Nicht mehr Weltspitze

Gespräch mit Till Wäscher, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kölner Institut für Medien und Kommunikationspolitik (IfM)

M | In Ihrem Buch „Wer beherrscht die Medien? Die 50 größten Medien- und Wissenskonzerne der Welt“ lautet eine These: „Die deutsche Medienindustrie löst sich langsam, aber sicher auf.“ Auch wenn Sie das auf den internationalen Kontext beziehen – ist das nicht reichlich übertrieben?

Till Wäscher Foto: privat

Till Wäscher | Das ist natürlich eine zugespitzte These, aber im­­­ historischen Vergleich muss man sehen, dass die US-amerikanischen Konzerne, vor allem der neue Typ Medien- und Wissenskonzerne aus dem Silicon Valley, enorm an Größe gewonnen haben. Sie sind in die Inhalteproduktion eingestiegen, kontrollieren gleichzeitig die Vertriebswege und sammeln riesige Mengen an persönlichen Nutzerdaten. Eine vergleichbare Entwicklung hat in Deutschland nicht stattgefunden. Das Beispiel Bertelsmann zeigt, wie ein ehemaliges Top-Unternehmen der achtziger, neunziger Jahre innerhalb von 20 Jahren auf Platz 15 der Weltrangliste abgerutscht ist.

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Crowdworker sollten aktiv mitbestimmen

Mechanical Turk, Upwork oder in Deutschland Content.de, Testbirds, Crowd Guru: Crowdworking-Plattformen sind Teil der sogenannten Plattform-Ökonomie. Von der Arbeit auf Uber, Airbnb oder bei Lieferdiensten wie Foodora grenze sich Crowdworking dadurch ab, dass die Abwicklung des Auftrags komplett online erfolge und ein digitales Ergebnis habe, definierte Prof. Dr. Hans Pongratz von der Ludwig-Maximilians-Universität München auf einer Tagung von ver.di und IG Metall in Berlin.
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Nah am Geschehen

Er mag seinen Job sehr. Das merkt man am Enthusiasmus, mit dem Caspar Sachsse über ihn spricht: „Es gibt immer Abwechslung, ich reise viel, halte mich dabei selten länger an einem Fleck auf und ich sehe unübliche Orte. Ich war schon mal in einer Ketchup-Fabrik, wer kann das schon von sich sagen?“ Das merkt man aber auch am Eifer, mit dem er über das Drumherum spricht: „Ich erwarte mehr Verständnis von Politik und Behörden, dass unser Status endlich als solcher akzeptiert wird und die Rahmenbedingungen sich ändern!“
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Spiel mit den Worten

„Voller Aufregung ob des nahenden Abenteuers erreichte ich den Hafen. Der Kapitän war noch nicht eingetroffen, also genoss ich die kühle Luft an Deck.“ So beginnt die Reise eines Entdeckers im Computerspiel „The Curious Expedition“, in dem man als illustre Figur der Geschichte fremde Regionen entdeckt und allerlei Abenteuer erlebt. Das Spiel des Entwicklers Maschinen-Mensch erschien vor zwei Jahren zuerst in englischer Sprache. Dafür gesorgt, dass auch deutschsprachige Spielende in Entdeckerlaune kommen, hat Iris Schäfer.
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Der Wert der Bilder

Der Erfolg eines Unternehmens hängt, nicht nur im Internet, sondern auch auf Facebook, Instagram, Pinterest und anderen Plattformen, vor allem von einem guten Bild ab. Reichweite, Page-Impressions, Visits, Klicks, Follower, Freunde bestimmen den „Wert“ einer Website, eines Blogs, des Auftritts eines Mediums oder eines Unternehmens in den Sozialen Medien, generieren Werbeeinnahmen, sind eine Rechtfertigung für die Kosten bei „Paid Content“. Professionelle Fotografen tragen mit ihrer Arbeit den Hauptteil zu journalistischem wie gewerblichem visuellen Content bei.
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