dju-Bundesvorstand plant Online-Projekt

Der Bundesvorstand der dju bereitet seit einiger Zeit ein spezielles Projekt zum Online-Journalismus vor. Zwar ist nach den von Quereinsteigern dominierten Gründerjahren inzwischen mehr Professionalität in die Branche eingezogen. Trotzdem sind Tätigkeitsfelder bei Online / Multimedia immer noch unscharf, entstehen neue Berufsbilder.

Zugleich steigen aufgrund der derzeitigen Webkrise die Fluktuation und die Zahl der ungesicherten Beschäftigungsverhältnisse, ohne dass es in bedeutender Zahl Betriebsräte gäbe oder gewerkschaftlich organisierte Kolleginnen und Kollegen. Die dju in verdi plant deshalb ein mehrjähriges Schwerpunktprojekt Online / Multimedia-Journalismus in enger Kooperation mit anderen Fach- und Berufsgruppen wie der RFAV in- und außerhalb des verdi-Fachbereichs Medien, Kunst, Kultur. Das dju-Vorhaben soll zugleich mit anderen Projekten wie connexx.av und Onforte vernetzt werden. Konkretes Ziel ist es, Profile und Standards für Berufsbilder im Online- / Multimedia-Journalismus sowie Ausbildungswege dahin zu definieren. Zugleich könnten Kollegen in diesem Bereich durch Arbeitsgemeinschaften Online / Multimedia in allen Landesbezirken Ansprechpartner und Treffpunkte haben. Spätere Schritte könnten Vorschläge für die Weiterentwicklung bestehender Institutionen (Presserat, KSK, VG Wort / Bild etc.) und rechtlicher Rahmenbedingungen (Urheberrecht, Tarif- + Betriebsratsgesetz, Zeugnisverweigerungsrecht etc.) sein. Begleitet werden könnte das Projekt von Journalistentagen und Seminaren.

 

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Presse-Versorgung  hebt Verzinsung an

Die Presse-Versorgung wird die Gesamtverzinsung im kommenden Jahr um 0,3 Prozent-Punkte anheben. Damit erhalten die Kunden 2023 für das Vorsorgekonzept „Perspektive“ eine Gesamtverzinsung von 3,8 Prozent. Diese Gesamthöhe ergibt sich aus einer laufenden Verzinsung von 2,8 Prozent und einer Schlusszahlung von 1,0 Prozent. Bei den klassischen Garantie-Konzepten bietet die Presse-Versorgung 2023 eine ebenfalls um 0,3 Prozent erhöhte Gesamtverzinsung in Höhe von 3,5 Prozent.
mehr »

ver.di: KSK-Novelle bringt mehr Sicherheit

ver.di hat die vom Deutschen Bundestag beschlossenen Anpassungen im Künstlersozialversicherungsgesetz (KSVG) begrüßt, die am 1. Dezember im Rahmen einer umfassenden Novelle des Vierten Buches im Sozialgesetzbuch verabschiedet wurden. Es sei ein wichtiger Schritt zu mehr Fairness, dass über die Künstlersozialkasse versichert bleiben soll, wer im Hauptberuf künstlerisch oder publizistisch tätig ist, heißt es in einer Pressemitteilung.
mehr »

Umfrage: SoloS sollten mehr über Geld reden

7250 Honorardatensätze zeigen: Solo-Selbstständigkeit ist überwiegend „kein faires Geschäftsmodell“. Trotz hoher fachlicher Qualifikation und langjähriger Berufserfahrung würden Kreative nicht leistungsgerecht entlohnt. Zu diesem nicht überraschenden, doch ernüchternden Fazit kam eine Podiumsrunde im Leipziger Haus der Selbstständigen bei der Auswertung einer branchenübergreifenden Honorarumfrage, der sich 54 Gewerkschaften, Berufsverbände und Interessenvertretungen Solo-Selbstständiger anschlossen.
mehr »

Wie Journalismus durch Krisen helfen kann

Klima, Corona, Krieg in der Ukraine – angesichts der vielen Krisen interessiert sich das Medienpublikum immer weniger für Nachrichten, denn diese machen mit ihren Negativschlagzeilen mutlos und zeigen kaum Handlungsoptionen. Der Druck auf Journalist*innen wächst, ihre Berichterstattung stärker auf die Bedürfnisse der Menschen auszurichten. Wie konstruktiver Journalismus dazu beitragen kann, diskutierten Wissenschaftler*innen und Medienpraktiker*innen auf einer Fachtagung von NDR Info und Hamburg Media School.
mehr »