Bedeutung der Freien an Tageszeitungen nimmt zu

Gespräch mit dem BDZV

Nach zwei Jahren Terminsuche war es am 18. April 1997 endlich soweit: Die IG Medien und der DJV trafen sich in Frankfurt am Main mit dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) zu einem Gespräch über die Situation der freien Journalistinnen und Journalisten und den Tarifvertrag für Freie an Tageszeitungen.

Konkrete Ergebnisse gab es zwar nicht, aber immerhin die gegenseitige Versicherung, daß man im Gespräch über die Situation der Freien bleiben müssen, weil diese Berufsgruppe in der Zeitungsbranche ständig an Bedeutung zunimmt. Auch vom BDZV wird jetzt bestätigt, was viele längst wissen: Die klassische journalistische Arbeit, also das Recherchieren und Schreiben, wird zunehmend von freien Kolleginnen und Kollegen erledigt, während die Redakteurinnen und Redakteure „andere Aufgaben“, also z.B. technische Arbeiten und Managementfunktionen, übernehmen (müssen). Welche berufs- und tarifpolitischen Folgerungen aus diesen strukturellen Verschiebungen gezogen werden müssen, soll in den nächsten Monaten diskutiert werden.

Bei dem Tarifgespräch wurden auch die konkreten Probleme angesprochen, die sich derzeit bei der Anwendung des Freien-Tarifvertrags ergeben. Die IG Medien forderte den BDZV auf klarzustellen, daß Abschläge bei Fotos, die digitalisiert angeliefert werden, nicht zulässig sind. Ebenso soll sichergestellt werden,daß die im Bundesurlaubsgesetz verankerten Urlaubsansprüche von arbeitnehmerähnlichen Freien realisiert werden können.

Dissens gibt es bei urheberrechtlichen Fragen z.B. über eine Zusatzvergütung, wenn Beiträge für Tageszeitungen zusätzlich auch online oder auf CD-ROM genutzt werden.

Ohne Erfolg blieb die Aufforderung an den BDZV, den Freien-Tarifvertrag auch in Hessen und in den neuen Bundesländern zu tarifieren.

 

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Drei freie Tage für Redakteure zusätzlich

Die Tarifkommission der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di hat dem erneuerten Beschäftigungssicherungs-Tarifvertrag für Tageszeitungen zugestimmt. Danach erhalten Redakteurinnen und Redakteure drei zusätzliche freie Tage bis März 2022. Für Freie wurde erneut ein Ausgleichshonorar in Höhe eines durchschnittlichen Monatshonorars aus 2019 vereinbart. Spätestens im November sollen die Tarifverhandlungen über Tariferhöhungen starten.
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Kieler Nachrichten reduzieren Honorare

Die „Kieler Nachrichten“ wollen ein neues Honorarsystem für ihre freien Mitarbeiter*innen einführen. Danach sollen die Freien künftig nach einem „Baukasten-System“ entlohnt werden. Im Vergleich zu bisherigen Regelungen bedeute das für die Freien generell eine Reduzierung ihrer Honorare, schätzen die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di und der DJV Schleswig-Holstein diese kritikwürdigen Pläne ein.
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SZ bezieht Onliner in Tarifbindung ein

Die „Süddeutsche Zeitung“ wird künftig den Flächentarifvertrag im Zuge der Zusammenführung von „SZ Print“ und „SZ Digitale Medien“ (SZDM) auch auf die weit über 100 Beschäftigten der Online-Redaktion ausweiten. ver.di begrüßt die Entscheidung von Geschäftsführung und Aufsichtsrat. Das sei „das richtige Signal der Wertschätzung, wenn künftig auch die Onlinerinnen und Onliner von den tariflichen Standards profitieren sollen“, erklärte das für Medien zuständige ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christoph Schmitz.
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Auch intern unbequem

„Panorama“ ist nicht das erste, aber das älteste Politikmagazin im deutschen Fernsehen. Und es hatte eine schwere Geburt. Was da am 4. Juni 1961 auf dem Bildschirm in Schwarz-Weiß Premiere feierte, war ein ziemlich unverdaulicher Kessel Buntes aus aktueller Politik, Auslandsreportage und Unterhaltung. Doch schon bald hatte „Panorama“ seine erste Sternstunde.
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