Schwarze Zeitungsseiten

Mit einer Kampagne wollen die Verlegerverbände das neue Urhebervertragsrecht quasi noch in letzter Minute stoppen. Die Pressepräsentation ihres Aufbäumens in Form von Anzeigen in den verlagseigenen Blättern wurde am 17. September vor dem Berliner Intercontinental Hotel von Protesten der Gewerkschaften begleitet. Denn: „Kreativität ist was wert“, sind sich die Verbände und Organisationen der Urheber einig. Ein neues Gesetz: „Jetzt“ wird in einer Plakataktion gefordert. Schwärzungen in Berliner Tageszeitungen, ausgebreitet vor dem Hoteleingang, machten deutlich, welche Werke von freien Journalisten und Fotografen stammen. Mitunter bedeckte die schwarze Farbe im „Tagesspiegel“ und der „Berliner Morgenpost“ ganze Seiten, in jedem Fall große Flächen. Die ohnehin geringen Honorare jener, die demzufolge einen großen Teil der Zeitungen füllen, werden ständig zur Diskussion gestellt. Zweitverwertungen will man kostenlos haben.

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ÖRR als Public Open Space?

Der Reformstaatsvertrag eröffnet neue Wege für die Infrastruktur öffentlicher Kommunikation, befindet Jan Christopher Kalbhenn in einer Kurzstudie, die er für die Friedrich-Ebert-Stiftung verfasst hat. Denn die demokratische Öffentlichkeit, so Kalbhenn, steht angesichts der Machtkonzentration bei digitalen Plattformen vor einer grundlegenden ordnungspolitischen Herausforderung.
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