dju-Bundesvorstand plant Online-Projekt

Der Bundesvorstand der dju bereitet seit einiger Zeit ein spezielles Projekt zum Online-Journalismus vor. Zwar ist nach den von Quereinsteigern dominierten Gründerjahren inzwischen mehr Professionalität in die Branche eingezogen. Trotzdem sind Tätigkeitsfelder bei Online / Multimedia immer noch unscharf, entstehen neue Berufsbilder.

Zugleich steigen aufgrund der derzeitigen Webkrise die Fluktuation und die Zahl der ungesicherten Beschäftigungsverhältnisse, ohne dass es in bedeutender Zahl Betriebsräte gäbe oder gewerkschaftlich organisierte Kolleginnen und Kollegen. Die dju in verdi plant deshalb ein mehrjähriges Schwerpunktprojekt Online / Multimedia-Journalismus in enger Kooperation mit anderen Fach- und Berufsgruppen wie der RFAV in- und außerhalb des verdi-Fachbereichs Medien, Kunst, Kultur. Das dju-Vorhaben soll zugleich mit anderen Projekten wie connexx.av und Onforte vernetzt werden. Konkretes Ziel ist es, Profile und Standards für Berufsbilder im Online- / Multimedia-Journalismus sowie Ausbildungswege dahin zu definieren. Zugleich könnten Kollegen in diesem Bereich durch Arbeitsgemeinschaften Online / Multimedia in allen Landesbezirken Ansprechpartner und Treffpunkte haben. Spätere Schritte könnten Vorschläge für die Weiterentwicklung bestehender Institutionen (Presserat, KSK, VG Wort / Bild etc.) und rechtlicher Rahmenbedingungen (Urheberrecht, Tarif- + Betriebsratsgesetz, Zeugnisverweigerungsrecht etc.) sein. Begleitet werden könnte das Projekt von Journalistentagen und Seminaren.

 

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Wissenstransfer und Transparenz beim ZDF

Thomas Wagner ist neuer Personalratsvorsitzender beim ZDF, der jüngste überhaupt in der Geschichte des Senders, und noch keine 100 Tage im Amt. Er hatte als ver.di-Spitzenkandidat auf einer gemeinsamen Liste mit dem DJV kandidiert, die für Erneuerung und mehr Transparenz steht. Vor der Interessenvertretung stehen wichtige Aufgaben wie Wissenstransfer beim Generationswechsel, Diversität, aber auch Honorargerechtigkeit, sagt er.
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RBB-Freie: „Ohne uns wird‘s langweilig“

Am Tag der Arbeit demonstrierten mehr als 300 freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Berliner Masurenallee vor dem Sendezentrum des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB). Denn sie wollen ihre Arbeit behalten, sie wollen Bestandsschutz, faire Honorare und Respekt für ihren qualifizierten Beitrag zum Programm der Zwei-Länder-Anstalt, die mal wieder den Rotstift ansetzt. Ganze Sendeformate sollen wegfallen. 75 Freien der Sendung „ZiBB“ wurde bereits das Ende ihrer Mitarbeit angekündigt.
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Mitbestimmung für Freie im Rundfunk

Der Deutsche Bundestag hat gestern Abend das Gesetz zur Novellierung des Bundespersonalvertretungsgesetzes (BPersVG) – das seit 1974 gilt – beschlossen. In seinen Geltungsbereich gehören auch die fünf länderübergreifenden Rundfunkanstalten Deutsche Welle, Deutschlandradio, NDR, MDR und RBB. Für sie wurde die Mitbestimmung in den Personalräten auf feste Freie ausgeweitet. Aber es gibt auch noch offene Fragen.
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Freienvertretung in der Deutschen Welle

Bei der Deutschen Welle (DW) haben freie Mitarbeitende an den Standorten Bonn und Berlin eine eigene Vertretung gewählt. Der Freienrat besteht aus sechs Mitgliedern, jeweils drei für jeden Standort, zwei von ihnen sind in ver.di organisiert. 17 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatten sich zur Wahl gestellt. Wahlberechtigt waren knapp 1.900 Beschäftigte. Die Wahlbeteiligung betrug knapp 40 Prozent.
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