Blitz Tip entlässt alle Mitarbeiter

Als das im Blitz Tip Verlag erschienene Anzeigenblatt Äppler Ende Mai eingestellt wurde, sah die Belegschaft einen Großteil der Arbeitsplätze im Verlagshaus als gefährdet an. Von etwa 50 Prozent sprach die Chefetage. Auf einer Kundgebung protestierten die Beschäftigten am 6. Juni in Frankfurt am Main gegen drohende Jobverluste in dem Haus, dass auch noch das Blatt Blitz Tip herausgibt. Entgegen ihrer ursprünglichen Aussage gaben Geschäftsführer und Gesellschafter des Verlages am 19. Juni nunmehr Folgendes bekannt: Ein Weiterbetrieb des Blitz Tip zum Wochenende werde ohne eigenes Personal durchgeführt. Alle nötigen Dienstleistungen, um den Titel weiter am Markt zu positionieren und erscheinen zu lassen, würden eingekauft.
Für alle 53 Beschäftigten der Verlag Blitz Tip GmbH & Co. KG in Neu-Isenburg, die zum Teil schon seit Jahrzehnten im Betrieb sind, bedeutet dies den Verlust ihrer Arbeitsplätze. Gesellschafter des Verlags, der zu den ältesten und größten Anzeigenblattverlagen Deutschlands gehört und im vergangenen Jahr sein 40-jähriges Bestehen feierte, sind die Frankfurter Rundschau, die Verlagsgesellschaft Madsack in Hannover und die Mainzer Verlagsgruppe Rhein Main.

 

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Unsere Stärken auf allen Wegen ausspielen

Seit dem 1. Februar steht mit Katja Wildermuth erstmals eine Frau an der Spitze des Bayerischen Rundfunks (BR). Die neue Intendantin war zuvor Programmdirektorin beim Mitteldeutschen Rundfunk und blickt auf eine langjährige Fernsehkarriere beim MDR und NDR zurück. Die nun vierte amtierende Intendantin einer ARD-Anstalt beantwortete M Online kurz nach ihrem Amtsantritt Fragen zu Positionen, eigenen Vorhaben und aktuellen Debatten im öffentlich-rechlichen Rundfunk.
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Mumia Abu Jamal an Corona erkrankt?

Die Nachricht über die akute Bedrohung für die Gesundheit des seit 1981 inhaftieren US-Journalisten erreichte in den letzten Tagen Solidaritätsgruppen in aller Welt. Sie fürchten um das Leben des 66-Jähigen, der wegen zahlreicher Vorerkrankungen zur Risikogruppe gehört. Der Aktivist der Black-Panther-Party wurde wegen der angeblichen Ermordung eines Polizisten zum Tode verurteilt. 2011 hat ein Bundesgericht die Strafe in lebenslange Haft ohne Revisionsmöglichkeit umgewandelt.
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Die Klage ist vermutlich so alt wie das Fernsehen: Viele Zuschauer haben bei Filmen und Serien Probleme, den Dialogen zu folgen. Das hat auch mit dem Alter zu tun; ARD und ZDF bekommen vermutlich mehr solche Beschwerden als zum Beispiel ProSieben. Seit einiger Zeit nun versuchen verschiedene ARD-Sender im Rahmen von Pilotprojekten, die Sprachverständlichkeit des Fernsehens zu verbessern. Die Ursache liegt jedoch tiefer: Der Ton ist seit Jahrzehnten das Stiefkind der Filmproduktion.
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Buchtipp: Sprache in den Medien

Seit Jahrhunderten wird den Zeitungen eine Verhunzung der deutschen Sprache vorgeworfen. Zeitungsschreiber seien als „Sudler“ für alle nur erdenklichen Sprachverhunzungen verantwortlich. Das Zitat stammt vom 1860 verstorbenen Philosophen Arthur Schopenhauer. Schon 1643 geißelte der Arzt und Dichter Christoph Schorer aus Memmingen die „Sprachverderber“, weil sie so viele französische und lateinische Vokabeln verwendeten.
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