Bauer: Fernsehwoche nur noch mit „Rest“-Redaktion

Auslagerungen oder sogenannte Umstrukturierungen stehen bei Bauer offenbar weiter auf der Tagesordnung. Eines der jüngsten Opfer ist die Fernsehwoche. Bis auf die Textredaktion wurden alle Ressorts aufgelöst.

Die bisherige Chefredakteurin Beatrix Kruse und sieben weitere Mitarbeiter, darunter die Layouter, erhielten ihre Kündigung. Den Chefposten nimmt seit Anfang Mai Jan von Frenckell ein und verantwortet damit neben Auf einen Blick und TV Klar den dritten Titel. Die „Rest“-Redaktion ist inzwischen mit den anderen Programmzeitschriften auf einen Flur gezogen. Das Layout für die Fernsehwoche kommt von einem Dienstleister außerhalb. Der Bauer-Betriebsrat zeigte sich „bestürzt, enttäuscht und wütend“ über das Vorgehen der Geschäftsführung, die nicht einmal die Kündigung der Chefredakteurin begründet habe. Dieser schlechte Umgangsstil sei ein falsches Signal für die gesamte Belegschaft, heißt es in einem Newsletter des Betriebsrates.

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In Schwung bleiben dank „Radio Ginseng“

Die Arzneiwurzel gilt als bewährtes Tonikum, das Immunsystem zu stärken, den Stoffwechsel anzuregen, den Körper widerstandsfähiger gegen Stress und andere schädliche Einflüsse zu machen. Vor allem bei reiferen Jahrgängen soll Ginseng die mentale Leistungsfähigkeit stärken, Müdigkeit bekämpfen und Infekten vorbeugen. „Radio machen hält in Schwung – wie Ginseng“, heiß es bei „Radio Ginseng“, das aus dem Brandenburgischen sendet. Auch das Programm will wohltun und zielt vor allem auf geistige Fitness.
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Medienwirtschaft erholt sich langsam

Den statistischen Indizien nach erholt sich die Medienwirtschaft von den Pandemiefolgen. Die längerfristigen Trends bleiben allerdings ungebrochen: Die Auflagen der gedruckten Periodika schrumpfen, Video- und Audiostreaming verändern die Marktanteile zu ihren Gunsten und erzeugen offenbar auch andere Nutzungsgewohnheiten. Die Buchbranche hält sich stabil, wobei sich die Gewichte vom Laden- zum Onlineverkauf verschieben. Auch bei den Kinos sprießen neue Hoffnungen.
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„green motion“ in der Film- und TV-Branche

Ein breites Bündnis wesentlicher Branchenvertreter*innen des deutschen Film-, TV- und VoD-Marktes hat sich entschlossen, einen großen Teil ihrer Inhalte zukünftig klima- und ressourcenschonend herzustellen. Damit sollen in relevantem Maße CO2-Emmissionen vermieden werden. Im Arbeitskreis „Green Shooting“ wurden hierzu erstmals einheitliche ökologische Mindeststandards für nachhaltige Produktionen entwickelt und sich in einer Nachhaltigkeitsinitiative ab 1. Januar 2022 zu deren Einhaltung verpflichtet.
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Begegnung mit dem Datenschatten

Die Berliner Künstler*innen-Gruppe Laokoon hat mit #madetomeasure ein investigativ-künstlerisches Datenexperiment realisiert. Sie hat Szenen aus dem Leben einer realen Person rekonstruiert, indem sie deren Google-Suchen ausgewertet hat. Das Projektergebnis ist als Film und Website zu besichtigen. Bilanzierend erkennen die Macher, „welches mächtige Werkzeug“ es auch für Manipulatoren sein kann, mit IT massenhaft psychologische Profile zu erstellen.
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