Von der Politik gekaufte Medien

In Bulgarien findet am kommenden Sonntag die vorgezogene Parlamentswahl statt, nachdem Staatspräsident Rumen Radew im Januar das Parlament aufgelöst hatte. Das ärmste Land der Europäischen Union ist auch eines der politisch instabilsten. Hinzu kommt eine Medienoligarchie, in der die Berichterstattung durch die Politik gelenkt wird und sich ein Großteil der Medien im Besitz einiger weniger Unternehmer befindet. Der einflussreichste unter ihnen: Medienmogul Deljan Peevski.

Reporter ohne Grenzen (ROG) prangert im Vorfeld der Wahlen diese massiven Einschränkungen der Pressefreiheit an, die dazu geführt hätten, dass Bulgarien in den vergangenen zehn Jahren in der Rangliste der Pressefreiheit von Platz 35 auf Platz 113 abgerutscht ist. Bedenklich sei vor allem, dass sich die Regierung loyale Berichterstattung über staatliche Zuschüsse erkaufe, die größtenteils aus EU-Mitteln finanziert würden. „Die EU muss weitaus klarer als bisher einfordern, dass die bulgarische Regierung Finanzhilfen aus Brüssel nach transparenten Verfahren verteilt“, forderte deshalb ROG-Geschäftsführer Christian Mihr.

Zum Bericht auf der Website von Reporter ohne Grenzen

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