Arbeitnehmervertretungen ausgeschlossen

CinemaxX AG und UFA Filmtheater GmbH & Co KG haben Verhandlungen aufgenommen

Anfang Januar haben die CinemaxX AG und UFA Filmtheater GmbH & Co KG bekannt gegeben, dass sie Verhandlungen über eine gemeinsame Zusammenarbeit aufgenommen haben. In den nachfolgenden Wochen sollten die Möglichkeiten einer zukünftigen Zusammenarbeit ausgelotet werden. Die Betreiber kleiner Kinos befürchten, dass die beiden Marktführer in der Sparte Arthouse sich verstärkt engagieren und ihnen die Gäste für den Non-Hollywood-Film abspenstig machen will.

Die Arbeitnehmervertretungen der beiden Unternehmen wurden überraschend ad hoc über diesen Vorgang informiert und genauso schnell auch wieder mit ihren Spekulationen allein gelassen. Die Unternehmensleitungen haben bisher keine Schritte unternommen, die Gesamtbetriebsräte wie auch die Betriebsräte vor Ort in die Verhandlungen einzubinden. Wenn man vom worst case für die Beschäftigten ausgeht, d.h. von einer Übernahme der UFA durch CinemaxX, dann ist neben den positiven Synergieeffekten für die Aktieninhaber und Banken von einem Personalabbau in den Städten, wo man vorab gemeinsam mehrere Kinos betrieben hat bis hin zu Schließungen auszugehen. Darüber hinaus ließ die CinemaxX AG verlautbaren, dass man in Folge der Verhandlungen über Planungen und Neueröffnungen von Filmtheatern neu nachdenkt.

Wenn es nur zu einer strategischen Partnerschaft langen sollte, dann kann die Belegschaft der beiden Unternehmen davon ausgehen, dass – neben einem billigeren Filmeinkauf für die Unternehmen und einem aufeinander abgestimmten Filmangebot für die Kunden – für sie recht wenig dabei herum kommen wird. Vielleicht neben einer weiteren Flexibilisierung der Arbeitsbedingungen, durch Personalabbau, dem Einsatz von Leiharbeitern auch eine Streichung weiterer Lohnzusatzleistungen, wie Provisionsregelung und kostenloser Eintritt – mehr ist da eigentlich nicht mehr zu streichen.

Anfang März gaben die Unternehmen bekannt, dass die Gespräche langwieriger als ursprünglich gedacht ausfielen und sie noch einige Wochen Zeit brauchten. Nun soll Ende März das Verhandlungsergebnis bekannt gegeben werden. Man kann gespannt sein, ob die Unternehmen bis dahin die Arbeitnehmervertretungen in die Verhandlungen mit einbezogen haben.

nach oben

weiterlesen

Details zur geplanten Presseförderung

Das Bundeswirtschaftsministerium hat weitere Details zur geplanten Förderung des digitalen Umbaus im Verlagswesen bekanntgegeben. Die Gelder in Höhe von insgesamt 220 Millionen Euro sollen für künftige Investitionen beispielweise "in die digitale Markterschließung, in Technologien zur Verbreitung der Inhalte sowie den Verkauf digitaler Anzeigen, aber auch Qualifizierungs- und Schulungsmaßnahmen der Verlagsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter" gezahlt werden, wie das Ministerium am Donnerstag auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) in Berlin mitteilte.
mehr »

Der KiKa müsste neue Formate entwickeln

Am 7. März wird die „Sendung mit der Maus“ fünfzig Jahre alt. Armin Maiwald ist einer der „Väter“ des Klassikers im Kinderfernsehen, der Kindern mit Lach- und Sachgeschichten seit 1971 im „Ersten“ die Welt erklärt. Der Maus-Miterfinder ist für die Sachgeschichten zuständig. Sie werden, wie er zum Jubiläum eröffnete, vor der Ausstrahlung keinem einzigen Kind gezeigt. Doch will Maiwald mehr Aufmerksamkeit für ein Fernsehen, das sich wirklich um die Bedürfnisse der Kinder kümmert.
mehr »

Unsere Stärken auf allen Wegen ausspielen

Seit dem 1. Februar steht mit Katja Wildermuth erstmals eine Frau an der Spitze des Bayerischen Rundfunks (BR). Die neue Intendantin war zuvor Programmdirektorin beim Mitteldeutschen Rundfunk und blickt auf eine langjährige Fernsehkarriere beim MDR und NDR zurück. Die nun vierte amtierende Intendantin einer ARD-Anstalt beantwortete M Online kurz nach ihrem Amtsantritt Fragen zu Positionen, eigenen Vorhaben und aktuellen Debatten im öffentlich-rechlichen Rundfunk.
mehr »

Guter Film braucht einen guten Ton

Die Klage ist vermutlich so alt wie das Fernsehen: Viele Zuschauer haben bei Filmen und Serien Probleme, den Dialogen zu folgen. Das hat auch mit dem Alter zu tun; ARD und ZDF bekommen vermutlich mehr solche Beschwerden als zum Beispiel ProSieben. Seit einiger Zeit nun versuchen verschiedene ARD-Sender im Rahmen von Pilotprojekten, die Sprachverständlichkeit des Fernsehens zu verbessern. Die Ursache liegt jedoch tiefer: Der Ton ist seit Jahrzehnten das Stiefkind der Filmproduktion.
mehr »