Britischer Presserat auch für Online zuständig

LONDON. Die britische Presse-Beschwerdestelle, Press Complaints Commission (PCC), wird zukünftig auch die audiovisuellen Inhalte und Angebote auf den Internetseiten der britischen Zeitungen und Magazine überprüfen. Dies bestätigte Kommmissions-Chef Sir Christopher Meyer – früher britischer Botschafter in Berlin – in einem BBC News 24 Interview.

Auf diese Neuerung hätten sich die Chefredakteure mit der Kommission geeinigt, nachdem die Beschwerdeanfragen über manche Internet Audio und Video Streams zugenommen hatten. Die Ausweitung der Kontrolle soll in Zukunft auch diejenigen Zeitungs-Online-Angebote betreffen, die nicht den Printausgaben entsprechen. Darüber wird gegenwärtig noch verhandelt. Bislang überprüfte die PCC bereits die so genannten „1:1“- Online-Ausgaben der Zeitungen. Bis März, so Meyer, sollen die Details veröffentlicht werden.

 usf 
nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

BPK: Umstrittene Mitgliedschaft

Sachlich, an Tatsachen orientiert und fair – diesen Anspruch erhebt die Bundespressekonferenz (BPK), der Verein der Hauptstadtpresse, für die Berichterstattung ihrer Mitglieder. Parallelmedien haben dort dennoch einen Fuß in der Tür. Und werden damit normalisiert.
mehr »

Kämpferischer Auftakt im ÖRR

In politisch umkämpften Zeiten beginnen auch im ÖRR die Tarifverhandlungen. Ver.di ruft die Hamburger Beschäftigten beim NDR daher heute zum Warnstreik auf. Er beginnt am Dienstag und endet am Mittwoch um 1.30 Uhr. Seit Februar läuft der Tarifkonflikt um die Gehälter, Honorare und Ausbildungsvergütungen der rund 5.000 festen und freien NDR-Beschäftigten.
mehr »

Austria First: Der rechte Dudelfunk

Dass die rechte österreichische FPÖ irgendwann einen eigenen Radiosender gründen würde, hatte die Partei schon angekündigt. „Austria First“ ist seit Januar dieses Jahres on air. Der Sender versteht sich als niedrigschwelliges Medienangebot, das seine breite Hörer*innenschaft mit Musik und inhaltlichen Formaten über den ganzen Tag hinweg begleitet.
mehr »

Peru: Investigativ, kritisch, gefährdet

Ojo Público heißt das investigative Online-Magazin aus Lima. Das hat in den letzten zehn Jahren zu einem anerkannten Medium wurde. Die Redaktion ist auf rund 20 Menschen angewachsen und recherchiert nicht nur in Peru, sondern auch in Nachbarländern wie Ecuador.
mehr »