Blitz Tip entlässt alle Mitarbeiter

Als das im Blitz Tip Verlag erschienene Anzeigenblatt Äppler Ende Mai eingestellt wurde, sah die Belegschaft einen Großteil der Arbeitsplätze im Verlagshaus als gefährdet an. Von etwa 50 Prozent sprach die Chefetage. Auf einer Kundgebung protestierten die Beschäftigten am 6. Juni in Frankfurt am Main gegen drohende Jobverluste in dem Haus, dass auch noch das Blatt Blitz Tip herausgibt. Entgegen ihrer ursprünglichen Aussage gaben Geschäftsführer und Gesellschafter des Verlages am 19. Juni nunmehr Folgendes bekannt: Ein Weiterbetrieb des Blitz Tip zum Wochenende werde ohne eigenes Personal durchgeführt. Alle nötigen Dienstleistungen, um den Titel weiter am Markt zu positionieren und erscheinen zu lassen, würden eingekauft.
Für alle 53 Beschäftigten der Verlag Blitz Tip GmbH & Co. KG in Neu-Isenburg, die zum Teil schon seit Jahrzehnten im Betrieb sind, bedeutet dies den Verlust ihrer Arbeitsplätze. Gesellschafter des Verlags, der zu den ältesten und größten Anzeigenblattverlagen Deutschlands gehört und im vergangenen Jahr sein 40-jähriges Bestehen feierte, sind die Frankfurter Rundschau, die Verlagsgesellschaft Madsack in Hannover und die Mainzer Verlagsgruppe Rhein Main.

 

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Mehr Sichtbarkeit für Frauen beim SWR

Der Südwestrundfunk (SWR) will den Frauenanteil in Radio, Fernsehen und Internet erhöhen und Frauen in allen Programmen sichtbarer machen. Daher stellt sich der Sender als erste Landesrundfunkanstalt der ARD der sogenannten 50:50-Challenge. Nach dem Vorbild der britischen BBC sollen alle Redaktionen ein Jahr lang freiwillig auf ein möglichst ausgeglichenes Geschlechterverhältnis in ihrem Programm achten. Das Mitmachen in den Redaktionen ist freiwillig.
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Sie haben Post! – Ein neuer Newsletter

Altbacken, langweilig und viel zu viele: Newsletter galten lange Zeit als überholt. Doch das hat sich geändert. Aus den USA kommt der Trend, dass auch einzelne Journalistinnen und Journalisten ihre Inhalte im Abo direkt an ihre zahlende Leserschaft ausschließlich mailen. Sie stehen weder im Netz noch in gedruckten Medien. Wer Insider-Infos für zahlungsbereite Kundschaft liefert, kann damit sogar Geld verdienen. Einfach ist das allerdings nicht.
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Neuer Tarifvertrag für Filmschaffende

Nach fünfmonatigen Verhandlungen gibt es einen Tarifabschluss für die rund 25.000 Filmschaffenden in Deutschland, der ab September gilt. Die ver.di FilmUnion erreichte gemeinsam mit der Schauspielgewerkschaft BFFS in Verhandlungen mit der Produzentenallianz Verbesserungen bei Arbeitszeiten, Freizeitphasen während der Dreharbeiten, Zuschlägen am Wochenende und bessere Bedingungen für Arbeitsverträge von Schauspieler*innen. Außerdem soll ab September über die Erhöhung der Gagen verhandelt werden.
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Filmtipp: Hinter den Schlagzeilen

Am 5. Mai 2021 startet das 36. DokFest München mit „Hinter den Schlagzeilen“, einem Film über die Arbeit zweier Investigativ-Journalisten der Süddeutschen Zeitung (SZ). Ihnen wurde 2019 das „Ibiza-Video“ zugespielt, das nach seiner Veröffentlichung den österreichischen FPÖ-Vizekanzler zu Fall brachte. Daniel Sagers Dokumentarfilm fängt die aufwändigen Recherchen in der SZ-Redaktion ein und macht so deutlich, wie wichtig seriöser Journalismus in Zeiten von Fake News und Social Media ist.
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