Bestes Ergebnis für die VG Wort

Nachzahlung sorgt für „Rekordjahr 2008“

Entgegen der befürchteten „Durststrecke“ hat die Verwertungsgesellschaft Wort ein „Rekordjahr 2008“ erreicht. Die Erlöse aus der Wahrnehmung von Urheberrecht stiegen von rund 89 Mio. Euro in 2007 auf knapp 118 Mio. Euro – das bisher beste Ergebnis.


Allerdings beruht diese Steigerung im Wesentlichen auf einer Nachzahlung der Geräteindustrie in Höhe von 32 Millionen Euro für Multifunktionsgeräte für die Jahre 1996 bis 2001. Hier bejahte der Bundesgerichtshof eine Vergütungspflicht in voller Höhe, während er diese für Drucker (M 1–2/2008), CD-Kopierstationen und PCs verneinte. Gegen diese Urteile hat die VG Wort Verfassungsbeschwerde eingelegt, die Industrie gegen das für Multifunktionsgeräte. Deshalb fließt auch nur rund ein Drittel der Nachzahlung in die aktuelle Ausschüttung.
Insgesamt stiegen die Einnahmen aus den Reprografie-Geräteabgaben von knapp 30 auf mehr als 60 Millionen Euro, wobei die Erlöse für Scanner und Faxgeräte rückläufig sind. Stark gesunken sind auch die Einnahmen aus der Brennerabgabe, da es nach Inkrafttreten der Neuregelungen zur Kopiergerätevergütung durch den „Zweiten Korb“ der Urheberrechtsreform am 1. Januar 2008 bisher keine Einigung mit der Industrie für CD- und DVD-Brenner wie auch nicht für PCs gibt.
Diese wird aber für die nächste Zeit erwartet, sagte Robert Staats, geschäftsführendes Vorstandsmitglied, auf den Versammlungen der Wahrnehmungsberechtigten und Mitglieder der VG Wort am 22. und 23. Mai in München. Abgeschlossen wurde Ende 2008 bereits ein Vertrag für die Reprografie-Geräteabgaben (M 1–2/2009). Da die Nachzahlungen in diesem Jahr fließen, erwartet sein kaufmännisches Vorstandspendant Rainer Just: „2009 wird ein weiteres Rekordjahr werden.“

Leichtes Plus für Pressespiegel

Die Ausschüttungen an Journalisten, Autoren und Verlage im Juni 2009 werden insgesamt höher sein als im Vorjahr. Weniger ist es im Bereich Hörfunk und Fernsehen wegen sinkender Einnahmen aus der Brennervergütung und der Kabelweitersendung (–1,8 Mio. Euro). Hingegen stieg die Bibliothekstantieme durch einen neuen Vertrag um 3 Millionen Euro. Erstmals ein leichtes Plus gab es wieder bei der Pressespiegelvergütung (3,85 Mio. Euro) durch die elektronischen Pressespiegel.

Zuschüsse für Altersvorsorge

Die Zuwächse bei der Bibliothekstantieme und im Presse-Repro stärken auch das Fundament für die Wiederöffnung des Autorenversorgungswerks der VG Wort, das Ende 1995 aus finanziellen Gründen für Neuzugänge geschlossen wurde. Ab 2011 wird das AVW wieder Zuschüsse zur Altersvorsorge für freie Autorinnen und Autoren zahlen. Dafür hatten sich insbesondere die in der VG Wort engagierten ver.di-Mitglieder seit Jahren eingesetzt.
Geplant ist eine Einmalzahlung, die künftig mit Erreichen des 55. Lebensjahres beantragt werden kann. Weil in der Startphase mehrere tausend Autoren, die nach der Schließung leer ausgingen, antragsberechtigt sind, sollen in den Jahren 2011 und 2012 zunächst die Geburtsjahrgänge vor 1955 bedacht werden. Die Details wird der AVW-Stiftungsrat im Oktober 2009 beschließen.

Ausschüttungsquoten 2009 für 2008 in Euro (= Vorjahr)

Pressespiegel: Sockel 80,00 (80,00) / Punktewert 5,20 (4,60) / E-Pressespiegel 2,20 (2,50)
Presse Repro: Punktewert 8,20 (7,00)
Beiträge Wissenschaft: pro Normseite 3,00 (2,50)
Bibliothekstantieme: mindestens 73,05 (58,19)
Hörfunk: Punktewert 1,80 (3,00)
Fernsehen: Punktewert 0,55 (0,90)

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Tariflicher Zuschlag gehört obendrauf

Onlinezuschläge können laut tarifvertraglichen Regelungen beim Bayerischen Rundfunk nicht in Tagessätze für die Honorierung von TV-und Hörfunkbeiträge eingepreist werden, sondern sind zusätzlich zu zahlen. Das besagt ein Urteil des Arbeitsgerichts München, mit dem ein arbeitnehmerähnlicher Freier vom Sender jetzt mit ver.di-Rechtsschutz eine Nachzahlung für zwei Jahre erstritt.
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VG Wort: Ausschüttung Anfang Juli 2021

209,94 Millionen Euro hat die Verwertungsgesellschaft Wort 2020 aus Urheberrechten eingenommen. Im Vorjahr waren es 156,12 Millionen Euro. Das liegt an einer Nachzahlung in Höhe von rund 60 Millionen Euro für die Vorjahre, gab Rainer Just, geschäftsführender Vorstand, auf einer rein virtuellen Mitgliederversammlung der VG Wort am 20. März 2021 bekannt. „Die Hauptausschüttung für 2020 findet Anfang Juli 2021 statt“, sagte Just.
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Die dju – ein Angebot zur Mitgestaltung

Mit dem neuen Jahrtausend kam auch für die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di einiges an Neuem. Noch bevor sie ihren 50. Geburtstag feierte, knackte sie im Jahr 2000 die 20.000-Mitglieder-Marke. 2001 kam ver.di und die dju feierte ihr halbes Jahrhundert im Retro-Look im Kölner Gürzenich. Zur 60-Jahr-Feier waren die Kolleginnen und Kollegen von Rundfunk, Fernsehen und audiovisuellen Medien in der neuen Fachgruppe Medien mit dabei. Und nun, zum 70. Geburtstag, steht der dju in ver.di wieder etwas Neues ins Haus: Ein Feiertag in Pandemiezeiten.
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Aus für Freelancer in Presse und Kultur

Clasificador Nacional de Actividades Económicas (CNAE), Register für ökonomische Aktivitäten, heißt die Liste mit 2110 Tätigkeiten, die in Kuba seit dem 5. Februar für die freiberufliche Arbeit erlaubt sind. Eine Reform mit revolutionärem Potenzial, denn bislang durften nur 127 Berufe selbständig ausgeübt werden. Auf der vier Tage später erschienenen Verbotsliste sind jedoch jedwede freiberufliche Presse-Arbeit sowie etliche Berufe in der unabhängigen Kunstszene der Insel aufgeführt.
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