Fünf Redakteure entlassen

Beim Delmenhorster Kreisblatt sollen fünf Redakteure aus wirtschaftlichen Gründen entlassen werden. „Damit wird die Kürzungspolitik des Verlages auf Kosten der Belegschaft auf die Spitze getrieben. Das ist nicht hinzunehmen“, sagte Gabriele Brünings von der dju Niedersachsen-Bremen. Sie forderte die Verantwortlichen auf, die Kürzungspolitik zu stoppen. Die Entlassungen sicherten nicht die Zukunft des Blattes, sondern gefährdeten die Meinungsvielfalt im Nordwesten Deutschlands, erklärte Brünings. Seit Jahren entzieht sich das Delmenhorster Kreisblatt seiner sozialen Verantwortung für die Beschäftigten, indem es sich aus der Tarifbindung verabschiedet hat.

 

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Große Aufgaben, kleines Budget

Als ab Mitte der 1980er-Jahre der Privatfunk auf Sendung ging, markierte das einen großen Umbruch im deutschen Mediensystem. Um die neuen Anbieter zuzulassen und zu beaufsichtigen, wurden Landesmedienanstalten als staatsferne Instanzen gegründet. Doch sie bekommen weniger Geld, als ihnen zusteht.
mehr »

Buchtipp: Klassismus im Journalismus

Journalismus und Medien prägen unseren Blick auf die Welt und auf gesellschaftliche Entwicklungen, die wir ohne diese Vermittlungsleistung von außen vielfach nicht wahrnehmen würden. Daraus erwächst eine besondere gesellschaftliche Verantwortung, die auch mit Klassenverhältnissen und Herkunft zu tun hat.
mehr »

Medientage München: Own it!

Die Medientage München 2026 setzten die Debatten des Vorjahres über Künstliche Intelligenz, ihren Einsatz in den Medien sowie eine Regulierung der großen digitalen Plattformen fort - unter dem Motto "Own it!". Bei der Eröffnung sprach die Philosophie-Professorin Annette Zimmermann über KI und wie sie die Gesellschaft zum einseitigen Vorteil der großen Anbieter verändert.
mehr »

AfD speicherte Journalistendaten

Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di warnt nach dem Datenskandal bei der AfD vor Doxxing gegen Journalist*innen und fordert, sie im Gesetz gegen digitale Gewalt ausdrücklich als besonders gefährdete Berufsgruppe zu schützen.
mehr »