Tarifabschluss gefordert

STUTTGART. Bei der Eröffnungsveranstaltung der 57. Stuttgarter Buchwochen protestierten am 14. November Beschäftigte der baden-württembergischen Buchverlage für einen baldigen Tarifabschluss.

Ende September hatten die Buchverleger die Tarifverhandlungen für den herstellenden Buchhandel nach vier Verhandlungsrunden scheitern lassen und alle Kompromissvorschläge von ver.di kategorisch abgeschmettert.
Während ver.di Gehaltserhöhungen fordert, die in die diesjährige Tariflandschaft passen, beharren die Arbeitgeber auf einer Arbeitszeitverlängerung von mindestens einer bis zu drei Stunden in der Woche. Die Buchwochen standen in diesem Jahr unter dem Motto „Zukunft“. Die Teilnehmer der Eröffnungsveranstaltung, u.a. die Minister Rau und Pfister, wurden von den Verlagsangestellten mit Fackeln, Sprechchören und einem Transparent „Zukunft der Verlagsbeschäftigten: mehr Arbeitszeit – weniger Geld? Nein Danke!“ empfangen. „Wir leuchten den Verlegern heim“, sagte Rudi Munz von ver.di.

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Drei freie Tage für Redakteure zusätzlich

Die Tarifkommission der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di hat dem erneuerten Beschäftigungssicherungs-Tarifvertrag für Tageszeitungen zugestimmt. Danach erhalten Redakteurinnen und Redakteure drei zusätzliche freie Tage bis März 2022. Für Freie wurde erneut ein Ausgleichshonorar in Höhe eines durchschnittlichen Monatshonorars aus 2019 vereinbart. Spätestens im November sollen die Tarifverhandlungen über Tariferhöhungen starten.
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Auch intern unbequem

„Panorama“ ist nicht das erste, aber das älteste Politikmagazin im deutschen Fernsehen. Und es hatte eine schwere Geburt. Was da am 4. Juni 1961 auf dem Bildschirm in Schwarz-Weiß Premiere feierte, war ein ziemlich unverdaulicher Kessel Buntes aus aktueller Politik, Auslandsreportage und Unterhaltung. Doch schon bald hatte „Panorama“ seine erste Sternstunde.
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Zwischen Utopie und Realität

Vor 75 Jahren, am 17. Mai 1946, schickte der Münchner Kabarettist Werner Finck ein launiges Telegramm nach Babelsberg: „Ein ferner Wink von Werner Finck, damit das Ding Euch wohl geling.“ Gemeint war die Deutsche Film-A.G., kurz DEFA genannt, die erste deutsche Filmfirma nach dem Zweiten Weltkrieg, die an jenem Tag eine Lizenz zur „Herstellung von Filmen aller Art“ erhielt. Neben deutschen, darunter auch einigen aus dem Exil zurückgekehrten Filmschaffenden waren Kulturoffiziere der Sowjetischen Besatzungszone maßgeblich an der Gründung beteiligt. Und doch verstand sich die DEFA zunächst als gesamtdeutsches Unternehmen. Viele der frühen, hochfliegenden Träume endeten…
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Polizeigewalt in Kolumbien

Kolumbiens Polizeieinheiten zur Aufstandsbekämpfung (ESMAD) werden für Dutzende von Toten und Schwerverletzten seit dem Beginn der sozialen Proteste im Frühjahr verantwortlich gemacht. Dabei wurden auch Journalisten gezielt bei ihrer Arbeit angegriffen, kritisiert die Stiftung für Pressefreiheit (FLIP). Videos, Fotos und Zeugenaussagen aus Städten wie Sibaté, Cali und Popayán belegen das. Doch die Regierung in Bogotá geht auch verbal gegen kritische Berichte vor allem in den sozialen Medien vor: von Cyber-Terrorismus ist die Rede. Für Jonathan Bock, FLIP-Direktor, ein Angriff auf die freie Meinungsäußerung.
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