Schriftsteller gegen Rundfunk-Kürzungen

Bild: M/Dreßler

Der Verband deutscher Schriftsteller*innen (VS in ver.di) kritisiert, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk (ÖRR) seinem Bildungsauftrag nicht mehr gerecht werden könne und warnt vor der Einschränkung kultureller Vielfalt. Der Verband wendet sich gegen geplante Kürzungen, die Zentralisierung kultureller Inhalte und die Streichung von Arbeitsplätzen. Die Politik müsse den öffentlich-rechtlichen Rundfunk finanziell ausreichend ausstatten, fordert der Verband.

Insbesondere Buchbesprechungen, Rezensionen und Hörspielredaktionen seien von Kürzungen betroffen, fürchtet der Verband. Erfolgreiche Kulturformate würden abgesetzt oder auf späte Termine mit geringen Einschaltquoten verschoben werden. Der VS in ver.di kritisiert ein eklatantes Unverständnis darüber, welche Rolle Kultur als geistige und diskursive Ressource für eine Gesellschaft spiele.

Gerade in Zeiten in denen der politische und kulturelle Konsens innerhalb der Gesellschaft auf dem Spiel stehe, seien die geplanten Reformen gesellschaftlich und politisch besonders heikel.

Auch die Unsicherheit für feste und freie Mitarbeiter*innen sei besorgniserregend und gefährde ihre wirtschaftliche Existenz.

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Umfragen, die ins Weltbild passen

Junge Männer wollen, dass Frauen ihnen gehorchen? Meinungsforschungsinstitute vermarkten geschickt ihre zweifelhaften Umfrageergebnisse - und Medien folgen unkritisch der vorgegebenen Interpretation. Wie sich Geschlechterrollen auch in der Berichterstattung verfestigen können.
mehr »

Kritisch, regional und investigativ

„Regionaljournalismus – wichtiger denn je“ war das Forum der Initiative Qualität im Journalismus im Presseclub Nürnberg überschrieben. Die Initiative, bei der auch die dju in ver.di mitarbeitet, diskutierte über die in der Region besonders große Dichte von Privatradios, das Berichten über Rechtsextremismus und Deepfakes.
mehr »

Tschüss Papier, hallo Pixel

Ab heute ist die überregionale Tageszeitung nd-Der Tag, nach 80 Jahren, nur noch online zu lesen. Die gedruckte Wochenendausgabe bleibt bestehen. Seit dem 1. Januar 2022 hat die Zeitung die Rechtsform einer Genossenschaft.
mehr »

Immer Ärger mit der Obrigkeit

In seinem aktuellen Buch „Meinungsfreiheit“ analysierte Ronen Steinke deren aktuellen Zustand. Der promovierte Jurist und leitende Redakteur bei der Süddeutschen Zeitung spricht mit M über seine Schlussfolgerungen.
mehr »