Schwarze Zeitungsseiten

Mit einer Kampagne wollen die Verlegerverbände das neue Urhebervertragsrecht quasi noch in letzter Minute stoppen. Die Pressepräsentation ihres Aufbäumens in Form von Anzeigen in den verlagseigenen Blättern wurde am 17. September vor dem Berliner Intercontinental Hotel von Protesten der Gewerkschaften begleitet. Denn: „Kreativität ist was wert“, sind sich die Verbände und Organisationen der Urheber einig. Ein neues Gesetz: „Jetzt“ wird in einer Plakataktion gefordert. Schwärzungen in Berliner Tageszeitungen, ausgebreitet vor dem Hoteleingang, machten deutlich, welche Werke von freien Journalisten und Fotografen stammen. Mitunter bedeckte die schwarze Farbe im „Tagesspiegel“ und der „Berliner Morgenpost“ ganze Seiten, in jedem Fall große Flächen. Die ohnehin geringen Honorare jener, die demzufolge einen großen Teil der Zeitungen füllen, werden ständig zur Diskussion gestellt. Zweitverwertungen will man kostenlos haben.

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"Echte Reporter*innen sitzen nicht in der Bundespressekonferenz, sondern schießen um 11 Uhr Fotos beim Grillfest der Freiwilligen Feuerwehr, schauen sich nachmittags das Kindertheater in der Turnhalle an und schreiben am Abend bei der Hauptversammlung des Geflügelzuchtvereins mit.“ Wer nach einer Definition von Lokaljournalismus sucht: Das wäre eine.
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Wenn freie Medien „Lieblingsfeinde“ sind

Freie Medien als Garanten für Demokratie stehen im Fadenkreuz der Rechten. Was bedeutet das für einen Journalismus, der ausgewogen berichten will? Wie können antidemokratische Prozesse gestoppt und umgekehrt werden? Darüber wurde auf der diesjährigen Medienpolitischen Tagung „Lieblingsfeind Freie Medien – europäische und deutsche Erfahrungen“, von ver.di und DGB in Berlin diskutiert.
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