Funke schließt weitere Lokalredaktionen

Die Funke Mediengruppe schließt weitere Lokalredaktionen der Westfälischen Allgemeinen Zeitung (WAZ) und Westfälische Rundschau (WR) oder zieht sich ganz aus dem Geschäft in einigen Regionen zurück.

Funke Mdeiengruppe LogoAm 31. Oktober erscheinen die WAZ in Dorsten und die WR in Lüdenscheid/Halver und in Altena/Werdohl/ Plettenberg das letzte Mal. Alle Ausgaben der Funke-Blätter im Großraum Dortmund werden – vorbehaltlich der Zustimmung des Kartellamtes – an das Medienhaus Lensing (Ruhr Nachrichten) verkauft. Der Konkurrent übernimmt damit die WAZ und die WR in Dortmund, Lünen, Castrop-Rauxel und zusätzlich die WR in Schwerte. Von den Umbaumaßnahmen in Dorsten und Castrop-Rauxel sind 16 Mitarbeiter betroffen. Ihnen sollen vakante Stellen im Unternehmen angeboten werden.
Auch in Dortmund soll es keine weiteren Kündigungen geben. Inhaltlich werde sich für die Abonnenten nichts ändern, wird von Funke ebenso versichert wie der Glaube an Print – „gerade auch als Träger lokaler Informationen“. „Die Menschen haben Bedarf nach lokalen, kompetent und objektiv aufbereiteten Berichten, nach Einordnung und Debatte – und genau das liefern wir ihnen mit unseren Zeitungen“, ist Geschäftsführer Christian Nienhaus überzeugt.

www.medienmoral-nrw.de

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

ORF: Jetzt reden die Mitarbeitenden

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk Österreichs (ORF) steckt in einer tiefen Krise. Es geht demnach um mutmaßliche sexuelle Belästigung seitens des ehemaligen Generaldirektors, um ein toxisches Arbeitsklima, politische Einflussnahmen. Nach der Aktion "Nicht mit uns" fordern in der Aktion "Mit uns" nun zahlreiche Mitarbeitende Maßnahmen hin zu einer nachhaltigen und tiefgehenden Veränderung.
mehr »

Was bringt der Pressekodex?

Eine Anwältin wird in einer Boulevardzeitung identifizierend an den Pranger gestellt – obwohl sie nichts Unrechtes getan hat. Die Folge: Bedrohungen, eine rechtsextreme Kundgebung vor ihrer Kanzlei, Polizeischutz. Der Deutsche Presserat spricht Monate später eine Rüge aus. Der Schaden ist aber angerichtet.
mehr »

Journalismus speist KI-Antworten

Ein Viertel von 15 Millionen Quellen, die bei KI-Antworten erscheinen, hat journalistische Herkunft, zeigt eine Erhebung des US-amerikanischen PR-Unternehmens Muck Rack. Ist der seit dem Aufkommens des Internets und nun mit Künstlicher Intelligenz scheinbar beschleunigte und häufig beschworene „Untergang des Journalismus“ doch noch aufzuhalten?
mehr »

Machen Sie es sich unbequem

Ich bin Rechtshänderin. Neulich habe ich mir morgens die Zähne mit der linken Hand geputzt. Keine gute Idee. Es fühlte sich falsch an. Ungelenk. Irgendwie so, als würde mein Gehirn die ganze Zeit protestieren. Und genau genommen tat es das auch. Unser Gehirn liebt Gewohnheiten. Es baut dafür regelrechte Autobahnen im Kopf. Und alles, was davon abweicht, fühlt sich erst einmal anstrengend an.
mehr »