Redaktionsgemeinschaft startet

Die DuMont Redaktionsgemeinschaft nimmt am 19. April ihre Arbeit auf. 24 Redakteure werden aus Berlin und Frankfurt die Berliner Zeitung, die Frankfurter Rundschau, den Kölner Stadt-Anzeiger und die Mitteldeutsche Zeitung mit Texten aus Politik und Wirtschaft beliefern. Alle vier Titel halten 25 Prozent an der neuen GmbH. Die Leitung der neuen Redaktionsgemeinschaft hat Brigitte Fehrle, bisher Vize-Chefin der Berliner Zeitung.

Die Gewerkschaften ver.di und JVBB/DJV Berlin befürchten nach Gründung dieser neuen Redaktionsstruktur weitere sogenannte Synergie-Projekte im Hause DuMont Schauberg, die negative Auswirkungen für die Mitarbeiter haben könnten. Deshalb haben sie dem für Strategiefragen zuständigen MDS-Vorstand Konstantin Neven DuMont Anfang März detaillierte Tarifforderungen übermittelt. Diese waren zuvor in einer Mitgliederversammlung der in den Berliner Betrieben vertretenen Gewerkschaften formuliert worden. Im Kern geht es nach dem Votum der Mitglieder darum, weiteres Ausbluten in den verschiedenen Verlagen und Betrieben zu verhindern, also um Rationalisierungsschutz und Beschäftigungssicherung.

Mehr Informationen unter: www.dju-berlinbb.de/

nach oben

weiterlesen

RBB: Neuer Anstrich ohne Vorwarnung

Die Ankündigung kam ohne Vorwarnung. Am 15. Februar erhielten die Redaktionen des RBB-Vorabendprogramms die Hiobsbotschaft: Zum Jahreswechsel 2021/22, so teilte Torsten Amarell, Leiter der so genannten „Contentbox Gesellschaft im RBB“ den konsternierten Mitarbeiter*innen mit, bekomme der Vorabend einen komplett neuen Anstrich. Die bewährten Sendungen „rbb um 6“ und „zibb -zuhause in Berlin und Brandenburg“ werden gestrichen. An ihre Stelle treten „90 Minuten live mit Nachrichten, Ratgeber und einem neuen Talk“.
mehr »

Die Medienmacht von Facebook und Google

Die schwere Krise der Printmedienbranche ist eng verknüpft mit der Übermacht US-amerikanischer Internetplattformen wie Google & Co. Erst kürzlich blockierte Facebook sämtliche Nachrichteninhalte für australische Nutzer, um gegenüber der dortigen Regierung seine Position im Streit um ein Mediengesetz zu untermauern. Um die Regulierung von Plattformkonzernen kreiste die jüngste Videokonferenz der Initiative „Innovative Wege zur Sicherung der Qualität und Vielfalt der Medien“ der Universität Dortmund.
mehr »

Scharfe Kritik an Plänen zur Fusion von ARD und ZDF

Wenn es nach Teilen der Union geht, könnten ARD und ZDF bald zusammengelegt werden. Künftig solle es nur noch eine öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt geben, heißt es in einem Papier der Mittelstandsunion. Danach sollen die bisherigen Sender unter einem Dach fusionieren. „Mehrfachstrukturen entfallen“ und weniger Unterhaltung soll angeboten werden. Ver.di kritisierte den Vorschlag scharf, der von Lobbyinteressen geleitet sei.
mehr »

Australische Medien müssen zahlen

Nach rund dreieinhalb Monaten ist das spektakuläre Verfahren gegen ursprünglich 36 Journalist*innen und Medienunternehmen in Australien beendet. Den Angeklagten wurde vorgeworfen, gegen eine gerichtliche Nachrichtensperre im Prozess gegen den australischen Kardinal George Pell wegen Kindesmissbrauchs im Dezember 2018 verstoßen zu haben. Der Prozess gilt als einzigartig für ein demokratisches Land, weil er offenbart, wie eingeschränkt die Pressefreiheit in Australien weiterhin ist: durch Gesetze, die noch aus der britischen Kolonialzeit stammen. 
mehr »