dem Verkauf dieser Zeitschrift an den Schulen oder in ihrem Freundeskreis können sie etwas für Gleichaltrige in ärmeren Regionen dieser Welt tun“, sagt Mitherausgeber Phi­lippe Gröschel vom Landesschülerbeirat Baden-Württemberg. Von den 2 Euro Verkaufspreis geht pro Heft 1 Euro an entwicklungspolitische Projekte. Käufer und Verkäufer des Heftes können auf der [ju:ni:k]-Webseite sogar abstimmen, für welches der je fünf im Heft vorgestellten Projekte ihr Euro Spendenanteil verwendet werden soll. Bei einer Startauflage von 220.000 Exemplaren müssten somit pro Ausgabe rund 100.000 Euro als Projekthilfe zusammen kommen.
Herausgegeben wird [ju:ni:k] vom Verein für entwicklungspolitische Bildung, in dem neben Kirchenvertretern vor allem Jugendliche aus den landesweiten Schülervertretungen sitzen. Eine Anschubfinanzierung für das 50-Seiten-Magazin kam von privaten Sponsoren, dem Bun­desministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit, aber auch von der evangelischen und der katholischen Kirche. „Das Besondere an dem Heft ist, dass es aus unserer Initiative heraus entstanden ist. Wir haben keinerlei Verlagsstrukturen mit großem Kapital im Hintergrund und konnten auch keine Null-Nummer produzieren, um sie an Schulen Probe zu testen. Wir müssen auf diese erste Ausgabe setzen“, sagt Mitinitiator Philippe Gröschel.
Die jungen Blattmacher aus den Schulen werden von der gelernten Journalistin Sannah Koch aus Hamburg betreut. Autoren, die bei [ju:ni:k] gutes Geld verdienen wollen, muss die Kollegin jedoch enttäuschen. Sie selbst arbeitet nur auf Honorarbasis und muss neben der Qualität vor allem auf die Kosten achten. „Wir bauen jetzt ein Netzwerk von Korrespondenten auf, die bereit sind, auch für ein geringes Festhonorar für uns zu arbeiten. Und da haben alle bisher Angesprochenen nur positiv reagiert und es gab keine empörten Zurückweisungen. Zunehmend melden sich auch bei uns Jugendliche und Schüler, die für ein Jahr etwa in Thailand oder Südafrika waren, und nun für uns schreiben wollen“, erzählt die Journalistin.
Drei Mal im Jahr soll [ju:ni:k] erscheinen. Im ersten Heftteil werden Reportagen aus der ganzen Welt ab- bzw. mit freundlicher Genehmigung professioneller Journalisten nachgedruckt. Es geht um die Freizeitwelt von Jugendlichen etwa im Sudan, Sri Lanka oder auf Kuba. Und deutsche Jugend­liche berichten aus ihrer eigenen Erfahrungswelt.
[ju:ni:k] ,Postfach 08 01 17, 10001 Berlin E-Mail: info@junik-magazin.de
Internet: www.junik-magazin.de

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