ver.di-Preisträgerfilm der DOK Leipzig 2015 für Europäischen Filmpreis nominiert

DOK Leipzig 2015: ver.di-Preisträgerin Marianna Economou mit Jury
Foto: DOK Leipzig/ Jonathan Skorupa

Eine kleine Meldung ploppte am Abend des 17. August 2016 auf der Facebookseite des Dokumentarfilms „The Longest Run“ (O pio makris dromos /Der lange Weg) auf: „It is just announced that our film is one of the 15 documentaries selected for the European Film Awards!“ Vor einem knappen Jahr hatte die ver.di-Jury diesen Film zu ihrem Preisträger beim 58. Leipziger Internationalen Festival für Dokumentarfilm DOK gekürt. Und nun die Nominierung für den Europäischen Filmpreis – ein Beweis für den guten „Riecher“ der fünf Mitglieder der ver.di-Jury in den vergangenen Jahren.

Schon der 2014er ver.di-Preisträgerfilm „Toto And His Sisters“ hatte den Europäischen Filmpreis gewonnen und feierte einen internationalen Siegeszug mit zahlreichen weiteren Preisen. Dies wünschen wir nun der griechischen Filmemacherin Marianna Economou, die ihr Flüchtlingsdrama „The Longest Run“ selbst geplant, finanziert und realisiert hatte. Der 2015er ver.di-Preisträgerin gelang ein beeindruckender Film über zwei Jugendliche, die auf ihrer langen Flucht in einem Jugendgefängnis in Zentralgriechenland gestrandet sind. Das Dokumentardrama zeigt in verdichteter Form das große Weltgeschehen im Kleinen: Krieg, Tod und Flucht, zerrissene Familien und Heimweh, Überlebenswille und Hoffnung.

Derzeit formiert sich die neue ver.di-Jury für die 59. DOK Leipzig vom 31. Oktober bis 6. November 2016.                                                                                  

Interview mit Marianna Economou hier (englisch)

 

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

KI-Resilienz im Journalismus

In der aktuellen KI-Debatte schenkt sich keiner was. Kaum taucht der Verdacht auf, ein Kollege habe ChatGPT oder Claude zum Schreiben mitgenutzt, beginnt vielerorts bereits die öffentlichkeitswirksame KI-Spurensuche.Die aktuelle KI-Debatte zeigt, warum Redaktionen endlich praxistaugliche Leitlinien für einen souveränen Umgang mit der KI brauchen.
mehr »

Bürgermedienplattform vor dem Aus

Die Bürgermedienplattform NRWision an der Technischen Universität (TU) Dortmund steht vor einer ungewissen Zukunft. Die nordrhein-westfälische Medienanstalt stellt Ende 2026 die finanzielle Förderung ein – nach dann fast 18 Jahren. Die Verantwortlichen versuchen, für eine Fortführung andere Geldgeber zu finden.
mehr »

Ein Preis mit hohem Preis

Die Berliner Autorin und Journalistin Marie von Kuck erhält für ihr Lebenswerk den Leipziger Medienpreis. Und kämpft zugleich ums Überleben. Warum sie die Auszeichnung mit gemischten Gefühlen entgegennimmt.
mehr »

WDR: Weitere Tarifverhandlungen

Der Tarifstreit beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) erreichte Mitte Juni eine neue Eskalationsstufe. Ein zweitägiger Warnstreik der Gewerkschaften ver.di, DJV und Unisono legte Teile des Programms lahm. Indes hatte der WDR sich in der vorangegangenen Verhandlungsrunde mit der VRFF (Vereinigung der Rundfunk-, Film- und Fernsehschaffenden) auf einen Abschluss geeinigt – ohne die drei Gewerkschaften einzubeziehen. Heute gehen die Verhandlungen mit den Gewerkschaften weiter.
mehr »