Storytelling für Journalisten

Marie Lampert, die 2011 zusammen mit Rolf Wespe den Ratgeber „Storytelling für Journalisten” verfasst hat, antwortet auf die Frage, ob Storytelling besserer Boulevardjournalismus sei:
„Im Emotionalisieren und Dramatisieren sind Boulevardjournalisten spitze. Trotzdem ist der Nährwert ihrer Geschichten oft unbefriedigend, weil sie sich mit Aufregern zufrieden geben und sie nicht nutzen, um die Geschichte dahinter zu erzählen.

Storytelling ist eine Methode, die nicht zwangsläufig zu gutem Journalismus führt, aber zu gut lesbaren und für die Zielgruppe attraktiven Texten. Kommen dazu gründliche Recherche und ein reflektiertes Selbstverständnis unserer Rolle als Journalisten – dann wird Storytelling zu einem überzeugenden Werkzeug von Qualitätsjournalismus.”

http://www.abzv.de/storytelling/?aktion=faq

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Unglaubliche Umfragen und trickige Schlüsse

Podcasts boomen, zumindest in den Schlagzeilen. Tun sie das wirklich? Wo sind verlässliche Zahlen, die Podcasts mit anderer Mediennutzung vergleichbar machen? Es gibt sie kaum. Den Markt mit vielen Akteuren, Plattformen, Tools und Diensten zu messen ist schwierig, weil das im klassischen Verbreitungsweg technisch nicht vorgesehen ist. Daher wird der Erfolg von Podcasts gerne über Umfragen ermittelt. Anlässlich der Verleihung des Deutschen Podcast Preises nehmen wir eine solche Umfrage kritisch unter die Lupe.
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Berliner Polizei gerät in Erklärungsnot

Bei den jüngsten Protestaktionen von A 100-Gegner*innen in Berlin-Neukölln und Treptow ist die Berliner und Bundespolizei massiv gegen Journalistinnen und Journalisten vorgegangen, die darüber berichten wollten. Für Renate Gensch, Landesvorsitzende der Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di Berlin-Brandenburg, ist es ein “Unding“, dass Journalist*innen teilweise mit polizeilicher Einkesselung an der Berufsausübung gehindert wurden, sie sieht eine „klare Behinderung der Pressefreiheit“.
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ProQuote: Gegen ein – „Hatten wir schon“

„Lasst uns einfach keine Arschlöcher werden“, wünschte sich taz-Entwicklungsredakteurin Luise Strothmann zu Beginn des digitalen ProQuote Camps am 4. Juni. Unter dem Tagungstitel „We've got the Power – Wohin mit unserer Macht?“ diskutierten ein Mann und viele Frauen aus Medien, Politik und Zivilgesellschaft über einen Journalismus der Zukunft, der sich mehr an den Rezipient*innen orientiert, inklusiver und solidarischer ist, der alte patriarchale Strukturen aufbricht.
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Fragen an Relotius zu seinen Fälschungen

Der frühere Spiegel-Reporter Claas Relotius hat zweieinhalb Jahre nach Bekanntwerden des Betrugsskandals bei dem Nachrichtenmagazin erstmals ausführlich in einem Interview über seine gefälschten Texte gesprochen. Dem Schweizer Magazin Reportagen sagte er auf die Frage, wie viele seiner insgesamt 120 verfassten Texte in seiner Journalistenzeit korrekt waren: „Nach allem, was ich heute über mich weiß, wahrscheinlich die allerwenigsten.“
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