Funke Mediengruppe weiter auf Trennungskurs

Die Funke Mediengruppe (ehemals WAZ) ist weiter auf Trennungskurs. Bis zum Jahresende will der Mehrheitsgesellschafter bei Radio Herne aussteigen, wenn bis dahin kein „gesundes wirtschaftliches Fundament“ für den Lokalsender gefunden wird.

Das erklärte Gunther Fessen, Sprecher der Funke-Gruppe. Die Betriebsgesellschaft von Radio Herne ist bei der in Essen ansässigen Mediengruppe angesiedelt; die Stadt Herne ist Minderheitsgesellschafterin. „Fakt ist, dass der Sender seit der Gründung 1990 bis zum heutigen Tag nur negative Ergebnisse erwirtschaftet hat“, so Fessen. Der jährliche Verlust liege bei rund 200.000 Euro. Notwendig seien strukturelle Veränderungen. Eine denkbare Lösung wäre aus Sicht der Mediengruppe eine Zusammenlegung mit Radio Bochum. Hier sei die Landesmedienanstalt gefordert.
rückwirkend zum 1. Mai hat die Funke Mediengruppe die Ausgaben Kamen und Unna der Westfälischen Rundschau an den Rubens-Verlag (Hellweger Anzeiger, Unna) verkauft. Beide Blätter erscheinen weiter parallel. Für die rund 8.000 Abonnenten beider Ausgaben soll sich nichts ändern, erklärten die Verlage.

nach oben

weiterlesen

Innovative Strategien für den Journalismus

Der Printmedienbranche geht es nicht gut. Auflagen und Anzeigenumsätze sinken, unter der Fusion von Redaktionen leidet die Vielfalt. Auf Einladung der Friedrich-Ebert-Stiftung diskutierten Wissenschaftler*innen, Journalist*innen und Politiker*innen in Berlin unter der Überschrift „Chance durch Innovation – Wege aus der Journalismuskrise“ über Strategien und Konzepte zur Rettung des Qualitätsjournalismus.
mehr »

Staatliche Einheit und mediale Spaltung

Auch 30 Jahre nach dem Fall der Mauer ist der deutsche Medienmarkt gespalten. Die Gründe für das „innerdeutsche“ Ost-West-Gefälle sind kein Geheimnis. Sie liegen hauptsächlich im Nachwende-Kolonialismus der westdeutschen Mehrheitsgesellschaft. Das aktuelle Arbeitspapier der Otto-Brenner-Stiftung „30 Jahre staatliche Einheit – 30 Jahre mediale Spaltung“ analysiert die Fehlentwicklungen und macht Reformvorschläge.
mehr »

nd: Genossenschaft – eine gute Idee?

Das „neue deutschland“, vor Jahren noch stolz als „die Linke unter den Großen“ beworben, wird Ende April 75 Jahre alt. Feierstimmung wird bei den etwa 100 Machern der „Sozialistischen Tageszeitung“ kaum aufkommen. Sie haben andere Sorgen: Am 22. Februar hat die Geschäftsführung informiert, dass die Gesellschafter die ND Druckerei und Verlag GmbH zum Jahresende auflösen wollen. Stattdessen könne eine Genossenschaft gegründet werden. Fragen an Redaktionssprecherin Haidy Damm.
mehr »

Streamingdienste könnten Kinos verdrängen

Als ob die Corona-Krise den Kinobetreiber*innen nicht schon genügend Schwierigkeiten bereitet, gibt es nun ein weiteres, umfassendes Problem: Große US-Filmstudios setzen auf eigene Streamingdienste und wollen dieses Jahr ihre Blockbuster nicht mehr zuerst im Kino zeigen. Damit schwindet der exklusive Vorsprung des Kinos. Ist das Gemeinschaftserlebnis vor großer Leinwand in Gefahr?
mehr »