Schon entdeckt? Neues aus Neanderland

Wenn bei Tageszeitungen Redakteurinnen und Redakteure freigesetzt werden, was seit ein paar Jahren landauf landab leider häufig passiert, dann entsteht vor Ort nicht selten ein neues publizistisches Online-Angebot. So auch in Mettmann, Haan und Wülfrath, dem sogenannten Neanderland, dem Kreis Mettmann.

Da war die Westdeutsche Zeitung (WZ), die inzwischen immer mehr Material von anderen Verlagen wie der Rheinischen Post bezieht und aushäusig produzieren lässt, der Meinung, sie könne ihre Existenz nur dadurch sichern, dass sie ihre Ausgaben ausdünnt und mit weniger Personal produziert. Immerhin war es dem Betriebsrat, dessen Vorsitzender Andreas Keil inzwischen freiwillig das sinkende Boot verlassen hat, noch gelungen, Abfindungen in nennenswertem Umfang für den Verlust des Arbeitsplatzes zu organisieren. Daraufhin hat sich eine Handvoll der geschassten Kollegen zu einer GmbH&Co KG zusammen getan und ab November letzten Jahres das Online-Produkt taeglich.me am Markt platziert. Sie sind mit ihren Geschichten nah dran an den Menschen berichten aktuell über Lokalpolitik, das Vereinsleben, Kunst und Kultur, Sport.

Unterhält man sich heute ein dreiviertel Jahr später mit dem Chefredakteur und Geschäftsführer Thomas Reuter, dann spricht man mit einem zufriedenen Menschen. Er kann sich und seinen Mitstreitern zwar nur nach Kassenlage ein Gehalt auszahlen, aber immerhin können diejenigen, die nicht zu KG gehören und für taeglich.me arbeiten (Buchhaltung/Lokalsport), nach branchenüblichen Tarifen bezahlt werden. Von Anfang an haben die vier ehemaligen Redakteure und Mitarbeiter der WZ, neben Reuter sind dies Tanja Albrecht, Philipp Nieländer, Thomas Lekies und für den IT-Betrieb Patrik Dahm, auf das Konzept der Abo-Zeitung gesetzt, und eine Bezahlschranke eingerichtet. Wer kein Abo abschließt, der kann nur die Überschriften lesen. Immerhin 1.700 zahlende Leser haben sie bislang gewonnen. Kostenpunkt: 60 Euro im Jahr. Und auch die Vermarktung der Anzeigenplätze läuft nach Auskunft von Reuter gut. Um den Verkauf zu professionalisieren, wird zusätzlich eine Anzeigenverkäuferin beschäftigt. Die kann potentielle Kunden, die schon ab 50 Euro aufwärts werben können, auf immerhin 260.000 Page-Impressions pro Monat verweisen. Und da es auch einen Bedarf für Familienanzeigen gibt, soll außerhalb des eigentlichen taeglich.me-Angebots für diese eine Extraseite eingerichtet werden.

Erfreut ist Reuter über das breite Interesse von Kollegen: „Die drücken uns die Daumen, dass wir Erfolg haben und sich die Sache irgendwann selbst trägt. Und die Leute im Neanderland mögen uns sowieso, auch wenn wir kritisieren”. Für die sinkende Auflage der Ausgabe der Westdeutschen Zeitung vor Ort will er natürlich nicht verhaftet werden. „Da sitzt jetzt nur noch ein Kollege für Mettmann, was soll der denn da bitte schön alleine machen?”

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Nah am Geschehen

Er mag seinen Job sehr. Das merkt man am Enthusiasmus, mit dem Caspar Sachsse über ihn spricht: „Es gibt immer Abwechslung, ich reise viel, halte mich dabei selten länger an einem Fleck auf und ich sehe unübliche Orte. Ich war schon mal in einer Ketchup-Fabrik, wer kann das schon von sich sagen?“ Das merkt man aber auch am Eifer, mit dem er über das Drumherum spricht: „Ich erwarte mehr Verständnis von Politik und Behörden, dass unser Status endlich als solcher akzeptiert wird und die Rahmenbedingungen sich ändern!“
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Spiel mit den Worten

„Voller Aufregung ob des nahenden Abenteuers erreichte ich den Hafen. Der Kapitän war noch nicht eingetroffen, also genoss ich die kühle Luft an Deck.“ So beginnt die Reise eines Entdeckers im Computerspiel „The Curious Expedition“, in dem man als illustre Figur der Geschichte fremde Regionen entdeckt und allerlei Abenteuer erlebt. Das Spiel des Entwicklers Maschinen-Mensch erschien vor zwei Jahren zuerst in englischer Sprache. Dafür gesorgt, dass auch deutschsprachige Spielende in Entdeckerlaune kommen, hat Iris Schäfer.
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Der Wert der Bilder

Der Erfolg eines Unternehmens hängt, nicht nur im Internet, sondern auch auf Facebook, Instagram, Pinterest und anderen Plattformen, vor allem von einem guten Bild ab. Reichweite, Page-Impressions, Visits, Klicks, Follower, Freunde bestimmen den „Wert“ einer Website, eines Blogs, des Auftritts eines Mediums oder eines Unternehmens in den Sozialen Medien, generieren Werbeeinnahmen, sind eine Rechtfertigung für die Kosten bei „Paid Content“. Professionelle Fotografen tragen mit ihrer Arbeit den Hauptteil zu journalistischem wie gewerblichem visuellen Content bei.
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(Stress-)Frei arbeiten!

Die meisten Freiberufler_innen lieben die Freiheit, mit der sie ihre Arbeit organisieren können. Doch sehr schnell kann diese Freiheit in ungesunden Stress ausarten. Die Gründe dafür sind oft mangelnde Strukturiertheit und Selbstdisziplin – heutzutage ein weit verbreitetes Problem, auch unter Angestellten! Die freie Journalistin Monique Hofmann hat mit dem Motivationspsycho­logen und Autor des Zeitmanagement-Bestsellers „Golden Rules“, Dr. Martin Krengel, über gute ­To-Do-Listen, Prokrastination, effizientes Pausenmanagement und die Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben gesprochen.
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