Innovationen aus Freimann

IRT-Experte Klaus Merkel demonstriert die Verbindung von TV und Second Screen via HbbTV
Foto: IRT

Seit über 60 Jahren prägt das IRT den audiovisuellen Alltag

Jeder nutzt sie, aber kaum ein Konsument kennt es: Standards und das Institut für Rundfunktechnik (IRT). Gemeinsam ist beiden, dass sie eher im Hintergrund agieren, damit im „Vordergrund“ beim Zuschauer oder Zuhörer ein bewegendes Bild-Ton-Erlebnis zustande kommt. Und das gelingt inzwischen nicht nur in Deutschland und Europa, sondern sogar weltweit.

Bewegtbild und Audio sind für Millionen Alltagsbegleiter – egal ob am heimischen TV oder im Radio, auf dem Smartphone, am PC, Laptop oder Tablet. Aber wie erreichen die Programme bzw. AV-Services zumeist störungsfrei ihre Zuschauer_innen und Zuhörer_innen, funktionieren auf nahezu allen Geräten über die verschiedensten Empfangswege? In Freimann, dort wo sich der Bayerische Rundfunk (BR) im Münchener Norden zwischen Wäldern und Siedlungen an der Isar ein Sendegelände nebst Hubschrauberlandeplatz leistet, sitzt auch das Institut für Rundfunktechnik (IRT). Was auf den ersten Blick lediglich wie ein BR-Ableger erscheint, ist jedoch ein neutrales Kompetenzzentrum für neue Digital-Technologien in den audiovisuellen Medien. Gegründet 1956, arbeiten dort mittlerweile knapp 130 Mitarbeiter an innovativen Lösungen in insgesamt fünf Geschäftsfeldern und zwei Dutzend Themengebieten. Die Palette reicht vom klassischen Rundfunk via Antenne, Satellit und Kabel und von neuen AV-Formaten über crossmediale Produktionstechnik, Metadaten und Cloud Production bis zu All IP/IT, Smart-TV & -Radio sowie 5G-Mobilfunk. Und das nicht nur als quasi ausgelagerte Gemeinschafts-Entwicklungszentrale des deutschsprachigen öffentlich-rechtlichen Rundfunks (Gesellschafter sind ARD, ZDF, Deutschlandradio, ORF, SRG/SSR). Vielmehr liest sich die Liste der IRT-Auftraggeber und Kooperationspartner wie das „Who is who“ der internationalen Medien-, CE- und IT-Industrie.

60 Jahre IRT

1945 – 1955 Vorläufer-Institutionen in Hamburg, Nürnberg und Bad Homburg; 1956 Gründung des Instituts für Rundfunktechnik (IRT) in Nürnberg; 1959 Umzug nach München; 1975/76 neues IRT-Gebäude in Hamburg und Zusammenführung beim BR in München-Freimann

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Crowdworker sollten aktiv mitbestimmen

Mechanical Turk, Upwork oder in Deutschland Content.de, Testbirds, Crowd Guru: Crowdworking-Plattformen sind Teil der sogenannten Plattform-Ökonomie. Von der Arbeit auf Uber, Airbnb oder bei Lieferdiensten wie Foodora grenze sich Crowdworking dadurch ab, dass die Abwicklung des Auftrags komplett online erfolge und ein digitales Ergebnis habe, definierte Prof. Dr. Hans Pongratz von der Ludwig-Maximilians-Universität München auf einer Tagung von ver.di und IG Metall in Berlin.
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Nah am Geschehen

Er mag seinen Job sehr. Das merkt man am Enthusiasmus, mit dem Caspar Sachsse über ihn spricht: „Es gibt immer Abwechslung, ich reise viel, halte mich dabei selten länger an einem Fleck auf und ich sehe unübliche Orte. Ich war schon mal in einer Ketchup-Fabrik, wer kann das schon von sich sagen?“ Das merkt man aber auch am Eifer, mit dem er über das Drumherum spricht: „Ich erwarte mehr Verständnis von Politik und Behörden, dass unser Status endlich als solcher akzeptiert wird und die Rahmenbedingungen sich ändern!“
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Spiel mit den Worten

„Voller Aufregung ob des nahenden Abenteuers erreichte ich den Hafen. Der Kapitän war noch nicht eingetroffen, also genoss ich die kühle Luft an Deck.“ So beginnt die Reise eines Entdeckers im Computerspiel „The Curious Expedition“, in dem man als illustre Figur der Geschichte fremde Regionen entdeckt und allerlei Abenteuer erlebt. Das Spiel des Entwicklers Maschinen-Mensch erschien vor zwei Jahren zuerst in englischer Sprache. Dafür gesorgt, dass auch deutschsprachige Spielende in Entdeckerlaune kommen, hat Iris Schäfer.
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Der Wert der Bilder

Der Erfolg eines Unternehmens hängt, nicht nur im Internet, sondern auch auf Facebook, Instagram, Pinterest und anderen Plattformen, vor allem von einem guten Bild ab. Reichweite, Page-Impressions, Visits, Klicks, Follower, Freunde bestimmen den „Wert“ einer Website, eines Blogs, des Auftritts eines Mediums oder eines Unternehmens in den Sozialen Medien, generieren Werbeeinnahmen, sind eine Rechtfertigung für die Kosten bei „Paid Content“. Professionelle Fotografen tragen mit ihrer Arbeit den Hauptteil zu journalistischem wie gewerblichem visuellen Content bei.
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