Kompromiss bei Autorenstreik in Sicht

Im Streit der Hollywood-Drehbuch­auto­ren mit den Filmproduktionsfirmen scheint eine Einigung in Sicht, so die BBC. Der bereits drei Monate andauernde Streik hat vor allem die TV-Serienproduktion lahmgelegt und einige Sender gezwungen, Wiederholungen zu zeigen. Die Writers Guild of America fordert eine gerechtere Beteiligung an den Einnahmen aus der Internetdistribution der Projekte. Mit dem Kompromiss kann die Oscar-Verleihung vielleicht wie gewohnt stattfinden.

 

Update 15.2.2008:

Streik beendet – Autoren an Interneterlösen beteiligt

Nach 14 Wochen Streiks und Verhandlungen haben sich die Autorengewerkschaft Writers Guild of America (WGA) und die Filmproduktionsfirmen, die  Alliance of Motion Picture and Television Producers, auf einen Kompromiss  geeinigt.  Im Kern ging es vor allem um eine angemessene Beteiligung der Hollywood-Drehbuchautoren an den Erlösen, die im Internet mit ihren Werken erzielt werden. Nunmehr erhalten die Autoren im ersten Jahr dafür eine Pauschale, die einer Honorarerhöhung von 2,5 bis drei Prozent entspricht. Im zweiten und im dritten Jahr gibt es Prozente an den Internetumsätzen. Danach soll neu verhandelt werden.

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

The Good, The Bad, The Journ@list 

Unter dem Titel „The Good, The Bad, The Journ@list – zwischen Creator Economy, News Fatigue und berufsethischen Standards” findet am 31. Januar 2026 der 38. Journalismustag der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di in Berlin mit rund 200 teilenehmenden Medienschaffenden aus allen Mediengattungen im ver.di-Haus statt.
mehr »

Dialogprojekt: Leben ohne Lokalzeitung?

Was passiert, wenn sich die Lokalzeitung aus dem ländlichen Raum zurückzieht? Wenn es keine Papierzeitung mehr zum Frühstück gibt? Thomas Schnedler und Malte Werner haben im Rahmen eines Dialogprojekts in Thüringen nachgefragt, was das für die Menschen in der Region bedeuten würde.
mehr »

Die SPD will eine Digitalsteuer

Digitale Plattformen sollen zahlen. Das fordert nun auch die SPD. Das Präsidium der Partei beschloss am Montag eine medienpolitische Grundsatzvorlage, die die Einführung einer Digitalsteuer vorsieht. Der Beschluss trifft bei der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di auf Zustimmung. Die Gewerkschaft erwartet von der SPD, dass die Initiative bald zum Gesetz wird.
mehr »

Meta ignoriert Transparenzvorgaben

Leicht wahrnehmbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar: So müssen etwa Social-Media-Plattformen offenlegen, nach welchen Kriterien sie Inhalte auswählen, anzeigen und sortieren. Auch der Einsatz von Algorithmen muss verständlich erklärt werden. Das schreibt der Medienstaatsvertrag vor. Weil Facebook sich nicht daran hielt, griff die Medienaufsicht ein. Doch gegen die Beanstandung klagt der Meta-Konzern. Vor Gericht geht es um grundsätzliche Rechtsfragen.
mehr »