Frankfurter Rundschau: Sozialer Verantwortung stellen

Die SPD-Medienholding ddvg stellt in Form eines Darlehens eine Million Euro zur Verfügung, damit ehemalige Mitarbeiter der Frankfurter Rundschau (FR) schneller abgefunden werden können.

Rund 360 Beschäftigte aus Verlag und Druckerei hatten im Frühjahr durch die Insolvenz des Unternehmens ihren Arbeitsplatz verloren. Nur 28 Redakteurinnen und Redakteure wurden von den neuen Eigentümern der FR übernommen. Der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke würdigte ausdrücklich, dass die ddvg als Minderheitsgesellschafterin des Druck- und Verlagshauses Frankfurt damit soziale Verantwortung übernehme. Die ddvg gewährleiste mit ihrer Vorfinanzierung, dass wenigstens rund ein Viertel der mit dem Insolvenzverwalter vereinbarten Sozialplanleistungen zeitnah ausgezahlt werden. Beschämend sei dagegen, so Werneke, dass Mehrheitsgesellschafter M. DuMont Schauberg es bisher strikt ablehne, für seine ehemaligen Beschäftigten in Vorleistung zu treten und damit deren Not wenigstens ein wenig zu lindern.

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Dazwischen: Der Podcast für Sachsen-Anhalt

Die Macher*innen des Leipziger Podcast-Radiosenders detektor.fm starteten im März mit DAZWISCHEN ein regionales Nachrichten- und Informationsformat für Sachsen-Anhalt. Es will im Vorfeld der Wahlen „differenziert, nicht nur schablonenhaft, sondern auch in Grautönen über dieses Bundesland berichten“. Wir sprachen mit mit Christian Bollert, Geschäftsführender Gesellschafter von detektor.fm.
mehr »

Schlechte Zeiten für Lokaljournalismus

Zum 30. September endet die Tätigkeit der Rheinischen Redaktionsgemeinschaft (RRG). Die DuMont-Mediengruppe setzt künftig voll auf KI. 57 tarifgebundene Vollzeitstellen entfallen deshalb. Die betroffenen Beschäftigten können sich auf neu zugeschnittene Stellen bewerben. ver.di fordert eine Übernahmegarantie.
mehr »

Kahlschlag bei DuMont in Köln

Die dju in ver.di kritisiert den Kahlschlag der Regionalredaktionen von Kölner Stadt-Anzeiger und Kölnischer Rundschau. Zum 30. September endet die Tätigkeit der Rheinischen Redaktionsgemeinschaft (RRG). 57 tarifgebundene Vollzeitstellen entfallen. Die betroffenen Beschäftigten müssen sich jedoch auf neu zugeschnittene Stellen bewerben. Eine Übernahmegarantie gibt es nicht.
mehr »

Faire Honorare für Filmvermittlung

Die AG Filmvermittlung legt erstmals einen Honorarrahmen für freischaffende Filmvermittler*innen vor und macht damit auch auf die prekäre Erwerbssituation in der Branche aufmerksam. Für die Honorare zieht der Verein den Basishonorarrechner Kultur von ver.di heran.
mehr »