CinemaxX -Verhandlung kurzfristig abgesagt

Die zweite Verhandlungsrunde zwischen ver.di und der CinemaxX AG in Hamburg am 18. Januar wurde kurzfristig abgesagt. Die Arbeitgeberseite war aufgrund eines Rechtsstreits mit einem Mitglied der ver.di-Kommission nicht zu Verhandlungen bereit. Ein neuer Termin konnte für den 15. Februar vereinbart werden.


ver.di fordert die Erhöhung der Stundenentgelte um einen Euro. Servicekräfte bekommen derzeit 8 € in der Stunde. Im kommenden Jahr sollen die Vergütungen um weitere 10 Prozent steigen. Auch sollen zusätzliche Tätigkeiten in den Tarifvertrag aufgenommen und somit tariflich vergütet werden. Darüber hinaus fordert ver.di Verbesserungen der Arbeitsbedingungen wie z.B. die Erhöhung des Urlaubs auf 31 Tage für alle.
Die Arbeitgeber haben bisher kein nennenswertes Angebot vorgelegt. In einem Eckpunktepapier wird u.a. von der Einführung einer Tarifgruppe für neue Servicekräfte bis zu einem Jahr Beschäftigungszeit mit abgesenkten Entgelten sowie der Schaffung einer neuen flexiblen, offen formulierten Struktur im Entgeltrahmentarifvertrag gesprochen. Das würde eine Abkehr von den bisher formulierten Berufs-/Tätigkeitsgruppen und somit eine komplette Veränderung der Tariftabelle bedeuten – kein Weg für ver.di.

Mehr unter: http://www.streik.tv/video/1413/Cinemaxx_Tarif_Wars.html

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Haltestelle verpasst

Der digitale Omnibus der EU droht Grundrechte zu verwässern. Er enthalte eine Reihe technischer Änderungen an digitalen Rechtsvorschriften, die ausgewählt worden seien, um „Unternehmen, öffentlichen Verwaltungen und Bürgern gleichermaßen Soforthilfe zu bieten und die Wettbewerbsfähigkeit zu fördern,“ schrieb die EU- Kommission im Dezember vergangenen Jahres.
mehr »

Serien gegen Diktatur und Faschismus

Die Series Mania in Lille ist wohl eines der wichtigsten Serienfestivals weltweit. In diesem Jahr fiel auf: Viele der der neuesten Produktionen befassten sich mit den Themen Totalitarismus und Unterdrückung – vermutlich auch eine Reaktion auf das, was viele Menschen im Moment bewegt.
mehr »

Neues Mediengesetz für MV tritt in Kraft

Privates Lokal- und Regionalfernsehen steht unter hohem wirtschaftlichen Druck. Sinkende Werbeerlöse, steigende Kosten, fortschreitende Digitalisierung und veränderte Mediennutzung machen ihnen zu schaffen. In mehreren Bundesländern wird bereits seit längerem kommerzielles Lokal-TV mit Steuergeldern gefördert, um Medienvielfalt zu sichern. Auf diesen Weg setzt jetzt auch Mecklenburg-Vorpommern.
mehr »

Filmtipp: Friedas Fall

Angeklagt war eine Mutter, schuldig war die Gesellschaft: Das historische Justizdrama „Friedas Fall“ von Maria Brendle schildert den authentischen Prozess gegen eine Schneiderin aus St. Gallen, die vor 120 Jahren ihr Kind getötet hat. Eine gesellschaftlichen Auseinandersetzung über Recht und Gerechtigkeit.
mehr »