Ambitioniert in die nächste Tarifrunde

Im Stuttgarter Gewerkschaftshaus trafen sich am 22. Oktober mehr als 30 Vertreter der dju in ver.di aus Aktions- und Streikbetrieben des Arbeitskampfes der Tageszeitungsredakteure 2011 zu einer Tarifkonferenz. Im Mittelpunkt standen die Berichte aus den Redaktionen in Baden-Württemberg, Bayern und NRW sowie der Stand der Diskussionen unter den Redakteuren, wie und mit welchen Forderungen wir 2013 in die Tarifrunde für festangestellte Redakteure, Pauschalisten und Freie gehen. Schwerpunkte sollen Gehalts- und Honorarerhöhungen sowie eine Qualifizierungsoffensive für die Aus- und Weiterbildung von Journalistinnen und Journalisten sein. Erreicht werden soll eine frühestmögliche verbindliche Mobilisierung im Sommer 2013, nicht nur in Baden-Württemberg, sondern in allen vom Flächentarif erfassten Ländern der Bundesrepublik. Eine dahingehende Abstimmung fand dann auch im zweiten Teil der Tarifkonferenz mit Vertretern des DJV- Landesvorstandes Baden-Württemberg statt. Der Blick ins nächste Tarifjahr ist kämpferisch und ambitioniert: „Wir wollen unsere Verantwortung wahrnehmen und gute Bedingungen in den Redaktionen gestalten. Das schaffen wir nur gemeinsam mit der Stärke, die durch überregionale Verbundenheit entsteht“, so das Fazit der Konferenz.

 

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Kapstadt: Beim Radio drohen Kündigungen

Ein perfekter Sturm aus jahrelanger Misswirtschaft, Korruption und gesunkenen Einnahmen infolge der Corona-Krise hat Südafrikas öffentlich-rechtlichen Rundfunk SABC in schwere finanzielle Nöte gebracht. Leidtragende sollen die Beschäftigten sein, mindestens 303 festangestellten Mitarbeiter*innen droht im Zuge von Umstrukturierung die Entlassung. Die Gewerkschaften kritisieren den Prozess als unfair und ungesetzlich - auch weil es bei der Ausschreibung neuer Stellen hakt.
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Mumia Abu Jamal an Corona erkrankt?

Die Nachricht über die akute Bedrohung für die Gesundheit des seit 1981 inhaftieren US-Journalisten erreichte in den letzten Tagen Solidaritätsgruppen in aller Welt. Sie fürchten um das Leben des 66-Jähigen, der wegen zahlreicher Vorerkrankungen zur Risikogruppe gehört. Der Aktivist der Black-Panther-Party wurde wegen der angeblichen Ermordung eines Polizisten zum Tode verurteilt. 2011 hat ein Bundesgericht die Strafe in lebenslange Haft ohne Revisionsmöglichkeit umgewandelt.
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Guter Film braucht einen guten Ton

Die Klage ist vermutlich so alt wie das Fernsehen: Viele Zuschauer haben bei Filmen und Serien Probleme, den Dialogen zu folgen. Das hat auch mit dem Alter zu tun; ARD und ZDF bekommen vermutlich mehr solche Beschwerden als zum Beispiel ProSieben. Seit einiger Zeit nun versuchen verschiedene ARD-Sender im Rahmen von Pilotprojekten, die Sprachverständlichkeit des Fernsehens zu verbessern. Die Ursache liegt jedoch tiefer: Der Ton ist seit Jahrzehnten das Stiefkind der Filmproduktion.
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Buchtipp: Sprache in den Medien

Seit Jahrhunderten wird den Zeitungen eine Verhunzung der deutschen Sprache vorgeworfen. Zeitungsschreiber seien als „Sudler“ für alle nur erdenklichen Sprachverhunzungen verantwortlich. Das Zitat stammt vom 1860 verstorbenen Philosophen Arthur Schopenhauer. Schon 1643 geißelte der Arzt und Dichter Christoph Schorer aus Memmingen die „Sprachverderber“, weil sie so viele französische und lateinische Vokabeln verwendeten.
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