Gänsehaut fürs Zwerchfell

Satirisches Programm von Dietrich Kittner für das Heimkino

Erneut hat Dietrich Kittner das jüngste seiner bitterbösen satirischen Programme auf eine DVD für das Heimkino brennen lassen. Und wie stets bei Dietrich Kittner live, so auch auf dieser DVD, gibt es neben dem Hauptfilm von 50 Minuten einen zweiten Teil, der halb so lang ist und als Bonusmaterial gekennzeichnet ist.

Seit Jahren sind dem Kabarettisten Kittner nicht nur die öffentlich-rechtlichen, auch die privaten TV-Sender zur Vermittlung seiner Programme über den Bildschirm verschlossen. Warum, die Antwort lässt sich schnell finden. Mit seinem ihm eigenen bissigen schwarzen Humor karikiert der Hannoveraner die Gesellschaft der Bundesrepublik in allen ihren Facetten, hält dabei stets seinen Daumen in die Wunden. Er zeigt uns immer die Plätze und nennt die Namen in der Bundesrepublik, die mit antidemokratischen Zuständen verbunden sind. Daher gehen Politiker immer in Deckung, wenn sie seinen Namen hören.

Auch in seiner letzten DVD „Sadisten oder Wie ein Gesetz entsteht“ zeigt uns der Kabarettist, wie er mit nur wenigen Mitteln seine Zuschauer nicht nur sprachlich fesseln kann. Ob als Reporter, Nachrichtensprecher oder in der Roten Robe eines Bundesrichters in Karlsruhe – bei seinen Satiren bekommt selbst das Zwergfell eine Gänsehaut. Zur Illustration finden Fotos sowie die kongenialen Zeichnungen von Guido Zingerl auf der DVD Verwendung. Aus dieser Mischung ist ein neuer echter Dietrich Kittner auf DVD wieder im Vertrieb von Edition Logischer Garten in Hannover.

Dietrich Kittner: Sadisten oder Wie ein Gesetz entsteht – Euro 14,80 – Vertrieb Edition Logischer Garten, Bischofsholer Damm 88 – 30173 Hannover – Fax 0511/ 2834980 – E-Mail: elgkittner@aol.com

nach oben

weiterlesen

Neue Publik-Chefin

Maria Kniesburges war seit 2007 Chefredakteurin der ver.di publik und der ver.di news. 14 Jahre lang prägte sie die ver.di-Medienlandschaft. Jetzt ist sie in den Ruhestand gegangen. Ihre Nachfolgerin Petra Welzel ist seit dem 1. September im Amt. Die Kunsthistorikerin und Journalistin hat mehr als 30 Jahre journalistische Erfahrung. Seit ver.di-Gründung ist sie Chefin vom Dienst der ver.di publik, mittlerweile auch für verdi.de und verdi.tv. Sie hat entscheidend dazu beigetragen, dass sich die ver.di-Medien weiterentwickelt haben und den Herausforderungen der Gegenwart mit ihren zahlreichen Kommunikationskanälen gerecht werden. Denn die Ansprüche an Kommunikation haben sich seit der…
mehr »

Abschied von Fritz Wolf

Wir trauern um unseren Autoren Fritz Wolf. Er starb am 29. August im Alter von 74 Jahren nach schwerer Krankheit. Sein Thema war der Dokumentarfilm. Kritisch benannte Wolf immer wieder die mangelnde Wertschätzung dieses Filmgenres, die sich unter anderem in zu wenig und zu späten Sendezeiten im Fernsehen sowie in nicht ausreichender Förderung manifestierte. Mit so manchem Filmtipp in M verschaffte er einer Doku mehr Aufmerksamkeit, regte an, sie zu schauen. Fritz Wolf war auch Autor für epd medien, verfasste verschiedene Studien und war viele Jahre aktiv in Gremien des Grimme-Preises. Wir werden ihn vermissen.    
mehr »

Fairnesspreis für‘s Brücken bauen

Regisseur Henning Backhaus wurde am 3. September für seinen Kurzfilm „Das beste Orchester der Welt“ mit dem Deutschen Fairnesspreis Film und Fernsehen geehrt. „Brücken bauen“ war 2021 das Motto des von der ver.di FilmUnion und dem Schauspielverband BFFS seit 2019 gemeinsam ausgelobten Preises. Er wurde neben acht Kategorien und weiteren Spezialpreisen im Rahmen der Verleihung des Deutschen Schauspielpreises im Berliner Club Spindler&Klatt vergeben. Partner war in diesem Jahr das „Projekt Zukunft“, eine Initiative der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe. Im ausgezeichneten Film geht es um einen Kontrabassisten – eine Socke, Ingbert Socke! Bei…
mehr »

Podcast-Markt greifbar

Den richtigen Ton treffen“, so ist die Studie über den Podcast-Boom in Deutschland überschrieben, die Lutz Frühbrodt und Ronja Auerbacher für die Otto-Brenner-Stiftung (OBS) erstellt haben. Es ist die bislang sicher beste Arbeit, die versucht, das Phänomen Podcast zu ergründen, zu beschreiben und auszuwerten. Auch wenn das am Ende nicht vollständig gelingen kann, weil die Bandbreite der Podcasts viel zu divers ist, ist es ein gelungener Versuch der Annäherung, den Podcast-Markt greifbar zu machen.
mehr »