Halbherzig und damit Chance vertan

Die Ministerpräsidenten der Länder konnten sich nicht zu einem multimedialen Jugendkanal durchringen. Lediglich im Internet soll es den neuen „Sender” geben.

Dazu Frank Werneke gegenüber dem Einblick (DGB):
„Die Entscheidung der Ministerpräsidentenkonferenz, einen gemeinsamen Jugendkanal von ARD und ZDF ausschließlich im Internet zu realisieren, ist halbherzig. Die Länder vergeben damit eine große Chance, ein jüngeres Publikum langfristig an ihre Programme im Fernsehen und Radio zu binden, und damit an die Medien, die dringend genau dieses Publikum benötigen und wo die öffentlich-rechtlichen Angebote vornehmlich zu empfangen sind. Das ist wenig zukunftsorientiert gedachtes Handeln nach aktueller Kassenlage. Schade!” (Kommentar)

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Lieblingsfeind freie Medien

Autoritäre Akteure setzen demokratische Strukturen, Zivilgesellschaft und freie Medien immer mehr unter Druck. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) diskutieren dazu am Mittwoch (30. September) auf ihrer Medienpolitischen Tagung mit dem Thema: „Lieblingsfeind freie Medien – europäische und deutsche Erfahrungen“.
mehr »

Mit Abendprogramm und Algorithmus

Die aktuelle ARD/ZDF-Medienstudie zeigt eine Mediennutzung ohne Wachstum. Ältere bleiben beim linearen TV-Programm, Jüngere wechseln zu digitalen Plattformen und KI-Tools. Für Sender und Redaktionen verschärft sich damit ein zeitlicher Wettbewerb, den Reichweitenzahlen allein nicht mehr abbilden.
mehr »

Mentale Belastungen im Journalismus

Immer mehr Journalist*innen fühlen sich in ihrem Beruf unwohl. Der Druck ist in den vergangenen Jahren enorm gestiegen. Zum einen werden Menschen, die journalistisch tätig sind, über Hasspostings in den sozialen Medien angefeindet. Zum anderen steigt der interne Druck durch Arbeitsverdichtung und Vorgesetzte. Mit Helpline bietet „Netzwerk Recherche“ seit einigen Jahren ein telefonisches Gesprächsangebot – anonym, vertraulich und kostenlos.
mehr »

Der WDR halbiert sich selbst

Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) hat heute weitreichende Pläne zur Verknappung des Programmangebots, Stellenstreichungen und Beschäftigungsabbau für freie Mitarbeiter*innen bekanntgegeben. Dies betrifft zunächst 76 noch nicht genannte Programmangebote und bis 2030 eine Halbierung der bisher 600 Programmformate. ver.di kritisiert die massiven Einschnitte.
mehr »