ver.di ruft zu Warnstreik im BR auf

Nach der ergebnislosen dritten Verhandlungsrunde in den Gehalts- und Honorarverhandlungen beim Bayerischen Rundfunk (BR) ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) am Donnerstag, 18. Juni 2026, alle Beschäftigten an sämtlichen Standorten des BR zu einem eintägigen Warnstreik auf.

Die Arbeitsniederlegung im BR beginnt laut Gewerkschaft um 3.30 Uhr und endet am darauffolgenden Tag um 1.00 Uhr. Betroffen ist das gesamte Angebot des Bayerischen Rundfunks. Insbesondere im Hörfunk, aber auch im Fernsehen und bei den Online-Angeboten, kann es zu Einschränkungen kommen.

Kein verbessertes Angebot im BR

Der Bayerische Rundfunk hat sowohl in der zweiten als auch in der dritten Verhandlungsrunde kein verbessertes Angebot vorgelegt. Bereits in der ersten Verhandlungsrunde hatte der BR für das Jahr 2026 eine Erhöhung der Gehälter und Honorare um 1,23 Prozent angeboten. Für die Jahre 2027 und 2028 sieht das Angebot jeweils 1,5 Prozent vor.

ver.di fordert dagegen für die rund 5.300 festen und freien Mitarbeiter des BR eine Erhöhung der Gehälter und Honorare um sieben Prozent. „Fast sechs Monate nach Auslaufen des Tarifvertrags erwarten die Beschäftigten des Bayerischen Rundfunks endlich ein faires Angebot zur Verbesserung ihrer Einkommen“, erklärt Annette Greca, zuständige Gewerkschaftssekretärin für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk bei ver.di Bayern.

„In den vergangenen beiden Verhandlungsrunden hat der BR kein verbessertes Angebot vorgelegt. Angesichts dieser Blockadehaltung müssen wir den Druck nun erhöhen. Die Beschäftigten erwarten zu Recht, dass ihre Arbeit und ihr Einsatz angemessen anerkannt werden.“

Mittlerweile wird außer im BR, auch noch im NDR, WDR und SWR gestreikt.


Die nächste Verhandlungsrunde findet am 14. Juli 2026 statt.

 

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