Urheberrechte erfolgreich verteidigt

Die Online-Verwertung von Fotos sowie der Nachdruck der Aufnahmen in den „Potsdamer Neuesten Nachrichten – einer sogenannten Mantelausgabe der Zeitung „Der Tagesspiegel“ – sind zustimmungspflichtig und müssen honoriert werden. Das entschied Anfang Juli das Berliner Kammergericht und bestätigte damit eine erstinstanzliche Entscheidung des Berliner Landgerichts.

Fünf freie Fotografen haben sich damit erfolgreich gegen die Verletzung ihrer Urheberrechte durch die Holtzbrinck-Zeitung gewehrt. Vier ergangene Urteile sind rechtskräftig, denn auch die durch den „Tagesspiegel“ eingelegte Berufung gegen das Urteil des Kammergerichts ist inzwischen abgewiesen worden. In einem Fall ist die Berufungsverhandlung jedoch noch nicht zu Ende. In dem bereits zwei Jahre andauernden Verfahren gegen den Freelancer aus Potsdam wird es eine weitere Beweiserhebung geben. Der „Tagesspiegel“ bestreitet, dass Fotos des Freiberuflers auch im Online-Archiv gespeichert wurden. Lediglich die Nutzung analog der anderen Fälle in der aktuellen Online-Ausgabe und in den PNN wird notgedrungen eingeräumt. Nunmehr sollen „Tagesspiegel“-Geschäftsführer Joachim Meinold und Verlagsdirektor Gerd Appenzeller im November als Zeugen geladen werden.

 

 

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Auch Faktenchecker streichen Stellen 

Correctiv ist spätestens seit der Enthüllung zu einem Geheimtreffen von rechtsextremen Akteuren im November 2023 in Potsdam deutschlandweit bekannt. Die Faktenchecker aus Essen und Berlin haben in Folge der Berichterstattung über einen „geheimen Masterplan“, auch „zur Ausweisung von deutschen Staatsbürgern“, gegen die es Unterlassungsklagen und Gerichtsurteile gibt, Massenproteste gegen die AfD, Ausgrenzung und Rassismus ausgelöst.
mehr »

ZDF: Mehr Barrierefreiheit dank KI

„Ein ZDF für alle“ – so lautet seit 2022 das Zielbild des öffentlich-rechtlichen Senders. Damit will das ZDF unter anderem auf die veränderte Mediennutzung, die digitale Transformation und eine zunehmend fragmentierte Öffentlichkeit reagieren. Dazu gehört auch, bis 2028 barrierefreie Angebote auszubauen. Dabei will das ZDF nun stärker auf KI setzen.
mehr »

Programmreform im DLF: Freie wehren sich

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kritisiert den Umgang mit freien Programmschaffenden im Zuge der Programmreform im Deutschlandfunk, die ab Dezember 2026 das Sendeschema des bundesweiten Radiokanals grundlegend verändern wird. In einem ver.di vorliegenden, von mehr als 550 Mitarbeitenden des Deutschlandfunks namentlich unterzeichneten Offenen Brief wehren sich die Freien.
mehr »

Schrittmacher für den Lokaljournalismus

„Im Lokalen schlägt das Herz des Journalismus, hier ist er für die Menschen besonders gut erlebbar.“ So Netzwerk Recherche, das Lokaljournalist*innen mit einem Fellowship Lokale Recherche und einem Support Desk unterstützt, da sie unter wachsendem Druck Demokratie und mediale Glaubwürdigkeit verteidigen müssen.
mehr »