Storytelling für Journalisten

Marie Lampert, die 2011 zusammen mit Rolf Wespe den Ratgeber „Storytelling für Journalisten” verfasst hat, antwortet auf die Frage, ob Storytelling besserer Boulevardjournalismus sei:
„Im Emotionalisieren und Dramatisieren sind Boulevardjournalisten spitze. Trotzdem ist der Nährwert ihrer Geschichten oft unbefriedigend, weil sie sich mit Aufregern zufrieden geben und sie nicht nutzen, um die Geschichte dahinter zu erzählen.

Storytelling ist eine Methode, die nicht zwangsläufig zu gutem Journalismus führt, aber zu gut lesbaren und für die Zielgruppe attraktiven Texten. Kommen dazu gründliche Recherche und ein reflektiertes Selbstverständnis unserer Rolle als Journalisten – dann wird Storytelling zu einem überzeugenden Werkzeug von Qualitätsjournalismus.”

http://www.abzv.de/storytelling/?aktion=faq

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„Art versus Labour“

Auf Einladung der ver.di-FilmUnion diskutierten in Berlin im Rahmen der Berlinale Vertreter_innen aus Filmwirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gewerkschaften über den Widerspruch zwischen der wirtschaftlichen Bedeutung der Kultur- und Kreativbranche und der von unterdurchschnittlichen Löhnen und fehlenden Sicherheiten geprägten Arbeitsrealität der Kreativen.
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Keine Lückenbüßer

M | Das Fernsehen finanziert über weite Strecken den Dokumentarfilm, liebt ihn aber nicht. Warum dieses gestörte Verhältnis? Sabine Rollberg | Das Traurige ist, dass die meisten Dokumentarfilme die Finanzierung des Fernsehens brauchen. Auch die sonstigen Finanzierungsquellen sind daran gebunden. In Deutschland verlangt die Filmförderung, dass man einen Letter of intent, also die Absichtserklärung einer Fernsehanstalt, mitbringt. Insofern verengt sich der Kreis. Man kann Dokumentarfilm sicherlich auch frei finanzieren, wenn man reicher Erbe ist oder wenn man eine Stiftung findet oder über Crowdfunding.
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Landesmutter besiegt Alpha-Männchen

„Angela Merkel – Mutti oder Eiskönigin“, fragt eine ARTE-Dokumentation über die Bundeskanzlerin im Dezember 2016. „Die SPD-Basis feiert ihre 'Landesmutter'", titelt das Handelsblatt im Februar 2017 zum Wahlkampfauftakt von NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Zwei Amtsinhaberinnen stellen sich im Mai und im September wieder zur Wahl. Ist Politik weiblicher geworden und haben sich die Medienbilder gewandelt – hin zu mehr Gleichstellung?
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Presserat veröffentlicht Leitsätze zum Kodex

Der Deutsche Presserat hat wie angekündigt Leitsätze veröffentlicht, die die Regeln für die Kriminalberichterstattung in Richtlinie 12.1 des Pressekodex ergänzen. Diese Richtlinie war mit Blick auf den Diskriminierungsschutz kürzlich präzisiert worden.
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