Studies in ver.di

Eigenständige Projekte quer durch die Fachbereiche

Gewerkschaften sind allgemein als Arbeitnehmerorganisationen bekannt. Nicht falsch soweit, doch lange nicht genug. Bereits für Studentinnen und Studenten bietet ver.di eine Menge Möglichkeiten und Perspektiven zum Engagement.

19.976 studentische Mitglieder (Stand 07.07.2004) sind in ver.di organisiert. Für sie stellt sich die Frage, welcher Fachbereich für sie das beste Angebot bereit hält. Naheliegend ist die Mitarbeit im Fachbereich 5 – Bildung, Wissenschaft und Forschung“. Nicht immer treffen sie dort jedoch die Leute, mit denen sie perspektivisch mal ein Büro teilen könnten.

Journalismusstudenten sollten sich beispielsweise mal auf der dju-campus-Seite umschauen, der Homepage des Hochschulprojekts der deutschen Journalistinnen- und Journalistenunion in ver.di (www.dju-campus.de) Die Angebote sind speziell für angehende Journalistinnen und Journalisten gedacht, die hier Tipps für einen Einstieg ins Berufsleben finden.

Innerhalb von ver.di hat sich im Bezug auf die Studierendenarbeit einiges getan. Sie ist zwar weiterhin an den Fachbereich 5 gebunden. Die Mitglieder der neugegründeten Projektgruppe „Studierende“ sind sich jedoch einig, dass die Arbeit nur fachbereichsübergreifend sinnvoll ist. Das wichtigste Ziel der bundesweiten Projektgruppe ist, Studierende als festen Bestandteil in ver.di zu integrieren. Natürlich soll die bisherige Arbeit und Auseinandersetzung mit studentischen Themen vernetzt und ausgebaut werden.

Ein Augenmerk legen die aktiven Studentinnen und Studenten auf eigenständige Studierendenprojekte, die mit Unterstützung des Bundesfachbereichsvorstandes selbstständig initiiert und aufgebaut werden. Da man für solche Projekte nie genug Leute haben kann, werden hier immer kreative Köpfe gesucht.

Der „Übergang vom Studium zum Beruf“ ist ein Thema, dass die Gruppe ganz besonders beschäftigen wird. In Kooperation aller studentischer Mitglieder von ver.di werden bildungspolitische Grundpositionen erarbeitet. Die hochaktuelle und sehr brisante Debatte zur Studienfinanzierung fällt ebenfalls in den Aufgabenbereich der Arbeitsgruppe.

Dass Studierende oftmals neben dem Studium arbeiten, ist mittlerweile sehr verbreitet. Zurecht wirken deshalb die Betroffenen bereits auf verschiedenen Ebenen bei der Tarifvertragsinitiative für studentische Beschäftigte mit. Lokal oder regional engagieren sie sich in Projekten wie z. B. „students at work“ von der DGB-Jugend oder in örtlichen Hochschulgruppen von ver.di. Besonders aktiv sind die Hochschulgruppen in Berlin, Hamburg und Leipzig, aber auch in Thüringen und in Nordrhein-Westfalen findet aktive Studierendenarbeit statt. Neben konkreten Projekten versuchen die Studierenden selbstverständlich auch, sich in die alltägliche Hochschulpolitik einzubringen.

Für die Arbeitsgruppe „Studierende“ sind die Kontakte zu bereits bestehenden Netzwerken oder Fachgruppen unerlässlich, Kooperationen wie beispielsweise mit der ver.di Jugend, den Stipendiaten der Hans-Böckler-Stiftung und anderen Studierenden der DGB-Mitgliedsgewerkschaften sollen genutzt und ausgebaut werden.

Studierendenarbeit in ver.di muss weiterentwickelt werden, und das geht bekanntermaßen am besten mit den Betroffenen selbst. Für Projekte, Diskussionen und die Erarbeitung von Strategien suchen wir interessierte Studies, die Lust auf gewerkschaftliche studentische Arbeit haben. Damit auch die Interessen von Studenten aus dem Fachbereich Medien und Kommunikation vertreten sind, bitten wir Euch um Mitarbeit.


Richtig bewerben

Einen kostenlosen Online Workshop zum Thema „Richtig bewerben – Tipps für Medienmacher“ findet sich ab sofort unter www.journalistenlinks.de. Hier wird erklärt, was eine gelungene Bewerbung ausmacht, wie man ein überzeugendes Anschreiben formuliert und seinen Lebenslauf sinnvoll strukturiert. Daneben findet sich eine Stellenbörse mit 200 Angeboten, darunter auch 50 offene Praktika.

Kontakt

Wenn ihr Interesse habt, wendet euch bitte an uns:
Yvonne Baumann (Mitglied der Projektgruppe Studierende)
Kontakt:

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„Goldene Kartoffel“ für ältere Herren

Rund ums Karrieremachen und um „unterirdische Berichterstattung“ im Einwanderungsland Deutschland ging es bei der diesjährigen Bundeskonferenz der Neuen deutschen Medienmacher*innen (NdM) in Köln. Sowohl bei der Podiumsdiskussion mit arrivierten Journalist*innen aus Familien mit Migrationsgeschichte als auch bei der Verleihung des Negativpreises „Goldene Kartoffel“ herrschte eine motivierende Aufbruchstimmung – mit viel Selbstbewusstsein und leichter Ironie.
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Seit gestern steht der Vorwurf des Machtmissbrauchs bei Springer durch Bild-Chefredakteur Julian Reichelt erneut im Licht der Öffentlichkeit. Journalist*innen des Ippen-Verlages wollten nach wochenlanger Recherche über neue Erkenntnisse berichten. Verleger Dirk Ippen stoppte die Veröffentlichung. Das Team „Ippen Investigativ“ protestiert, da dies „allen Regeln der unabhängigen Berichterstattung“ widerspreche. Auch die dju in ver.di sieht Ippens Vorgehen kritisch. Reichelt wurde inzwischen von allen Aufgaben als Bild-Chef entbunden.
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Öffentlich-Rechtliche: Auftrag und Erwartung

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