Grünes Licht für neue Medienanstalt

KIEL / HAMBURG. Schleswig-Holstein und Hamburg haben ihre Medienanstalten zusammengelegt. Standort der MA SHS wird Norderstedt bei Hamburg sein.

Nachdem Ministerpräsident Peter Harry Carstensen aus Kiel sowie Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust (beide CDU) ein gemeinsames Statut ausgehandelt hatten, wurde besonders von der SPD in Schleswig-Holstein eine Nachbesserung gefordert. Der von beiden Regierungen daraufhin ausgehandelte Änderungsvertrag wurde am 1. März von der Hamburgischen Bürgerschaft einstimmig beschlossen. Er muss noch vom Landtag in Kiel gebilligt werden. In den Nachverhandlungen sicherte Schleswig-Holstein den Förderstatus für den Schleswig-Holstein-Filmpreis ab, aber auch zwei Tatort-TV-­Produktionen jährlich aus dem Land zwischen den Meeren. Die Opposition von FDP, Bündnis 90 / Grünen und Südschleswigschem Wählerverband lehnte das Vertragswerk ab.

 
nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Neues Mediengesetz für MV tritt in Kraft

Privates Lokal- und Regionalfernsehen steht unter hohem wirtschaftlichen Druck. Sinkende Werbeerlöse, steigende Kosten, fortschreitende Digitalisierung und veränderte Mediennutzung machen ihnen zu schaffen. In mehreren Bundesländern wird bereits seit längerem kommerzielles Lokal-TV mit Steuergeldern gefördert, um Medienvielfalt zu sichern. Auf diesen Weg setzt jetzt auch Mecklenburg-Vorpommern.
mehr »

BPK: Umstrittene Mitgliedschaft

Sachlich, an Tatsachen orientiert und fair – diesen Anspruch erhebt die Bundespressekonferenz (BPK), der Verein der Hauptstadtpresse, für die Berichterstattung ihrer Mitglieder. Parallelmedien haben dort dennoch einen Fuß in der Tür. Und werden damit normalisiert.
mehr »

Kämpferischer Auftakt im ÖRR

In politisch umkämpften Zeiten beginnen auch im ÖRR die Tarifverhandlungen. Ver.di ruft die Hamburger Beschäftigten beim NDR daher heute zum Warnstreik auf. Er beginnt am Dienstag und endet am Mittwoch um 1.30 Uhr. Seit Februar läuft der Tarifkonflikt um die Gehälter, Honorare und Ausbildungsvergütungen der rund 5.000 festen und freien NDR-Beschäftigten.
mehr »

Medizinische Hilfe wird verweigert

Willkürlich inhaftiert zu sein ist das eine, in der Haft krank zu sein und die dringend erforderliche medizinische Versorgung nicht zu erhalten ist das andere. Genau das müssen gerade mehrere Journalist*innen in Aserbaidschan erleiden.
mehr »