Olympia nun doch bei ARD und ZDF

Wie das ZDF mitteilt, werden die Olympischen Spiele weiterhin bei ARD und ZDF zu sehen sein. Man habe sich mit dem Rechteinhaber Discovery auf eine Sublizenzierung für die Spiele von 2018 bis einschließlich 2024 geeinigt. Die Verhandlungen über die Rechtevergabe waren im vergangenen November eingestellt worden, weil die Forderungen des US-Unternehmens bei Weitem über dem vertretbaren Budget der Öffentlich-Rechtlichen lagen.

Damit können ARD und ZDF zwischen 2018 und 2024 Livebilder von zwei olympischen Sommerspielen und zwei olympischen Winterspielen senden. Einschränkungen gebe es laut ZDF lediglich bei den kommenden Winterspielen in Pyeongchang. Aufgrund des geringen zeitlichen Vorlaufs werde man dort nicht von allen Wettbewerben live berichten können.

ARD Sportrechte-Intendant Ulrich Wilhelm zeigte sich zufrieden über die „partnerschaftliche Lösung“ mit Discovery Networks, die zudem das hohe Kostenbewusstsein von ARD und ZDF bei der gemeinsamen Produktion voll und ganz berücksichtige. Das Unternehmen hatte die europäischen TV-Rechte für die Spiele von 2018 bis 2024 für rund 1,3 Milliarden Euro vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) erworben und soll von den deutschen Öffentlichen-Rechtlichen 150 Millionen Euro verlangt haben. Deren Schmerzgrenze lag allerdings bei 100 Millionen Euro.

Der nun doch erreichte Abschluss steht allerdings noch unter Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Gremien von ARD und ZDF.

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Recherche wird zur Superkraft

Recherche-Koryphäen wie Thomas Leif und Hans Leyendecker machten das Netzwerk Recherche groß. Kollegialer Austausch und Kooperation ermöglichen den mittlerweile rund 1300 Mitgliedern auch bei starken Windböen von rechts, weiterhin harte Fakten für die gemeinsame Wirklichkeitsdeutung zu recherchieren, die lebenswichtig für eine Demokratie sind. Diese selbstbewusste Haltung prägte die Jahrestagung „Superkraft Recherche“ zum 25. Geburtstag der Journalist*innenvereinigung.
mehr »

Kartellrecht mit kleinen Ausnahmen

Presseverlage sollen dauerhaft vom Kartellverbot ausgenommen werden, wenn sie außerhalb des redaktionellen Bereichs kooperieren wollen. So steht es im Referentenentwurf zur zwölften Novelle des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB), vorgelegt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Kooperationen im öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunk sollen aber nicht erleichtert werden.
mehr »

Streik in vier großen ARD-Anstalten

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) erhöht deutlich den Druck auf mehrere große ARD-Sender in den laufenden Tarifverhandlungen. Bereits seit Mittwochmorgen finden Streiks im WDR und im SWR statt, von Donnerstag (18. Juni 2026) an auch im BR und im NDR.
mehr »

dju legt 5 Punkte für KI-Einsatz vor

Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di warnt Verlage und Medienunternehmen davor, Künstliche Intelligenz ohne verbindliche Regeln einzusetzen. Immer mehr Redaktionen setzen generative KI im Arbeitsalltag ein, dennoch fehlen vielerorts verbindliche Vereinbarungen. Die dju nennt deshalb fünf Punkte für einen verantwortungsvollen Umgang mit Künstlicher Intelligenz im Journalismus.
mehr »