Mehr Focus in Berlin

Teile der Focus-Redaktion ziehen bis zum nächsten Frühjahr von München an den neuen Verlagsstandort in Berlin.

Neben den 27 Kollegen im Hauptstadtbüro werden dann auch rund 25 Redakteure der Ressorts Politik und Kultur am Potsdamer Platz arbeiten. Das verkündete Chefredakteur Jörg Quoos Anfang Oktober, der darin einen „entschlossenen Schritt in die Zukunft sieht“. Noch im Juli hatte Burda bestätigt, dass knapp zehn Prozent der Belegschaft des Nachrichtenmagazins abgebaut werden sollen. Das sind etwa 10 bis 15 Stellen!
Die Produktionsfirma Spiegel TV macht ihren Berliner Standort am Pariser Platz zum 31. Dezember dicht. Als Grund wurde die fehlende wirtschaftliche Perspektive angeben. Zuletzt hatte Spiegel TV die Ausschreibung der Deutschen Welle für die Sendung „Quadriga“ an den Konkurrenten Cine Plus verloren. Betroffen von der Schließung sollen acht Mitarbeiter sein. Künftig werde Spiegel TV in Berlin Medienberichten zufolge nur noch sechs Beschäftigte haben, die zu Spiegel Online in die Georgenstraße ziehen.

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Rundfunkreform mit vielen Fragezeichen

Bis zuletzt hatten die öffentlich-rechtlichen Anstalten auf ein Ende der Blockade einer Beitragserhöhung durch die Ministerpräsidenten der Länder gehofft. Die Verweigerungshaltung der Politik ließ ihnen am Ende keine Wahl: Am 19. November kündigten ARD und ZDF eine Klage beim Bundesverfassungsgericht an, um ihren Anspruch auf die von der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) errechnete Empfehlung einer Beitragserhöhung um 58 Cent auf 18,94 Euro monatlich durchzusetzen.
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KI-Lösungen: Heise macht es selbst

Das Medienhaus „Heise Medien“ hat kürzlich das auf generative Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte Medienhaus „Deep Content“ (digitale Magazine „Mixed“ und „The Decoder“) aus Leipzig gekauft. Damit will Heise die Zukunft generativer KI mitgestalten. „Deep Content“ entwickelte mit „DC I/O“ ein professionelles KI-gestütztes Workflow-Framework für Content-Teams und Redaktionen. Bereits seit Juni dieses Jahres kooperiert Heise mit „Deep Content“ bei der Produktion des Podcasts „KI-Update“. Hinter der Übernahme steckt die Idee, den neuen Markt weiter zu erschließen und hohe Gewinne einzufahren.
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Audiodeskription: Die KI liest vor

Die Hälfte der öffentlich-rechtlichen Sender verwendet inzwischen auch synthetische oder mit Künstlicher Intelligenz (KI) generierte Stimmen, um für Fernsehformate Audiodeskriptionen zu erstellen. Das ergibt sich aus Nachfragen von M bei den neun ARD-Landesrundfunkanstalten und beim ZDF. Neben professionellen Sprecher*innen setzen der MDR, WDR, NDR, Radio Bremen und das ZDF auch auf synthetische oder KI-Stimmen für die akustische Bildbeschreibung.
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Lokaljournalismus: Die Wüste droht

Noch sei es nicht so weit, aber von einer "Steppe" könne man durchaus schon sprechen, sagt Christian Wellbrock von der Hamburg Media School. Wellbrock ist Leiter von "Wüstenradar", einer Studie, die zum ersten Mal die bundesweite Verbreitung und zahlenmäßige Entwicklung von Lokalzeitungen in den letzten 30 Jahren unter die Lupe genommen hat. Sie erhebt, wie stark der Rückgang lokaler Medien inzwischen tatsächlich ist und warnt: In etlichen Regionen droht tatsächlich die Verbreitung von "Nachrichtenwüsten".
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