Direkt-Kanal zum Wähler

Über Follower, Fake News, Deutungshoheit und Netzattacken

Mehr als je zuvor spielt sich der Wahlkampf um den Bundestag im Internet ab. Mit Tweets, Apps und der Hilfe tausender Freiwilliger rüsten sich die Parteien für die Entscheidung im September. 84 Prozent der deutschen Bevölkerung informieren sich online, alleine Facebook hat über 25 Millionen aktive Nutzer_innen.

„Unser Wahlkampf wird 2017 so modern wie nie zuvor”, verspricht die CDU auf der Website ihrer neuen App „Connect17”. Wahlkämpfer können sich das Programm auf ihr Smartphone laden und erfahren so immer das Neuste aus ihrem Wahlkreis. Mehr noch: Dank einer Datenbank der Partei erfahren die Nutzer_innen auch, wo in ihrer Umgebung mögliche CDU-Wähler wohnen, bei denen ein Besuch erfolgversprechend ist. Wahlkampftermine, Argumente für das Wählergespräch – sogar eine Highscore-Liste der fleißigsten CDU-Wahlkämpfer ist in die App integriert. Auch die SPD hat ihre eigene App im Angebot. Sie heißt „Von Tür zu Tür”, ist aber noch deutlich rudimentärer als das Angebot der Konkurrenz.

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Medienpolitische Pläne Rot-Rot-Grün

Am 18. September haben die Berlinerinnen und Berliner ein neues Abgeordnetenhaus gewählt. Nun steht die Koalitionsvereinbarung von SPD, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen. Die medienpolitischen Schwerpunkte der künftigen Berliner Regierungskoalition für die kommenden fünf Jahre befinden sich in Kapitel 2 der Koalitionsvereinbarung und tragen das Motto „Medienstandort ausbauen – Demokratische Medienpolitik“. M wirft einen genaueren Blick auf die medienpolitischen Pläne, die zunächst gut klingen, es aber in sich haben.
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Transatlantischer Datenverkehr wackelt

Sowohl der „EU US Privacy Shield“ als auch die EU-Standvertragsklauseln als Grundlage des transatlantischen Datenverkehrs stehen derzeit auf der Kippe. Die Datenströme zwischen Europa und den USA sind gewaltig. Während die Amerikaner an die europäischen Datenströme keine besonderen Anforderungen stellen, ist das bei den Europäern anders.
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Das dunkle Netz

Dark Web, digitaler Untergrund, Deep Web, Hidden Web, Schattenwelt – all diese Begriffe geistern neuerdings immer häufiger durch die Medien, wenn vom Darknet, dem dunklen Internet, die Rede ist. Meist geht es dabei um kriminelle Geschäfte wie den Handel mit Drogen, Waffen oder Falschgeld. Für breite Teile der Öffentlichkeit ist das Darknet aber noch immer ein Mysterium. Denn was viele nicht wissen: Die Idee hinter dem dunklen Netz ist mitnichten so düster, wie es sein Name nahelegt.
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Redakteure frei gesprochen

Nach ihrem Chefredakteur sind am 24. September auch zwei Redakteure des Hamburger Abendblatts in erster Instanz freigesprochen worden. Die Staatsanwaltschaft hatte ihnen vorgeworfen, illegal aus einem Whatsapp-Chat der Mutter von Yagmur M. zitiert zu haben. Das türkische, dreijährige Mädchen war an seinen Misshandlungen gestorben.
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