Konzernbetriebsrat bei Bauer-Tochter

Im Konzern der Verlegertochter Yvonne Bauer gibt es seit dem 27. Januar einen Konzernbetriebsrat (KBR). Die Betriebsräte der verschiedenen Betriebe des Konzerns haben damit unmittelbar auf die jüngsten Umstrukturierungen in der Bauer Media Group reagiert. Zur Vorsitzenden des KBR wurde Kersten Artus (ver.di) gewählt, zu ihrer Stellvertreterin Anne Stark. Der KBR vertritt die Interessen von über eintausend Beschäftigten.
In einem Schreiben an die Konzernleitung fordert der Konzernbetriebsrat die Konzernleitung auf, ihre soziale Verantwortung nach den zahlreichen arbeitsrechtlichen Verschlechterungen in den zurückliegenden Jahren wahr zu nehmen und die bestehenden Arbeitsplätze für die kommenden Jahre zu sichern. Zudem stellt der KBR fest, dass es in den Redaktionen von In Touch sowie Life & Style keine geregelten Arbeitszeiten gibt. Häufig müsse bis in die Nacht gearbeitet werden. Hier möge die Konzernleitung Abhilfe schaffen. Der Yvonne Bauer Konzern ist zu Jahresbeginn entstanden, da der Hamburger Verleger Heinz Heinrich Bauer (70) einen Teil seiner Unternehmen an seine Tochter Yvonne übertragen hat.

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

ORF: Jetzt reden die Mitarbeitenden

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk Österreichs (ORF) steckt in einer tiefen Krise. Es geht demnach um mutmaßliche sexuelle Belästigung seitens des ehemaligen Generaldirektors, um ein toxisches Arbeitsklima, politische Einflussnahmen. Nach der Aktion "Nicht mit uns" fordern in der Aktion "Mit uns" nun zahlreiche Mitarbeitende Maßnahmen hin zu einer nachhaltigen und tiefgehenden Veränderung.
mehr »

DW: Mehr Protest gegen Kürzungen

Nun hat auch der Fachbeirat der Deutsche Welle Educational Programs (DW Deutsch lernen) laut dwdl.de in einer Stellungnahme die geplanten Kürzungen im Deutsch-Angebot des Auslandssenders kritisiert und vor massiven Schäden für den Sender gewarnt. Die DW hatte angekündigt, das Budget halbieren zu wollen, was zu großen Protesten geführt hatte.
mehr »

Medien-Appell: „Lasst uns nach Gaza“

In einem offenen Brief an die israelischen Behörden, unterschrieben von etwa 30 Medienvertreter*innen, darunter von „Le Monde“, fordert die International Press Association erneut den Zugang von Journalist*innen zur palästinensischen Enklave, die seit dem 7. Oktober 2023 geschlossen ist, sowie deren Schutz im Gazastreifen.
mehr »

Was bringt der Pressekodex?

Eine Anwältin wird in einer Boulevardzeitung identifizierend an den Pranger gestellt – obwohl sie nichts Unrechtes getan hat. Die Folge: Bedrohungen, eine rechtsextreme Kundgebung vor ihrer Kanzlei, Polizeischutz. Der Deutsche Presserat spricht Monate später eine Rüge aus. Der Schaden ist aber angerichtet.
mehr »