Online-Dienst Meedia geht an Verlagsgruppe Handelsblatt

Die Verlagsgruppe Handelsblatt übernimmt das Medienportal Meedia, verkündete am 6. Mai Dirk Manthey, Gründer und Herausgeber des Medien-Online-Dienstes, zuvor Chef der Verlagsgruppe Milchstraße.

„Ich selbst möchte mich mit dem Verkauf von Meedia zeitlich entlasten“, begründete Manthey den Schritt. Vor fünf Jahren gegründet, habe Meedia schnell Dienste wie Kress, w&v und Horizont überholt. Als erster überschritt Meedia die 1 Mio. Visit-Marke im Monat. Meedia sei heute – das könne man sicher ohne Übertreibung sagen – die Informationsquelle Nr.1 für Medien-Nachrichten. Die Machart von Mitbegründer Georg Altrogge, im Internetzeitalter viele schnelle Meldungen zu bringen und die Homepage mehrmals am Tag zu aktualisieren, habe von Monat zu Monat mehr Freunde gefunden, schrieb Manthey in eigener Sache. „Trotzdem hat sich Meedia wirtschaftlich immer etwas schwer getan. Das lag vor allem daran, dass Meedia bisher ein Internet-Only-Unternehmen ist“, so Manthey. Vor einer weiteren Expansion etwa durch ein Print-Produkt habe man immer zurückgeschreckt.

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Ohne Kino: „Ben Hur auf der Armbanduhr“

Im Rahmen der Ausstellung „Die große Illusion“, mit der die Stadt Bielefeld seit September die Geschichte des Kinos würdigt, diskutierten am 11. Mai einheimische Kinobetreiber*innen mit dem langjährigen Berlinale-Leiter Dieter Kosslick über die Frage „Stirbt das Kino?“. Hintergrund des Gesprächs waren nicht nur die Schließungen aufgrund der Corona-Pandemie, sondern auch der scheinbar unaufhaltsame Siegeszug der Streamingdienste. Das Fazit war eindeutig: Das Kino wird überleben. Aber klar wurde auch: Einfach wird es nicht.
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Journalismus jenseits von Profit

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Gruner + Jahr führt das Neubauprojekt am Lohsepark in der Hafencity nicht fort. Es sei bereits drei Jahre hinter dem Zeitplan zurück und länger wolle man nicht warten, hieß es aus dem Unternehmen. Dennoch bekennt sich das Unternehmen zum Medienstandort Hamburg. Die Hansestadt mit ihren attraktiven Arbeits-, Wohn- und Lebensbedingungen bleibe auch in Zukunft die Heimat für den Verlag und seine Mitarbeiter*innen, versichert G+J. Gemeinsam mit der Stadt werde nun nach geeigneten zeitgemäßen Flächen gesucht. Für ver.di sind das “gute Nachrichten“.
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