Urheberrechte erfolgreich verteidigt

Die Online-Verwertung von Fotos sowie der Nachdruck der Aufnahmen in den „Potsdamer Neuesten Nachrichten – einer sogenannten Mantelausgabe der Zeitung „Der Tagesspiegel“ – sind zustimmungspflichtig und müssen honoriert werden. Das entschied Anfang Juli das Berliner Kammergericht und bestätigte damit eine erstinstanzliche Entscheidung des Berliner Landgerichts.

Fünf freie Fotografen haben sich damit erfolgreich gegen die Verletzung ihrer Urheberrechte durch die Holtzbrinck-Zeitung gewehrt. Vier ergangene Urteile sind rechtskräftig, denn auch die durch den „Tagesspiegel“ eingelegte Berufung gegen das Urteil des Kammergerichts ist inzwischen abgewiesen worden. In einem Fall ist die Berufungsverhandlung jedoch noch nicht zu Ende. In dem bereits zwei Jahre andauernden Verfahren gegen den Freelancer aus Potsdam wird es eine weitere Beweiserhebung geben. Der „Tagesspiegel“ bestreitet, dass Fotos des Freiberuflers auch im Online-Archiv gespeichert wurden. Lediglich die Nutzung analog der anderen Fälle in der aktuellen Online-Ausgabe und in den PNN wird notgedrungen eingeräumt. Nunmehr sollen „Tagesspiegel“-Geschäftsführer Joachim Meinold und Verlagsdirektor Gerd Appenzeller im November als Zeugen geladen werden.

 

 

nach oben

weiterlesen

Kunst darf an die Grenzen gehen

In einer am 26. Juli 2021 veröffentlichten Stellungnahme für das Bundesverfassungsgericht hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft einen als "Schmähgedicht" überschriebenen Vortrag von Jan Böhmermann 2016 im ZDF als "von der Kunstfreiheit gedeckt" bezeichnet. "Eine demokratische Gesellschaft muss aushalten können, dass Künstlerinnen oder Künstler in künstlerischer Form an Grenzen gehen, bis es schmerzt", erklärte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christoph Schmitz.
mehr »

Dreh- und Angelpunkt ist die Staatsferne

Nach dem Scheitern der Bundes-Presseförderung: Wie lassen sich künftig Medienvielfalt erhalten und Qualitätsjournalismus unterstützen? Ein Gutachten von Wissenschaftlern der Universität Mainz liefert interessante Vorschläge zur Hilfe für die Medienbranche. Dreh- und Angelpunkt der Überlegungen ist dabei die gebotene Staatsferne.
mehr »

Urteil wegen Nötigung erneut bestätigt

Berufung vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth gescheitert: Der Freiburger Rechtsanwalt Dubravko Mandic muss wegen Nötigung einer Journalistin nun neben 60 Tagessätzen zu je 120 Euro auch die Prozesskosten von Erst- und Berufungsinstanz bezahlen. Mandic soll im Mai 2019 am Rande eines Treffens des inzwischen aufgelösten AfD-Rechtsaußen-Flügels in Greding (Mittelfranken) der auf Rechtsextremismus spezialisierten Journalistin Birgit M. das Mobiltelefon aus der Hand gerissen haben.
mehr »

WDR: Kein Platz für Rückwärtsgewandte

Seit Jahren erlebe ich den WDR als einen Arbeitgeber, in dem Vielfalt als Stärke gesehen wird. Als schwuler Mitarbeiter musste ich mir nie Sorgen machen, in irgendeiner Form diskriminiert zu werden. So geht es vielen Mitarbeiter*innen beim WDR. Deswegen bin ich sehr besorgt, wenn der „Verein kinderreicher Familien Deutschland“ in den künftigen Rundfunkrat einzieht, vorgeschlagen vom Kabinett Laschet in NRW.
mehr »