Online-Dienst Meedia geht an Verlagsgruppe Handelsblatt

Die Verlagsgruppe Handelsblatt übernimmt das Medienportal Meedia, verkündete am 6. Mai Dirk Manthey, Gründer und Herausgeber des Medien-Online-Dienstes, zuvor Chef der Verlagsgruppe Milchstraße.

„Ich selbst möchte mich mit dem Verkauf von Meedia zeitlich entlasten“, begründete Manthey den Schritt. Vor fünf Jahren gegründet, habe Meedia schnell Dienste wie Kress, w&v und Horizont überholt. Als erster überschritt Meedia die 1 Mio. Visit-Marke im Monat. Meedia sei heute – das könne man sicher ohne Übertreibung sagen – die Informationsquelle Nr.1 für Medien-Nachrichten. Die Machart von Mitbegründer Georg Altrogge, im Internetzeitalter viele schnelle Meldungen zu bringen und die Homepage mehrmals am Tag zu aktualisieren, habe von Monat zu Monat mehr Freunde gefunden, schrieb Manthey in eigener Sache. „Trotzdem hat sich Meedia wirtschaftlich immer etwas schwer getan. Das lag vor allem daran, dass Meedia bisher ein Internet-Only-Unternehmen ist“, so Manthey. Vor einer weiteren Expansion etwa durch ein Print-Produkt habe man immer zurückgeschreckt.

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Das Boot: Kameramann nimmt Vergleich an

Im Rechtsstreit über eine angemessene Vergütung hat sich der Chefkameramann des international erfolgreichen Filmklassikers „Das Boot“, Jost Vacano, mit den ARD-Anstalten geeinigt. Der 87-Jährige und der im Streit mit acht Anstalten federführende Südwestrundfunk (SWR) nahmen den Anfang Juli vor dem Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart vereinbarten Vergleich fristgerecht an, wie jetzt eine Gerichtssprecherin dem Evangelischen Pressedienst (epd) sagte.
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Werbebranche erholt sich nur langsam

Nicht zuletzt die deutsche Werbebranche widerspiegelt das Pandemiegeschehen: Während das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2020 um 5,1 Prozent schrumpfte, ging das Marktvolumen der Werbewirtschaft um sieben Prozent auf 45 Milliarden Euro zurück. Eine Stabilisierung wird ab dem dritten Quartal 2021, eine Rückkehr zum Vorkrisenniveau erst ab 2022 erwartet. Und beim neuen Urheberrecht gilt: Das Beste ist, dass es überhaupt beschlossen wurde. Diese und andere Erkenntnisse in den aktuellen Quartalsberichten aus der Medienwirtschaft.
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Nürnberger Presse plant weiteren Stellenabbau

Der Personalabbau in Nürnberg geht weiter: Um mindestens 80 Vollzeitstellen will der Verlag Nürnberger Presse (VNP) bis Ende März 2022 die Belegschaft verkleinern. Der Verlag, der die „Nürnberger Nachrichten“, die „Nürnberger Zeitung“ und die Online-Plattform Nordbayern.de in seinem Portfolio hat, baute bereits 2019/20 nach der Verschmelzung dreier einzelner zu einer Zentralredaktion 28 Vollzeitstellen durch einen „freiwilligen Sozialplan“ mit Abfindungen ab.
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Ein Preis für faire Festivalarbeit

Auf dem 33. Filmfest Dresden 2021 wurde am 16. Juli erstmalig der Fair Festival Award 2020 der AG Festivalarbeit in ver.di verliehen. Den ersten Platz der Auszeichnung erhielt das Kinofest Lünen. Im Anschluss wurden die Ergebnisse der Umfragen zu den Arbeitsbedingungen von Festivalarbeiter*innen präsentiert und in einem Panel diskutiert: Wer setzt sich eigentlich für die Interessen von den Arbeiter*innen ein – und warum scheinen faire Arbeitsbedingungen in der Branche so schwer umsetzbar?
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