Vernetzt und informiert

Umfangreiche Beteiligungs- und Beratungsangebote in ver.di

Die Zahl der Selbstständigen nimmt in allen von ver.di vertretenen Berufen zu. 30.000 Solo-Selbstständige aus verschiedenen Branchen vertritt die Gewerkschaft derzeit, die Mehrheit sind Medienschaffende.

Die Aktivitäten der Freien, ihr Einsatz für ihre Rechte im Arbeitsleben fußen in einer Gewerkschaft ebenso wie in anderen Organisationen vor allem auf eigenem Engagement. In ver.di können sie sich vernetzen, Informationen austauschen und als gleichberechtigte Mitglieder in allen ver.di-Gremien mitmachen – etwa in ihren Regional- und Berufsgruppen oder auch in den eigenständigen Selbstständigen-Vertretungen. Selbstständige aus verschiedenen Berufen und Regionen bilden das höchste ehrenamtliche Gremium der Freien, die Bundeskommission Selbstständige (BKS). Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten Union (dju) ist eine eigenständige Berufsgruppe, die zur Fachgruppe Medien gehört. Natürlich soll sich das Engagement nicht in Gremiensitzungen erschöpfen – aber sie sind notwendig, um das breite Angebot zu entwickeln und zu steuern, das ver.di ihren Mitgliedern bietet.
Eines der wichtigsten Ziele: Freie sollen ihre Rechte im Arbeitsleben kennen und ihre Interessen gemeinsam durchsetzen können. Dazu verhandelt ver.di als Tarifpartei Honorare, ist in den Verwertungsgesellschaften vertreten, verhandelt über angemessene allgemein verbindliche Vergütungen, mischt sich ein in Gesetzesvorhaben und gesellschaftliche Debatten, die Freie betreffen, und vieles andere mehr. Natürlich hilft ver.di den Freien auch, ihre Interessen individuell durchsetzen zu können.

Beratung: mediafon

Mit der mediafon GmbH hat ver.di eine für Solo-Selbstständige bundesweit einmalige Kombination aus News-Portal, umfassendem Internet-Ratgeber und persönlicher Beratung aufgebaut. mediafon informiert über alle und berät zu allen Themen, die für Selbstständige von Bedeutung sind. Neben Informationen in Sachen Politik und Steuern, Urteilen und Versicherungen finden sich im Internet-Angebot aktuelle Empfehlungen und Honorarmeldungen verschiedener Branchen. Was über den Tag hinaus aktuell bleibt – zum Beispiel Gesetzesänderungen – wird umgehend eingearbeitet in den Ratgeber: www.ratgeber-mediafon.net
Das virtuelle Handbuch gibt praxiserprobte Antworten auf fast alle Fragen – sogar auf solche, die sich Selbstständige noch gar nicht gestellt haben. Etwa Fragen wie: Muss ich ein Gewerbe anmelden? Darf ich meine Wohnung beruflich nutzen? Muss ich Mehrwertsteuer nehmen – wenn ja: zu welchem Steuersatz? Wie finde ich die richtige Versicherung? Darf ich meine Leistung mehrfach verkaufen?
Der Ratgeber mediafon gibt die Antworten und Hintergrundinformationen ständig aktualisiert. Und er reagiert interaktiv auf die Veränderungen im Arbeitsumfeld und die Bedürfnisse der Anfragenden: Was bei mediafon oft nachgefragt wird, wird im Ratgeber ausführlich erläutert.
Die tagesaktuellen Informationen im Newsbereich können als RSS-Feed abonniert werden. Im Newsletter werden die wichtigsten Meldungen zusammengefasst und regelmäßig verschickt.
Abonnement: www.mediafon.net/news_newsletter.php3

Freie in der dju und in der Fachgruppe Medien

Beratung

Für Mitglieder gibt es Rechtsberatung und Rechtsschutz zum Beispiel bei Verträgen, Honorarfragen oder Urheberrechtsverletzungen. Von Vielen genutzt wird die Beratung bei Existenzgründung. Sie erfolgt überwiegend regional. So führt beispielsweise die dju Berlin-Brandenburg seit mehr als 15 Jahren Existenzgründer-Seminare durch. Sie sind immer ausgebucht. Individuell kann sich Jeder und Jede bei mediafon in konkreten Fragen von sachkundigen Expertinnen und Experten beraten lassen – die Kosten für diesen Service werden für ver.di-Mitglieder von der Gewerkschaft übernommen, für Nichtmitglieder wird eine moderate Gebühr erhoben.
www.mediafon.net

Informationen / Kontakte

Neben dem Internetportal von mediafon finden Freie Informationen auch unter http://freie.verdi.de bzw. http://dju.verdi.de/freie oder auch www.rundfunkfreiheit.de und in allen Ländern gibt es für Medien zuständige Ansprechpartner. Deren Kontaktadressen finden sich auf den beiden letztgenannten Internetseiten.

Honorare / Tarife

Auf den mediafon-Seiten stehen auch Honorarangaben zu verschiedenen Medien, die die Netzer und Nutzerinnen selber beisteuern (müssen), sowie zum Beispiel auch die seit vielen Jahren herausgegebenen „Honorarempfehlungen“ für Print-Journalisten der Mittelstandsgemeinschaft Wort. Diese Empfehlung orientiert sich seit ihrem Beginn in den 90erJahre an dem Motto der dju „Zeit statt Zeile“, also generell an Tagessätzen und Zeitaufwand.
ver.di (und die Vorgänger-Gewerkschaften wie die IG Medien) haben Tarif- bzw. Honorartarifverträge für Freie mit allen Rundfunkanstalten und mit Zeitungsverlegern für die arbeitnehmerähnlichen Freien, den so genannten 12a-Tarifvertrag, abgeschlossen. Für alle freiberuflichen Medienschaffenden führt ver.di seit der Novellierung des Urhebervertragsrechts 2002 langwierige, zeit- und personalintensive Verhandlungen mit Verlegern und Produzenten über eine im Gesetz vorgesehene „angemessene Vergütung“ .

Rechtsfragen

Die dju unterstützt Kolleginnen und Kollegen in grundsätzlichen Verfahren durch alle Instanzen. Jüngste Beispiele sind der Prozess gegen die neuen Springer-AGBs, und der Fotografenstreit zwischen Schlösserstiftung und Agentur Ostkreuz zur Panoramafreiheit.

Vernetzung

Zum Austausch untereinander gibt es diverse Mailinglisten für Freie und Selbstständige, sowohl generell in ver.di wie auch auf einzelne Medien bezogen. Eine Übersicht gibt es auf http://freie.verdi.de .
Die Freien aus den öffentlich-rechtlichen Sendern tauschen sich regional in ihren Verbandsgruppen und überregional über den Tarifausschuss Freie über ihre spezifischen Interessen aus. In der dju befasst sich damit eine Arbeitsgruppe Freie. Beide sorgen dafür, dass Freien-Themen in den Vorständen – auch von den angestellten Kolleginnen und Kollegen – beachtet und behandelt werden. Auch die Themen und die Arbeit der dju-AG Urheberrecht, die inzwischen seit mehr als zehn Jahren aktiv ist, richtet ihr Augenmerk naturgemäß vor allem auf die Belange der Freien. Hier werden u.a. die Mitgliederversammlungen der Verwertungsgesellschaften Wort und Bild-Kunst vorbereitet, die Arbeit der Gremienvertreter koordiniert, aber auch all die von der Koordination Urheberrecht in ver.di erarbeiteten Kampagnen im Zusammenhang mit der Novellierung des Urheberrechts, die politische Lobbyarbeit, die Stellungnahmen zu Gesetzesinitiativen und -Entwürfen für die dju besprochen und umgesetzt. Die – vor allem auch urheberrechtlich relevanten – Auswirkungen der Digitalisierung ist Schwerpunktthema einer Online AG der Rundfunk-Freien.
Alle Aktivitäten der dju und der Fachgruppe Medien um das Berufsbild der Journalisten, im Interesse ihrer beruflichen, ethischen, professionellen Belange – also für Pressefreiheit, für Informanten- und Quellenschutz, zur Sicherung und Ausweitung des Zeugnisverweigerungsrechts für Journalisten, gegen Datenvorratsspeicherung und Lauschangriffe …, Veranstaltungen wie der Fotografentag und der jährliche Journalistentag richten sich in gleichem Maße an Freie wie Feste.

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Ein Urheberrecht für zeitgemäße Vergütung

Eine Kontroverse um das Auskunftsrecht im Gesetzentwurf zur Umsetzung der neuen EU-Urheberrechtsrichtlinie in Deutschland hat eine Stellungnahme von ARD, ZDF und dem Verband Privater Medien e.V. (VAUNET) ausgelöst. ver.di sieht darin eine „Verbreitung von unsachlichen und irreführenden Behauptungen“. Damit werde versucht, „zu Lasten der Urheber*innen wirksame Vergütungsverbesserungen bei der Online-Verwertung zu verhindern“, erklärte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christoph Schmitz.
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In Deutschland angekommen

Auch sie kamen in den Jahren 2014 oder 2015 in erheblicher Zahl nach Deutschland: Arabische Medienmacher*innen. Ich traf im Herbst 2015 vor allem syrische Journalist*innen und portraitierte sie für verschiedene Medien und ein eigenes Buch. Mit vielen von ihnen und ihren deutschen Unterstützer*innen blieb ich seitdem in Kontakt. Für „Menschen Machen Medien“ traf ich sie jetzt in Berlin und Frankfurt wieder und fragte, wie es  ihnen seitdem beruflich und persönlich in Deutschland ergangen ist.
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Corona-Debatte in einer Schieflage

Die Medien berichten häufig über die Proteste von Corona-Leugnern, Verschwörungstheoretikern und Rechtsradikalen gegen die Gesundheitsschutzregeln, aber nur wenig über die Haltung einer weit größeren Zahl von Menschen, die sich noch schärfere Corona-Maßnahmen wünschen. Ein Missverhältnis, das die Debatte verzerrt und Meinungen ausblendet.
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Wenn Bildredaktionen und Kompetenz fehlen

Abseits der bekannten Medien-Institutionen existiert eine Szene von NGOs, die unterschiedliche journalistische Aspekte bearbeiten. Eine davon ist n-ost mit einem Fokus auf Cross-Border-Journalismus und Osteuropa. Ihr vorrangiges Ziel war lange Zeit, deutsche Redaktionen mit Texten und Bildern aus Osteuropa zu versorgen. Inzwischen will man Auslandsjournalismus neu denken. Felix Koltermann sprach mit Stefan Günther, dem Bildredakteur der NGO, auch über bildredaktionelle Praxis von Medien allgemein.
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