Honorarkürzung

Wer als Redakteur Artikel schreibt, als Bildjournalistin fotografiert oder als Freier Rundfunkbeiträge erstellt, ist Urheber und lebt von seinen Urheberrechten. Unsere Mitglieder verdienen ihren Lebensunterhalt damit, dass sie Genehmigungen für die Nutzung ihrer Werke in Zeitungen und Zeitschriften, im Rundfunk und Internet erteilen und dafür Honorar oder Gehalt erhalten.

Dass Urheber nicht für die Anwesenheit in einer Redaktion, den Zeitaufwand für das Tippen eines Textes oder Erstellen eines Fotos bezahlt werden, scheint für viele von ihnen selbst so abstrakt zu sein, dass sie sich lieber nicht mit ihren Urheberrechten beschäftigen. Schade, denn andere tun es um so intensiver. Beispiel Internet.
In diesem Herbst steht nun in Deutschland eine Zäsur bei der Entwertung von Urheberrechten an. Es geht um die Vergütungen, die Urheber erhalten, damit jedermann ihre Texte, Fotos und anderen Werke für private Zwecke speichern, kopieren und ausdrucken kann – eine Grundlage der modernen Informations- und Wissensgesellschaft mithin.
Das bisherige System ist so einfach wie effizient – für Urheber und Nutzer. Direkt beim Kauf eines „Kopiergeräts“ oder Speichermediums wird eine Pauschale erhoben, die über die Verwertungsgesellschaften an die Urheber verteilt wird.
Die Informationstechnik- und Telekommunikationskonzerne wollen, dass Information, Wissen und Kultur zu ihrer Ware werden – billig im Einkauf, teuer durch Einzelabrechnung für den Nutzer. Das nennt sich Digital Rights Management (DRM). Durchsetzen können sie den Systemwechsel derzeit noch nicht.
Als erster Schritt sollen die Urheberrechte billiger werden. Von Kanzler Schröder ließen sie sich auf der CeBIT 2005 versprechen, dass die „Urheberabgaben“ auf ihre – größtenteils importierten – Geräte auf fünf Prozent des Verkaufspreises begrenzt werden. Das will seine Justizministerin Zypries seitdem mit einem „Zweiten Korb“ der Urheberrechtsnovelle umsetzen – jetzt unter der Großen Koalition.
Für uns Urheber geht es dabei um Einkommenseinbußen in zweistelliger Millionenhöhe pro Jahr, der jährliche Scheck der VG Wort oder Bild-Kunst wird danach in Zukunft äußerst mager ausfallen oder ganz ausbleiben. Für uns Journalisten geht es aber auch darum, ob Information künftig zu einer Ware wird, die nicht mehr frei zugänglich ist und die sich nur noch wenige leisten können. Genug Gründe also, um in den nächsten Wochen für das Urheberrecht einzutreten und Kontakt mit denjenigen aufzunehmen, die darüber im Bundestag entscheiden werden.
Handlungsmöglichkeiten zum „Zweiten Korb“: www.urheber.info

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Mehr Sichtbarkeit für Frauen beim SWR

Der Südwestrundfunk (SWR) will den Frauenanteil in Radio, Fernsehen und Internet erhöhen und Frauen in allen Programmen sichtbarer machen. Daher stellt sich der Sender als erste Landesrundfunkanstalt der ARD der sogenannten 50:50-Challenge. Nach dem Vorbild der britischen BBC sollen alle Redaktionen ein Jahr lang freiwillig auf ein möglichst ausgeglichenes Geschlechterverhältnis in ihrem Programm achten. Das Mitmachen in den Redaktionen ist freiwillig.
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Höhere Ausschüttung bei VG Bild-Kunst

Trotz der Pandemie konnte die VG Bild-Kunst im Geschäftsjahr 2020 ein außergewöhnlich positives Ergebnis erzielen. Auch die Ausschüttung an ihre Berechtigten im In- und Ausland konnte gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden, teilte die Verwertungsgesellschaft mit. Die Gesamterlöse der VG Bild-Kunst beliefen sich im Geschäftsjahr 2020 auf 109,7 Millionen Euro. Zum Vergleich: 2019 wurden 61,2 Millionen Euro und 2018 56,3 Millionen Euro erzielt.
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Aus’m Maschinenraum der Kulturarbeit

Ich bin Percussionist. (Hä?) Ok, ich bin Musiker. Und seit 2005 ver.di-Mitglied im Fachbereich Medien, Kunst und Industrie in Hamburg. Seit über dreißig Jahren professioneller Musiker, war ich 16 Jahre sogenannter Principal in Musical Orchestern, etwa bei Disneys „Tarzan“. Genauso lange war ich Freischaffender, hab etwa 250 CD-Produktionen gemacht, drei davon mit Ulrich Tukur.
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Aus‘m Maschinenraum des Journalismus

Es gibt gar keinen Professor Börne, klar, wissen alle. Nur: „Die-Medien-und-die-Politik“ gibt es auch nicht, und das sollten auch alle langsam wissen. Zumindest alle, die, wie Jan Josef Liefers vor einer Woche im Video „Die-Medien-und-die-Politik“ als eine Art Sammelbegriff nutzen. Schon lange und jetzt erst recht zeigt sich in Debatten, dass es einfacher ist, zu pauschalisieren, als sachlich zu diskutieren. Das mag ich so nicht mehr hinnehmen.
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